Unser Herr kommt! - 3 gute Vorsätze für das neue Jahr

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Nachdem das Krippenspiel mit Bravour gemeistert wurde, warten sie auf das Christkind, das es endlich kommt mit seinen Gaben. Mit so strahlenden Augen und erwartungsvollem Herzen - wär das nicht was als Lebenshaltung?

Liebe Freundin, lieber Freund,
erwartest Du das Kommen unseres Herrn und Heilands?

Oder hast Du die Hoffnung schon aufgegeben?
Sei ehrlich!
Es kann einem schon schwer werden, denn nun seit bald 2000 Jahren verkünden es ja die Freudenboten Gottes, das der Herr kommt. Doch wann kommt er? Wir wissen weder Ort noch Stunde. Der Herr kommt wie ein Dieb in der Nacht, d.h. für uns völlig überraschend. Doch das Gute ist, dass er unsere menschlichen Dunkelheiten erhellen wird - nicht erst am Ende unseres Lebens, sondern immer dann, wenn wir Spuren seiner Gegenwart in unserem Leben spüren können.

Ich würde mich freuen,
wenn Du mit der Erwartung unseres Herrn und Heilands Ernst machen würdest,
wenn Du ihn wirklich erwarten würdest.
Das würde Dein Leben verändern.
Ganz andere Tugenden würden Dein Leben prägen. Allein durch die Erwartung auf den Herrn und Heiland kämen drei ganz neue Tugenden dazu.

Erstens das Warten.
Eine Tugend, die unsere Zeit verlernt hat. Alles hetzt und rast und hechelt durch die Gegend. Jeder hat Angst, irgendetwas im Leben zu verpassen. Und dann verpassen sie allzu oft ihr eigenes, wirkliches Leben. Sie laufen vor ihm davon von einem Konsum zum nächsten.
Ora et labora - arbeite und bete. So sagten schon die Mönche. Das Gleichmaß von Arbeiten und Ruhen, Anspannung und Entspannung ist nötig, damit wir gesund bleiben an Leib und Seele. Und beides hat dasselbe Gewicht. Nur so nehme ich mein Leben in den Blick, scheide Wesentliches von Unwesentlichem. Nur so kann ich mich auf die wahre Mitte meines Lebens hin ausrichten. Ich muß also nicht mehr tun und machen, damit der Herr zu mir kommt, sondern eben gerade weniger. Ich darf wieder warten lernen. Das Wartenkönnen und das Sich-Gedulden sind eben schon immer Kardinaltugenden des Christentums. Ohne Haltepunkte, Ruhepunkte, Fixpunkte in meinem Leben verliere ich die Tiefe und Weite meines Lebens, meine Zuversicht. Und Wartenlernen kostet viel Energie. Ich erfahre es am eigenen Leib oft selbst genung. Doch wenn ich Warten lerne, kann sich in mir auch Neues entwickeln. Ich erwarte, dass Christus kommt. Ihm überlasse ich es. Von ihm erwarte ich alles. Und wenn ich das Risiko des Wartens auf mich nehme - mehr erwartet Gott nicht von mir, wenn ich das Warten meines Herrn und Heilands hoffe, dann ist diesem meinem Warten von Gott folgendes versprochen: Die Spuren seines Kommens kann ich in meinem Leben jetzt schon sehen.

Zweitens das Wachsein.
Dazu gehört den rechten Augenblick wahrzunehmen und auszunutzen. Gerade wenn es um mich herum dunkel und finster ist, sollte ich hellwach sein. Diese Nacht steht natürlich für all die Dunkelheiten unseres menschlichen Lebens. Zur Zeit fallen mir natürlich die Hirten auf dem Felde ein aus dem Weihnachtsevangelium. Wach genug waren sie, um die Worte des Weihnachtsengels zu hören, ihr zu trauen und sich auf den Weg zur Krippe zu machen. Wach, alle Sinne gespitzt, nicht nur die Ohren, ganz sensibel, voller Aufmerksamkeit soll ich auf die Zeichen Gottes um mich herum werden. Dann begegnet mir Gott in dem Menschen, der um meine Hilfe bittet. “Was ihr einem unter diesen Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan.”
Wagen wir Vertrauen und riskieren wir dabei Verletzung, damit Liebe unter uns Wirklichkeit unter uns werden kann, dann wird unser Leben schon ein wenig erleuchtet durch den Glanz des himmlischen Festes.

Drittens das Bereitsein.
Seid bereit, denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr es überhaupt nicht denkt. Ganz überraschend und unerwartet kommt er, unser Herr und Heiland Jesus Christ. Ich kann sein Kommen nicht berechnen. Was heißt das für jeden einzelnen von uns? Unser Auftrag ist: “Verlerne in Deinem Leben nicht das Staunen! Lass Dich immer wieder überraschen, dann wird Dir Gott in Deinem Leben begegnen. Das hat Dir versprochen. Und was er verspricht, das hält er auch.”

Also wie ist es? Was machst Du?

Was wünsche ich uns im neuen Jahr?
Mögen wir das neue Jahr nicht mit einem Herz voller Sorgen betreten,
sondern mögen wir im neuen Jahr immer wieder erleben,
wie Gottes Zukunft immer wieder schon jetzt mitten uns Wirklichkeit wird.
Mögen wir weiterhin auf der Kommen unseres Herrn und Heilands warten.
Mögen wir mit offenen Ohren und Ohren und wachem Herzen unsere Welt mitgestalten
Und mögen wir bereit sein, wenn Gott uns mitten im Leben begegnen will.

Dir, liebe Freundin, lieber Freund,
ein Leben mit stets positiv gestimmtem Herzen und
voller positiver Erwartungen, weil unser Herr kommt.
Sei von guten Mächten wunderbar umgeben, behütet und getröstet wunderbar jetzt und auch im neuen Jahr 2009:
Gott segne Dich! Mach es gut!

Dein Pfarrer Markus C. Maiwald aus Meitingen

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Heidi K. aus Schongau am 31.12.2008 um 16:44 Uhr  
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Wolfgang Jenke aus Seelze am 27.06.2009 um 12:04 Uhr  
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