Realschule gewinnt Miteinander-Preis 2016 in Schwaben

Bayerns Bildungssekretär Georg Eisenreich, Vertreter der Realschule sind Sandra Müller-Hoffmann, Anna Wiesmüller, Heidrun Printz und Realschuldirektor Michael Kühn (Foto: StMAS / Alexander Göttert)
 
Michael Höhenberger, Amtschef im Bayerischen Sozialministerium, bei seiner Laudatio. (Foto: StMAS / Alexander Göttert)
Dr.-Max-Josef-Metzger-Schule gewinnt den bayerischen Miteinander-Preis 2016 für Inklusion in Schwaben

Mit dem „Bayerischen Miteinander Preis 2016“ wurden besonders gelungene Projekte der Inklusion von Menschen mit Behinderung ausgezeichnet und einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Die Verleihung fand am 21. Oktober 2016 im Hubertussaal des Schlosses Nymphenburg statt.

Emilia Müller, MdL, Staatsministerin, verdeutlichte, worauf es bei dieser Auszeichnung ankommt: „Menschen mit und ohne Behinderung wohnen, arbeiten und verbringen ihre Freizeit ganz selbstverständlich miteinander. Das ist gelebte Inklusion.“

Gemeinsam mit dem Radiosender ANTENNE BAYERN hat Sozialministerin Emilia Müller den Miteinander-Preis unter der Schirmherrschaft von Anna Schaffelhuber (5-malige Goldmedaillengewinnerin bei den Winter-Paralympics in Scotchi und Weltbehindertensportlerin) ins Leben gerufen. Als wichtige Aktion unterstützten der TV-Sender SAT.1 BAYERN und der Bayerische Landesbehindertenrat den Preis. Aus jedem Regierungsbezirk wählte eine Jury unter dem Vorsitz von Sozialministerin Müller ein Inklusionsprojekt aus, das mit 2.000 Euro prämiert wurde. Im Regierungsbezirks Schwaben hat die Dr.-Max-Josef-Metzger-Schule gewonnen. Das Preisgeld wird unseren chronisch kranken Schülerinnen und Schüler und unseren Krebspatienten zugutekommen, indem wir die technische Ausstattung, die für die Livestream-Übertragung des Unterrichts in das Krankenzimmer benötigt wird, verbessern und ergänzen. Außerdem soll die gesamte Schülerschaft vom Preisgeld profitieren: Wir werden zusätzliche professionelle Fortbildungsmaßnahmen im Bereich Inklusion für Lehrkräfte anbieten. Die daraus erworbene Fachkenntnis kommt dann wiederum den Schülerinnen und Schülern zugute.

Seit dem Schuljahr 2011/12 setzen wir in der Dr.-Max-Josef-Metzger-Schule mit unserem Projekt „Gemeinsam Türen öffnen“ auf der Grundlage eines durchdachten Bildungs- und Erziehungskonzepts n Unterricht und Schulleben individuelle Förderung im Rahmen des Art. 41 Abs. 1 und 5 BayEUG für alle Schülerinnen und Schüler um. Dabei richten wir Unterrichtsformen und Schulleben sowie Lernen und Erziehung auf die Vielfalt der Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf aus. Unsere gesamte Schulfamilie der Dr.-Max-Josef-Metzger-Schule öffnet gemeinsam Türen: Schulleitung, Lehrerkollegium, Referendare, Elternbeirat, Hausmeister, alle Schülerinnen und Schüler und deren Eltern. Der Einsatz einzelner Personen geht dabei weit über das übliche Maß hinaus. So gibt es beispielsweise viele Lehrkräfte, die in ihrer Freizeit Schülerinnen und Schüler zusätzlich individuell fördern und bemerkenswerte Erfolge erzielen. Unsere Aktionen und Projekte leben von dem engagierten Einsatz aller und sind nur deswegen so erfolgreich, weil sich die gesamte Schulfamilie mit Begeisterung und Tatkraft dafür einsetzt.

Momentan beschulen wir zehn Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Bereichen Hören – Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen, körperlich-motorischer Entwicklung – chronische Erkrankungen, Autismusspektrum-Störungen, Tourette.
Darüber hinaus beschulen wir vier krebskranke Kinder, teilweise im Hausunterricht, herzkranke Kinder und mehrere Schülerinnen und Schüler mit chronischen Darmkrankheiten. Auch diese versuchen wir durch inklusive Maßnahmen bestmöglich zu stützen und zu fördern.
Eine dritte Zielgruppe stellen unsere Schüler mit Migrationshintergrund dar, besonders dann, wenn sie keine bzw. kaum Kenntnisse in der deutschen Sprache aufweisen.
Da wir alle Jugendlichen zu selbstständigen, verantwortungsbewussten, toleranten, zufriedenen und erfolgreichen erwachsenen Mitglieder unserer Gesellschaft erziehen wollen, ist die Nachhaltigkeit unserer Arbeit für die Einzelnen lebenslang, für unsere Gesellschaft sogar generationsübergreifend: Wir öffnen gemeinsam Türen und unsere Schülerinnen und Schüler tragen diese Werte in die Welt hinaus und geben sie ihrerseits weiter.

Der Laudator, Bayerns Bildungssekretär Georg Eisenreich, lobte das Engagement unserer Schule bei der Preisverleihung. Er erklärte: „An der Dr.-Max-Josef-Metzger-Realschule setzt sich die gesamte Schulfamilie dafür ein, dass alle jungen Menschen eigenverantwortlich an unserer Gesellschaft teilhaben können. Zentral ist hierbei der inklusive Ansatz der Schule."

(Christine Weinl und Sandra Müller-Hoffmann)
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.meitinger | Erschienen am 03.12.2016
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