Meitinger Nachwuchspolitiker Mehring unterstützt bei der Aufklärung der Affäre um die BayernLB

Gestern wurde Ministerpräsident a.D. Dr. Edmund Stoiber im Untersuchungsausschuss vernommen

Nunmehr seit Februar diesen Jahres, befasst sich ein Untersuchungsausschuss im Bayerischen Landtag mit der Aufklärung der Sachverhalte um den Kauf der österreichischen Hypo Groupe Alpe Adria durch die Bayerische Landesbank im Jahr 2007. Besetzt mit Abgeordneten aller Fraktionen ist dieser, ob der gigantischen finanziellen Verluste aus dem Ankauf der Klagenfurter Bank, schnell zu einem der meist beachteten Gremien im Landtag geworden.

Als Mitarbeiter des Landtagsabgeordneten Bernhard Pohl, welcher die Freien Wähler im Untersuchungsausschuss vertritt, ist seit September auch der Meitinger Nachwuchspolitiker Fabian Mehring, der in Augsburg Politik und Jura studiert, in dieser Sache engagiert. In Zusammenarbeit mit einem Münchner Wirtschaftsjuristen, unterstützt er den Kaufbeurer Abgeordneten in seiner Arbeit für den Ausschuss. Angefangen von der Sichtung umfangreichster Akten, bis hin zur konkreten inhaltlichen Vorbereitung der einzelnen Vernehmungen im Ausschuss, gibt es jede Menge zu tun: „Unterdessen haben sich über 250 Ordner mit Akten zum Kauf der HGAA durch die BayernLB angesammelt. Demnach gilt es für die Arbeit im Ausschuss, knapp 100 000 Seiten an Unterlagen zu sichten – das schafft kein Abgeordneter alleine“, so Mehring, der auch stellv. Landesvorsitzender der FW-Nachwuchsorganisation ist.

Auch für Mehring zweifelsohne ein Höhepunkt des Ausschuss, war die gestrige Vernehmung des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten, Dr. Edmund Stoiber. Dieser berichtete dem Gremium, dass der Kauf der HGAA nicht seine Idee gewesen sei und es keinerlei politischen Druck hierzu von seiner Seite gab. Mehring, der die Vernehmung live im Landtag verfolgt hat, schätzt die Rolle Stoibers beim Deal dennoch nicht gering ein: „Ich halte Herrn Dr. Stoiber für eine akribische Führungsfigur, welche die bayerische Landespolitik über Jahre maßgeblich geprägt hat und kann mir deshalb nach wie vor nur schwer vorstellen, dass er bei einem Vorgang wie dem Kauf einer Bank durch seine Hausbank nur am Rande involviert gewesen ist.“

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