Bundesverdienstkreuz für Montessori-Therapie
Die Montessori-Therapie wurde am Kinderzentrum in München unter Prof. Dr. Hellbrügge entwickelt. Die Kinder wurden hier nach den Grundsätzen von Maria Montessori begleitet.
Unter Federführung der engagierten Pädagogin Lore Anderlik entwickelte sich daraus die Montessori-Therapie, die sich seit 1993 vom Kinderzentrum ausgehend weltweit ausbreitet. Für diese Aufbauarbeit wurde Frau Anderlik nun mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Diese Ehrung hat die Montessori-Therapie ins Bewusstsein der Betroffenen gebracht und hilft, die Wege zur Inklusion weiter bekannt zu machen.
Bisher sind Eltern, die für ihr Kind Montessori-Therapie in Anspruch nehmen wollten, ins Kinderzentrum nach München gefahren. Seit kurzer Zeit gibt es nun auch in Meitingen eine Montessori-Therapie Praxis.
Zur Montessoritherapeutin Anne Hauser kommen vermehrt Kinder, die ganz allgemein Sorgen in der Schule haben. Die montessorische Haltung, das didaktische Montessorimaterial, die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Einbeziehung der Eltern ist für diese Kinder eine große Hilfe.
Immer mehr Familien von Kindern mit genetischen Besonderheiten wollen ihre Kinder zu einem normalen Leben in einer normalen Gesellschaft erziehen. Montessori-Therapie begleitet bei diesem Paradigmenwechsel.
So ist die Freude groß über ein Mädchen mit Trisomie 21, das erfolgreich die Mittelschule besucht – ohne irgendwelche Lernzieldifferenzierungen; über junge Männer, die schon längst nicht mehr schulpflichtig sind und nun das nachholen, was ihnen die Schule zur individuellen Lebensbewältigung versagte; über Kinder, die voll Begeisterung die sensiblen Phasen nützen und sowohl in der Schule, im Kindergarten und auch zu Hause arbeiten wollen, und dies auch wirklich so formulieren.
Es zeigen sich Möglichkeiten, wo überall auf dieser Basis segensreich gearbeitet werden kann – Einsatzgebiete, die weit über die Vorstellungen des Kinderzentrums in München, wo diese Therapieform 1993 entwickelt und seither eingesetzt wird, hinausgehen.


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