Klosterhoffest immer noch top

Seit dem zwölften Klosterhoffest ist Armin Müller aus Ellgau ohne Unterbrechung in Thierhaupten vertreten. Müller bietet Kerbholzschnitzereien an.
 
Zum 32. Male hatte gestern das Klosterhoffest in Thierhaupten die Pforten für Tausende Besucher aus der Region geöffnet.
Thierhaupten: Kloster Thierhaupten | 32. Klosterhoffest Das Angebot von über 80 Kunsthandwerkern und Ausstellern zieht gestern Tausende nach Thierhaupten

Von Claus Braun

Thierhaupten. Nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat das Klosterhoffest auch in seiner 32. Auflage, wie gestern ein starker Besucherzuspruch im ehemaligen Benediktiner-Kloster bei schönsten Sommerwetter gezeigt hat.

Um die Mittagszeit gab es unter den wohltuend schattenspenden Großbäumen im Innenhof des Klosters kaum mehr ein Plätzchen. Das Speisenangebot des verantwortlichen Ausrichters, des Obst- und Gartenbauvereins, lockte zum Mittagstisch. An zehn Schwenkgrills wurde über Buchenholz mit dem Schwenkbraten die Spezialität des Klosterhoffestes überhaupt vor den Augen der Besucher imposant in Szene gesetzt und zubereitet.
Nach einem kühlen Bier, alkoholfreiem Getränk oder einem Stück aus einer schier grenzenlosen Auswahl selbstgebackener Kuchen und Torten machten sich die Besucher natürlich auch auf den Weg durch die vielen schönen Ausstellungsstände.

Besonders die Gartenliebhaber kamen dabei im Innenhof auf ihre Kosten. Eine Baumschule bot so zum Beispiel in voller Blüte stehende Rosen-Halbstämme zum Sonderpreis an. Dazwischen garnierte Edith Almer aus Meitingen ihre „Unikate aus Holz“, die sie unter dem Motto „Holz & Chaos“ den Interessierten zum Kauf anpries! Von Edith Almer stammte auch ein überdimensionaler Thron aus Holz, wo sich den ganzen Tag über nicht nur die Kleinen wie Königin oder König fühlen konnten.

Nicht als König, jedoch als überzeugter Bayer zeigte sich aus dem Kreise der Aussteller Armin Müller aus Ellgau. Auf seinem T-Shirt stand „Bayern ist eine Weltmacht!“ und mit seinem Hobby Kerbschnitzerei und Drechselarbeiten präsentierte er dabei alte, bodenstämmige Handwerksfähigkeiten. Müller gehört übrigens zum „Inventar“ des traditionellen Klosterhoffestes, da er bereits seit der zwölften Auflage ununterbrochen dabei ist. Seine Spezialität sind Gästebücher, deren Vorderseite er durch seine perfektionierte Kerbkunst gestaltet. Neu im Angebot hatte er gestern Edelholz-Füllfederhalter, die nach seinen Worten stark im Kommen sind. Mit den rund 80 € teuren Exponaten liegt er im Trend, da nach seinen Worten sich Artikel besser verkaufen lassen, je teurer und exklusiver sie sind.

Exklusive Kunst aus Stein, Holz und Glaskunst präsentierten vor der farbigen Fassade des Konvent-Baus des Klosters Roswitha und Max Schiereis aus Thierhaupten. Erst vor zwei Jahren haben sie die Bastelkunst für sich entdeckt, und wollen dabei Altes zu Neuem vereinen. Herausgekommen sind dabei Unikate, die gestern erstmals der Öffentlichkeit bei einem Kunsthandwerkermarkt präsentiert wurden und viel Interesse gefunden haben.

Die „Schattenseite“ des Kunsthandwerks konnte man ausgerechnet bei Adolf Bruckbauer, dem 1. Vorsitzenden vom gastgebenden Obst- und Gartenbauverein erfahren. Bei der Bearbeitung eines Apfelstammes für eine beabsichtigte „Elch-Skulptur“ durchtrennte er vor einigen Wochen mit dem Winkelschleifer ein Fingergelenk und eine Sehne. Bruckbauer trägt deswegen eine Schiene mit Verband am gesamten linken Unterarm. Er lies es sich gestern aber nicht nehmen, mit seinen Exponaten und Bildern den Markt zu bereichern, so wie alle Künstler und Aussteller, deren Angebot für die Qualität sehr gelobt wurde und die Reise und Fahrt nach Thierhaupten lohnend gemacht hat.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.