Selig die Friedensstifter - für Martin Luther King, Barack Obama und den Konflikt zwischen Israel und Palästina

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Und Gott laß leuchten sein Angesicht über Dir, sei Dir gnädig und gebe Dir seinen Frieden. Amen. (Meine Gedanken bei diesen Sonnenuntergang)

Liebe Freundin, lieber Freund,
als Jugendlicher sagte ich gerne “Salem aleikum” - und zwar war das vor der Zeit der stetigen Islamisierung und Fundamentalisierung. Spätestens mit der dritten Klasse kannte ich diesen Ausdruck “Salem aleikum”.
Warum ich das so genau weiß? Ich war schwer krank. Ich lag viel im Bett und las meinen ersten Karl May und dann gleich meinen zweiten - erst “Schatz im Silbersee”, einen uralten, in der alten Schrift gedruckten Band meiner Mutter und “Durch die Wüste”.
Richtig heißt es “Assalamo Aleikum”, “Friede sei mit Dir”. So begrüßen sich die Muslime und verabschieden sich auch wieder.

Eigentlich ein Gebet - der Gläubige bitte Allah um Frieden für sein Gegenüber. Nach dem Koran soll bereits, Abraham, der Stammvater der drei Weltreligionen Judentum, Islam und Christentum, seinen Vater mit “Frieden sei mit Dir” empfangen haben.
Des weiteren sollen nach dem Koran auch die “Unwissenden”, die Nicht-Muslime, mit diesem Gruß, mit diesem Gebet Willkommen geheißen werden.

Dieser Gruß ist viel mehr, als wenn ich einem Menschen nur einen guten Tag wünsche.
Sage ich zu einem Menschen “Friede sei mir Dir”, dann wünsche ich mir, dass der Friede mit ihm ist,
dass er ein Friedensempfänger und damit auch ein Friedensbringer ist,
dass er Frieden schafft, ihn eben stiftet.
Ich denke, dass ich das Höchste, was ich einem anderen Menschen wünschen kann.

Denn Jesus sagt in der Bergpredigt: “Selig, die Frieden stiften, denn Gott wird sie seine eigenen Kinder nennen.” (Mt. 6,9)
Als ich als Bub ganz cool “Salem aleikum” sagte, wußte ich das nicht.

Auch wußte ich nicht, dass hinter dem arabischen “Salem” das hebräische “Schalom” des alten Testaments steckt, der Friede, der über der Welt lag, als Gott sie schuf und er sagte: “Und siehe, alles war sehr gut!”
Später wurde die Welt anders und Jesus mußte kommen. Inmitten dieser Welt war wieder “Schalom” spürbar, Frieden von Gott und mit Gott.

Friedensstifter sind Menschen, die uns begegnen und uns erahnen lassen, dass wir Schalom immer noch haben können in der Welt, in der wir leben.
Martin Luther King war so einer, denn heute am 19. Januar, ist in Amerika Martin-Luther-King-Day. Jeder Amerikaner sollte an diesem Tag unentgeltlich etwas für das Wohl der Allgemeinheit tun.
Und morgen beginnt die Präsidentschaft von Barack Obama, den Martin Luther King erst möglich gemacht hat. Mit ihm verbinden sich viele Hoffnungen.
Martin Luther King steht auch für friedlichen Widerstand und den Traum, dass Menschen friedlich miteinander leben können - schwarz und weiß, Menschen aller Hautfarben, Religionen und Nationen.
Solche Friedensstifter hat die Welt bitter nötig, vor allem auch das gelobte Land.

Versuchen Sie, liebe Freundin, lieber Freund, es selber einmal im Kleinen und im Großen, das Friedensstiften ohne Waffen. In diesem Sinne “Salem aleikum”, “Schalom alejchem”. Der Frieden Gottes sei mit Ihnen: Machen Sie es gut!

Ihr Pfarrer Markus Maiwald aus Meitingen

Nachtrag: Und diese Friede wünsche wir Christen uns immer am Ende des Gottesdienst, meist mit Segensworte des Aaron, dem sogenannten aaronitischen Segen.
"Der Herr segne Dich und behüte Dich.
Er lasse sein Angesicht leuchten über Dir
und sei Dir gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf Dich
und gebe Dir Frieden." (birkat kohanim: Numeri 6, 24-26)

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19 Kommentare zum Beitrag
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Hans-Rudolf König aus Marburg am 19.01.2009 um 23:12 Uhr  
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Gisela Görgens aus Linz am Rhein am 19.01.2009 um 23:45 Uhr  
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edda frahn-müller aus Burgdorf am 20.01.2009 um 08:29 Uhr  
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