Mit Altkleidern Hoffnung schenken – Der Besuch der Kolpingsfamilie Meitingen e.V. bei aktion hoffnung in Ettringen

ein mobiler Container für den Einsatz in München
Aufgrund ihrer jährlichen Beteiligung an der Kleidersammlung organisierte die Kolpingsfamilie Meitingen e.V. eine Fahrt zum Eine-Welt-Zentrum der aktion hoffnung in Ettringen. Hier erhielt die Gruppe eine Führung durch den Betrieb auf dem Gutshof. Dabei wurde erklärt was nach der Abgabe mit den gespendeten Textilien geschieht.

Entstanden ist die aktion hoffnung aus der Kritik an vielen unseriösen gewerblichen Kleidersammelfirmen vor fast 30 Jahren in der Diözese Augsburg, so der Begleiter Johannes Müller von aktion hoffnung. Mit der Idee war von Anfang an untrennbar der Gedanke verbunden, die Verkaufserlöse und Spenden sowohl in Bildungsprojekte in Afrika, Südamerika und Osteuropa zu finanzieren, als auch durch direkte materielle Unterstützungen eine unmittelbare und konkrete Hilfestellung zu leisten.

Einen kleinen Teil der Kleidung sortiert die aktion hoffnung selbst und verschickt ihn nach bestimmten Kriterien als materielle Projektunterstützung an Partner weltweit. Den weit größeren Teil der Kleidung vermarktet sie an Sortierbetriebe, um mit den Erträgen Projektpartner finanziell zu unterstützen und die Eine Welt Bildungsarbeit in Deutschland zu finanzieren. Ein weiterer Teil wird in den eigenen Second-Hand-Läden verkauft. Mittlerweile gibt es vier Second-Hand-Läden in Bayern ebenso wie mobile Märkte, z.B. die 60 Faschingsmärkte Bayernweit.

Als kirchlicher Arbeitgeber sieht man sich aber auch in der Pflicht, seine eigenen Mitarbeiter fair zu entlohnen. Daher gestaltet und kontrolliert man den Weg der Kleidung von der Sammlung bis zum Sortierbetrieb selbst, ohne weitere Subunternehmer. Neben circa 60 Teil- und Vollzeitkräften unterstützen weitere 300 ehrenamtliche Helferinnen das Erfassen und die professionelle Sortierung und Aufbereitung der Kleidung für den Versand im Eine-Welt-Zentrum in Ettringen. Und an den Kleidersammelaktionen beteiligen sich jedes Jahr etwa 600 Pfarrgemeinden mit 3.000 freiwilligen Helferinnen und Helfern.

Beim Besuch der Lager- und Sortierhallen konnte man einen kleinen Einblick in die Größenordnung bekommen. Bis an die Decke gestapelte Ballen von sortierten als auch unsortierten Säcken sah man dort gestapelt. Dazu sagte Johannes Müller, dass etwa 8000 Tonnen Kleidung jährlich bei aktion hoffnung umgeschlagen werden, dies ist aber gerade mal ein Prozent von dem was die Deutschen jährlich an Textilien kaufen. So sind wir nach den USA auf dem zweiten Platz der „Shopper“.

Der sehr interessanter Nachmittag verflog schnell und bei Kaffee und Kuchen wurden viele weitere Fragen erörtert. Vor der Rückfahrt konnten alle nochmal für den guten Zweck im angrenzenden Secondhand-Modeshop stöbern und viele fanden etwas. Zum Schluß waren sich alle einig, dass sie diese gute Sache weiterhin unterstützen wollen und fleißig weiterhin Altkleider spenden.
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2 Kommentare
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Ingeborg Behne aus Barsinghausen | 29.01.2015 | 23:56  
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Marija Jakobovic aus Meitingen | 30.01.2015 | 10:48  
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