Jahreskonzert des JBO Meitingen

Das Jugendorchester mit ihrem Dirigenten Walter Möckl

Mit dem bekannten „Präludium“ von Marc-Antoine Charpentier eröffnete die Bläsergruppe des Jugendblasorchesters (JBO) Meitingen unter der Leitung von Thomas Schulze das Jahreskonzert in der Turnhalle der Mittelschule Meitingen. Auch mit dem zweiten Stück „Rondeau“ von Jean-Joseph Mouret überzeugten die Musiker durch ihre Spielfreude und sorgten für einen gelungenen und feierlichen Konzertbeginn. Unter großem Beifall wurde die Bläsergruppe verabschiedet und das Blasorchester (BO) betrat die Bühne

Die erste Vorsitzende des JBO Meitingen, Frau Ursula Reißner-Hoffmann, begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste. In ihrer Ansprache bedankte sie sich auch bei den Musikern für die große Ausdauer, die sie bei der Erarbeitung und musikalischen Gestaltung der Werke gezeigt hatten. Als Höhepunkt des zu Ende gehenden Jahres bezeichnete die 1. Vorsitzende die Konzertreise des JBO in die Meitinger Partnergemeinde Pouzauges. Sie beendete ihre Ansprache mit der Aufforderung: „Begleiten Sie uns auf unserer musikalischen Reise durch Frankreich, erfreuen Sie sich an bekannten Melodien französischer Komponisten und genießen Sie die musikalischen Leckerbissen, die Ihnen unser Blasorchester und Jugendblasorchester heute servieren!“

Zu den Werken des ersten Teils gab Franziska Kwoczalla interessante Hintergrund-informationen. Das erste Musikstück, die„Symphonie pour musique militaire“, wurde zur Zeit der Französischen Revolution von Francois Gossec geschrieben. Souverän intonierten die 50 Musiker das wuchtige Werk, das der Komponist nicht für ein Konzert am Hof eines Adligen, sondern für eine Aufführung im Freien geschrieben hatte, damit Bürger aller Bevölkerungsschichten zuhören konnten. Bei der folgenden viersätzigen Suite aus „Carmen“ von Georges Bizet erklangen beliebte Melodien der gleichnamigen Oper. Dabei kam vor allem die große Fingerfertigkeit, mit der das Holzregister musizierte, zur Geltung.

Mit Video-Aufnahmen von der Frankreichfahrt erhielten die Gäste Eindrücke der Reise. Es fiel besonders auf, dass durch die Konzerte im Altersheim und im Behinderten-Wohnheim vielen Menschen eine große Freude bereitet wurde. Auf der Heimreise statteten die Meitinger noch der Stadt Paris einen Besuch ab. Die Highlights waren die Besteigung des Eiffelturms, ein Bummel auf der Champs-Elysées und zum Abschluss eine nächtliche Bootsfahrt auf der Seine. Untermalt wurde der Film mit dem Musette-Walzer aus „Three Aspects“ und der bekannten Melodie „Les Champs Elysees“.

Der stellvertretende Vorsitzende des ASM-Bezirks 15, Herr Bruno Wagner, freute sich, mehrere Musiker des JBO für ihre 10-jährige Zugehörigkeit zum Allgäu-Schwäbischen Musikbund auszeichnen zu dürfen. Eine besondere Ehrenurkunde für seine 40-jährige Mitgliedschaft durfte Dirigent Walter Möckl in Empfang nehmen.

50 Millionen begeisterter Besucher können sich nicht irren. Das dachte sich wohl der Dirigent, als er sich für die „Selections from Les Miserables“ als Konzertstück entschied. Nach einer Romanvorlage von Victor Hugo schrieb Claude-Michel Schönberg dieses Erfolgsmusical, dessen Handlung in den 30-er Jahren des 19. Jahrhunderts in der Stadt Paris spielt. Unter großem Applaus entließ das BO sein Publikum in die Pause. Hierbei hatten die Zuhörer auch die Möglichkeit, die neu gestaltete Musikerzeitung „Allegro“ in Form eines Kalenders zu erwerben.

Nach der Pause eröffnete das Jugendorchester (JO) den zweiten Teil des Abends mit dem „Musikantenmarsch“. Feierlich und mit beachtlicher Souveränität musizierten die jungen Musiker bei „Fanfare und Fuge“ von Anne Mc Ginty. Als letztes Vortragsstück spielte sich das Jugendorchester mit der bekannten „Farandole“ von Georges Bizet in die Herzen der Zuhörer.

Natürlich durfte eine Zugabe nicht fehlen. Die jungen Musiker musizierten den Marsch „Coast Guards“, begleitet vom heftigen Mitklatschen des Publikums. Zugleich marschierten die Musiker des Blasorchesters (BO) zur Bühne vor und spielten gemeinsam mit dem JO das Musikstück zu Ende. Anschließend nahmen die Mitglieder des BO auf der Bühne Platz.

Durch das weitere Programm führte nun Florian Möckl. Dieses Jahr begab er sich verkleidet als Inspektor Clouseau auf die Jagd nach dem größten und wertvollsten Diamanten der Welt, genannt der “Rosarote Panther“. Und das kam so: Während das BO Meitingen gerade unter der musikalischen Leitung von Ulrich Lutter Melodien aus dem Musical „Das Phantom der Oper“ von Andrew Lloyd Webber präsentierte, stahl ein Dieb einer Konzertbesucherin dieses edle Schmuckstück. Inspector Clouseau machte sich zusammen mit dem Publikum auf die Suche nach dem Pink Panther, der, von Simon Guttroff dargestellt, durch die Turnhalle schlich. Das BO untermalte die Jagd nach dem Diamantendieb mit der bekannten Erkennungsmelodie aus „The Pink Panther“ von Henry Mancini. In einem Nachtklub, die JBO-Showband intonierte gerade “There`s no business like show business”, konnte er gerade noch entkommen. Doch im „Schloss Chillon“ (Marsch von Häfeli) gab es für ihn kein Entrinnen mehr. Inspektor Clouseau trieb ihn mit Hilfe seiner herbeigerufenen Helfer, den Mitgliedern des JO, in die Enge und nahm ihn fest. Letztendlich konnte, unter großem Applaus des Publikums, der gestohlene Diamant der sympathischen Besitzerin zurückgegeben werden.
Als Belohnung durften die jungen Helfer mit ihren Instrumenten auf die Bühne kommen und zusammen mit dem BO zum Abschluss der erfolgreichen Jagd das Chanson „La vie en rose“ spielen.

Die von der Inszenierung begeisterten Konzertbesucher bedankten sich für den abwechslungsreichen Abend mit langanhaltendem Beifall und forderten von den beiden Orchestern noch etliche Zugaben.

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