Margot Käßmann, bleib!
Verehrte EKD-Ratsvorsitzende und Bischöfin Margot Käßmann,
bleib!
Wir sind alles Menschen mit Fehlern und Schwächen,
die der Vergebung Gottes bedürfen,
auch wenn es gerade sehr wehtut,
wie die Medien und viele andere Sie,
verehrte Bischöfin Margot Käßmann, kreuzigen!
Ich rufe ihnen, den Medien, wie Jesus entgegen:
Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.
Also:
Verehrte EKD-Ratsvorsitzende und Bischöfin Margot Käßmann, bleib!
Unsere Kirche und unsere EKD braucht Sie.
Schmeißen Sie nicht das Handtuch!
Sie leisten eine gute Arbeit und
wollen noch viele gute Ideen umsetzen.
Bleiben Sie am Ball!
Ihnen eine behütete Zeit: Machen Sie es gut!
Ihr Pfarrer Markus Maiwald aus Meitingen
1. PS: Ich sage es mir als Pfarrer oft selber zu, was mir der Psalmbeter empfiehlt, nämlich Gott sei mir Sünder gnädig. Wir Evangelischen wünschen uns das ja in jedem Gottesdienst. Oder wie es der Beter in Psalm 6, Vers 3 betet: "Herr, sei mir gnädig, denn ich bin schwach; heile mich, denn meine Gebeine sind erschrocken.
2. Man kann das verschieden sehen.
2.1. Was ist passiert?
Eine Bischöfin überfuhr eine rote Ampel und wurde mit 1,54 Promille gestoppt. Sie ist ihren Führerschein los und sie erwartet eine hohe Geldstrafe. Bei mir wären 1,54 Promille vermutlich drei Gläser Wein, aber es hängt auch ein wenig davon ab, wie fit ich zur Zeit bin. Bin ich ziemlich ausgepowert, dann reichen vermutlich schon zwei Gläser Wein, doch mein Gewicht dürfte Frau Käßmann´s Gewicht wesentlich übersteigen. Klar sollte man oder auch frau nicht mit Alkohol ans Steuer gehen. Ich denke, Frau Bischöfin Margot Käßmann hat ihren Pegel vermutlich falsch eingeschätzt, denn sie selbst sprach von einem Glas Wein, was ich einer Frau Bischöfin auch abnehmen.
2.2. Was passiert jetzt?
Nach der inneren Mediengesetzgebung brauchen die Medien immer wieder, auf gut Bairisch gesprochen, eine "Sau, die durchs Dorf getrieben wird." Entschuldigen, Frau Bischöfin, die derbe Sprache, aber wir Bayern drücken uns manchmal recht derb aus. Und dem nach Sensationen geifernden Mob wurde wieder ein gefundenes Fressen vorgeworfen. Und es ist ja auch eine Schlagzeile wert: "Trunkenheitsfahrt einer Bischöfin" Doch was ist passiert? Es kam niemand durch diese Trunkenheitsfahrt zu Schaden. Wie vielen Menschen wurde im vergangenen Jahr deswegen der Führerschein entzogen. Juristisch wird sie bestraft und mental ist sie jetzt genug gestraft. Also:
3. PS: Verehrte Bischöfin und EKD-Ratsvorsitzende
Margot Käßmann, bleib!
Es gibt wahrlich schlimmeres, für das es sich "lohnt", jemanden in der Luft zu zerreißen.
Die Medien sollten lieber mal andere Themen so aufbauschen, da täten sie ein besseres Werk.
Anklage, Selbstkasteiung, zu Kreuze kriechen, in den Staub werfen, das hat Frau Käßmann schon getan...
Ich kann nur zitieren:
Wer ohne Sünde ist werfe den 1. Stein.
"In einer am Dienstagabend in einer Telefonkonferenz abgestimmten Erklärung sprechen die 14 Mitglieder der Bischöfin „einmütig“ ihr Vertrauen aus."
Lieber Markus,
ich möchte auch, dass sie bleibt!
Klar, ein gutes Vorbild ist das nicht - gerade auch für die Jugend ... Fragt sich, warum sie bei dem Alkohol-Wert überhaupt noch fahren konnte - Gewohnheit???
Es menschelt sehr ... - was steckt alles noch dahinter?!?
Vielleicht ganz gut, dass es angesprochen wird?!!
LG,
Kirsten
Ich bin auch dafür, das Frau Käßmann bleiben soll, gerade weil sie aus meiner Region Hannover kommt. Sie ist glaube damit genug bestraft worden, das sie ihren Lappen los ist und eine Geldstrafe zahlen muss. Dadurch noch ihren Job verlieren, das geht einfach zu weit.
Markus, herzlichen Dank, Du hast mir aus der Seele gesprochen!
Gott sei Dank ist bei der "Alkofahrt" der Bischöfin kein Mensch zu Schaden gekommen, sonst wäre es noch schwerer, ihr Fehlverhalten zu entschuldigen!
Ich finde, sie soll einfach die gleiche Strafe bekommen, wie jeder andere, der sowas unvernünftiges und fahrlässiges tut.
Fertig und aus, nicht mehr und nicht weniger.
Sie hat mit dem daraus resultierendem Imagekratzer weiß Gott eine schwierige Situation. Es ist halt traurig, wenn Vorbildern solche Dinge "passieren".
Trotzdem nicht Grund genug, dass sie diese Berufung aufgeben muss/sollte.
@axel: es wird schwer genug -- denn es gibt (besonders in der EKD-Ebene) nicht zu wenig Stimmen, die schon ein Problem mit der Frau als Solcher nicht einverstanden waren, dann noch "geschieden",... sie suchen geradezu nach Ansätzen sich stänkernd durch zu setzen.
Das "Problem" im Blick auf dieses Thema ist nicht der Person, sondern ganz schlicht und einfach uns super dünne Moraldecke im Land und die letzte Bastion "Kirche" muss für alle aufgegebenen Positionen noch eine rote Laterne (das Schlusslicht) vor sich her tragen. Gewisser Maßen als Rettungsanker der Erinnerung und nun bröselt es da auch...
Wir haben schon eine Bischöfin in Hannover, mit der wir Kirche machen können und sie ist eben auch nur eine Menschin und ich wünsche mir, dass wir sie genauso wie einen Menschen in unserer Nachbarschaft und Freundschaft behandeln. - auch im Blick auf die juristischen Folgen! Denn Klarheit muss auch im Amt sein!
-- Dennoch wird sie es als Frau in diesem Amt jetzt noch schwerer haben, wenn der Alltag fortgesetzt wird.
Vorbild kann Sie auch sein, "damit" umzugehen - denn auch dafür werden wir in Zukunft viele Vorbilder benötigen! DRINGEND!
wir sind alles kleine Sünderlein weil wir Menschen sind. Nur Gott ist ohne Fehler.
Im Kloster haben wir gelernt: Fehler darf man machen, man muss sich danach allerdings im Klaren sein, dass man diese Fehler nicht wiederholt und an sich arbeitet.
Wenn Jesus damals so reagiert hätte wie unsere Medien auf diese Verfehlung, gäbe es heute kein Christentum, dessen Stützen Nächstenliebe und Vegebung sind.
Frau Käßmann ist kein Roboter und nicht Gott, sondern nur ein Mensch. Uns allen können Fehler passieren. Da sollte keiner von uns so darüber erhaben sein.
Ich denke auch, dass die letzten Monate für sie nicht leicht waren.
Und ich glaube nicht, dass sie es gewohnt ist Wein zu trinken.
Gerade wenn man etwas dünnhäutig ist, ist man leichter angeschlagen. Sie ist in dieser Situation wahrlich gestraft genug.
Aber ich denke auch, das diese Art "Selbsterfahrung" hilfreich und lehrreich sein können in ihrem weiteren Leben.
soeben die Nachricht im BR, dass Frau Käßmann zurück tritt.
Schade, jeder Mensch macht einmal einen Fehler.
Habe ich auch gerade gehört.
Andere waren stärker.
Um ihr Gesicht einigermaßen zu wahren blieb ihr sicher keine andere Wahl. Schade!
Schade! Wir Frauen sollten nicht so schnell das Handtuch werfen.
Liebe Frau Käßmann Sie haben keine Veranlassung wegen solch einem "menschlichen Faux pas" Ihr Amt aufzugeben. Viele Gläubige hatten zu lange auf einen Menschen wie Sie gewartet. Sie sind noch immer und jetzt vielleicht noch mehr als zuvor "Das Gesicht in der Menge". Bitte wägen Sie ab, für wen Sie das tun und wen und wie viele alleine lassen. Letztere mit Sicherheit eine - dann - unglückliche Mehrheit.
Ihre Arbeit für den Glauben ist höher zu werten als ein derart lächerlicher weltliche Fehltritt.
Auch wenn Menschen Ihnen dieses Amt irgendwann zuteilten, aber Gott hat es gewollt!
All die jetzigen Geschehnisse sind nur eine Prüfung.
Meine Meinung:
Ich denke, das war ein "Dämpfer" zur rechten Zeit. Sie soll sich jetzt zu diesem Fehler stellen und weiter machen. Keiner ist frei davon.
Und die schreiende Masse der "Sündlosen" und "Sensationsgierigen" sollte jetzt anfangen sich um wichtige Dinge und eigene Aufgaben zu kümmern...
Meiner Meinung nach ist das alles überhaupt nur passiert, weil sie wahrscheinlich überfordert war durch die massiven Angriffe der letzten Wochen in Bezug auf ihre Weihnachtspredigt.
Markus,
Dein Aufruf verhallte ungehört...Frau Bischöfin Käßmann hat die Brocken hingeschmissen...
Der Rücktritt - schade. Und - wie ich finde - unverhältnismäßig.
Ebenso wie die Kritik an den Medien. Diese haben Frau Käßmann keineswegs gekreuzigt - wer sich als moralische Instanz sieht wird wahrlich daran gemessen...
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518...
Bemerkenswert dabei wie sich die Beiträge in myheimat.de und vor allem die jeweiligen Kommentare dazu parallel - also nicht mit- sondern nebeneinander entwickeln.
Es geht aber auch nicht darum daß nichts weiter passiert ist - sondern daß Frau Käßmann sich und andere mit ihrem - selber gegenteilig propagierten - Verhalten gefährdet hat.
Dennoch - wieweit sind öffentliche Erklärungen und interne Vorgänge auseinander? Frau Käßmann hatte (und hat) auch aufgrund ihrer Einstellungen - und natürlich weil ihre Wahl "unbiblisch" gewesen sei (auch die "Notsynode sollte dabei nicht vergessen sein...) - auch zahlreiche Gegner.
War ihr Rücktritt wirklich so ganz ihre Entscheidung? Wer kommt danach?
Ich hoffe daß Frau Käßmann an der Basis weiter ihre Arbeit für die Menschen tut, und das ist die Hauptsache.
> "Es geht aber auch nicht darum daß nichts weiter passiert ist - sondern daß Frau Käßmann sich und andere mit ihrem - selber gegenteilig propagierten - Verhalten gefährdet hat"
Eben!
Und viele derer, die einen Mann, Banker, Unionspolitiker, der stinkbesoffen gemeingefährlich in seinem Luxushobel durch die Straßen gebrettert wäre, in Grund und Boden verdammt hätten, verniedlichen nun eine solche miese Straftat, nur weil es eine Frau, Bischöfin, Christin im kirchlichen Luxushobel verübt hat.
> "Ich hoffe daß Frau Käßmann an der Basis weiter ihre Arbeit für die Menschen tut"
Aufhören, besoffen Auto zu fahren, wäre schon mal ein Segen für ihre Mitmenschen.
Andreas, mit Verlaub - Du haust völlig daneben - Du reduzierst diese Frau auf einen einzigen Abend - ich habe Dich für intelligenter gehalten.
Aber jeder macht mal einen Fehler...
> "Du reduzierst diese Frau auf einen einzigen Abend"
Nö, ich reduziere die Tat auf die Tat und bin nur gegen diese Weichspülerei der Tat, nur weil der Täter Christ, Frau, Bischof und Käßmann ist.
Was die Frau und ihren Job betrifft, sollen das andere entscheiden - ich hab da eh nichts zu sagen. Dass manche es widersprüchlich fänden, wenn sie bliebe, kann ich aber nachvollziehen.
Ich bin sehr traurig, dass Frau Käßmann geht, verstehe aber auch ihre Begründung. Schade, sie hat uns Frauen doch viel Hoffnung gegeben.
Aber sie hat auch sehr hohe moralische Prinzipien und bleibt sich natürlich treu, wenn sie aus diesem einmaligen Fehlverhalten die Konsequenzen zieht und ihre Ämter zur Verfügung stellt.
Denn sind wir mal ehrlich, sollte sie jemals wieder eine kritische Äußerung, egal zu welchem Thema machen, wird sie immer auf ihren Fehltritt reduziert.
Ich bin voll Hochachtung vor so einer großen menschlichen Leistung, speziell weil sie es als Frau in dieser Männergesellschaft doch noch erheblich schwerer hat als ihre männlichen Kollegen.
Ich persönlich wünsche ihr Kraft, denn sie kann nicht tiefer fallen als in Gottes Hand, der sie auffangen wird und auch wieder aufrichtet. Er wird sie an die Stelle im Leben stellen, die er für sie vorgesehen hat.
Ich wünsche ihr alles erdenklich Gute.
Ich habe lange gehofft, dass Margot Käßmann als Bischöfin und EKD-Vorsitzende bleibt. Sicher, es ist nicht gut, nach einem solchen Alkoholgenuss sich hinter das Steuer eines Autos zu setze ...
Und gerade - als ich im Auto saß - habe ich die Pressekonferenz von Margot Käßmann gehört; ihre ehrlichen Worte, denen ich den Rücktritt von all ihren Ämtern entnehmen musste.
Margot Käßmann ist für mich eine starke Frau mit großer Persönlichkeit und sie hat 'frischen Wind' in die Kirche gebracht, den wir heute so sehr brauchen.
Ich wünsche ihr alle Kraft der Welt, ihren Glauben zu leben und sich für ihre Ziele einzusetzen.
Unser Land braucht Frauen wie Margot Käßmann !!!
Ich bedauere es zutiefst, daß Margot Käßmann zurückgetreten ist, kann es aber verstehen, weil vorher diese "Hatz" kein Ende gehabt hätte, die Medien hätten bei jeder Gelegenheit (sogar mit Untertiteln: 2010 bei rot, unter Alkoholeinfluß über die Ampel gefahren) mit dem Finger auf sie gezeigt. Für sie ist es so schon schlimm genug. Sie hat bestimmt für sich den richtigen Weg gewählt!!!
Leider ist sie bereits zurückgetreten.
@Uta Kubik-Ritter
"eine starke Frau mit großer Persönlichkeit"
ist sich treu geblieben, geht mit erhobenen Hauptes und gewinnt an Ansehen.
@Beate Maiwald
"Unser Land braucht Frauen wie Margot Käßmann" und keine
Ministerpräsidenten, die sich als ahnungsloses Opfer hinstellen und, um sich aus einer Sponsoring-Affäre ihrem Generalsekretär die Verantwortung zuschieben.
@Lisa Gutekunst
"Ich bedauere es zutiefst, daß Margot Käßmann zurückgetreten ist" und viel zu oft Skrupellosen den Platz freimachen.
@ Rolf,
das habe ich auch gedacht, als ich ihre großartige Rücktrittsmeldung im Radio gehört habe ...
An Ihr sollte sich die andere Konfession ein Beispiel nehmen, wenn es um das zugefügte Leid an Kindern geht, die ein Leben lang darunter leiden müssen.
Ärger hätte / hat sie eh bekommen, was ihre Posten betrifft. Insofern ist der Rücktritt nicht grad beeindruckend.
Mir persönlich wäre etwas mehr Ehrlichkeit und Reue lieber gewesen.
Mal für die Käßmann-Fans: http://www.myheimat.de/meitingen/freizeit/nachdenk...
Die arme Margot ... aber Euer aller Mitleid wird sie schon wieder aufbauen.
Obwohl - hat sie's nötig, bemitleidet zu werden?
Ihr Job als Pastor - oh pardon, als Pastorin der hannöverschen Landeskirche bleibt ihr doch erhalten. Unser Nachbar dagegen, als popeliger Mitarbeiter einer Auslieferungsfirma, hat wegen einer Trunkenheitsfahrt (ohne Unfall) mit NUR 1,2 Promille seine Fahrerlaubnis entzogen, reelle Punkte in Flensburg und eine saftige Geldstrafe bekommen. Gleichzeitig verlor ER seine Arbeitsstelle und damit sein Erwerbseinkommen. Eine neue Arbeitsstelle steht in den Sternen, denn welche Firma stellt jemanden als Kraftfahrer ein - selbst wenn er seinen Lappen wiederbekommen sollte - der seinen Füherschein durch "besoffen fahren" eingebüßt hat. Für diese Familie ist Hartz IV angesagt.
Eine solche "Prüfung" wird der Herr seiner treuen und aufrechten Dienerin Margot ganz bestimmt nicht auch noch auferlegen.
Wie tröstlich ist es außerdem, dass nicht vergessen wird, zur Entschuldigung
der Margot Käßmann immer wieder ihre "überstandene Scheidung und Krebserkrankung" ins Feld zu führen.
Übrigens - ein so großes Weinglas, nach dessen Leerung Mensch mit 1,54 Promille Blutalkoholgehalt protzen kann, habe ich noch nirgendwo entdecken können - es sei denn, der Kelch der Margot Käßmann wäre mit hochprozentigem Destillat gefüllt gewesen. Ich denke aber nicht, dass Frau Käßmann schon soweit hin ist, dass sie Fusel aus Weingläsern trinkt.
Jetzt muß ich mir aber erst ein neues Taschentuch holen, denn das Schicksal der Frau Käßmann hat mich doch glatt zum heulen gebracht.
Es gibt genug Leute deren Job nicht am Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis hängt wie bei Frau Käßmann und die auch während der auferlegten Zwangspause weitermachen wie bisher - sollen die nun auch entlassen werden?
Ich habe früher auch mal über die Stränge geschlagen - aber das ist lange vorbei. Und wer als Berufskraftfahrer (und zu denen gehörte ich auch mal) sich besoffen hinters Steuer setzt hat definitiv den falschen Job! Einerseits Frau Käßmann vorzuwerfen sie hätte mit ihrer Trunkenheitsfahrt andere gefährdet - aber das Schicksal eines Berufskraftfahrers (der meist noch weit größere und schwerere Geräte durch die Gegend kutscht) hier dermaßen gegen sie zu instrumentalisieren (wäre er wirklich gut hätte die Firma eine andere Regelung gefunden als eine Entlassung) ist einfach nur mies, selbstgerecht und ätzend.
Nun, Ewald - Du bist dafür bekannt über alles und jeden mit einem großen Maß an Häme herzuziehen - hier übertriffst Du Dich mal wieder selber.....
@ Ewald EDEN: nichts gegen Glosse - ist auch ganz OK -- aber ein wenig mehr Fakten-wissen solltest du schon mitbringen.
Nach meinem Kenntnisstand reichen drei Gläser (Schoppen) Wein aus, um bei einem Leichtgewicht und der Körpergröße 170cm den Pegel 1,5 über Ebbe herzustellen...
(Diese Information stellte uns Lesenden am Mittwoch die HAZ unaufgefordert ins Blatt)
bei Jever und Becks musst Du die Flut schon etwas höher anschwellen lassen, wenn ich zu falsch liege - 5x 0,3L Aber wie sagt man in Hochwassergebieten (auch Hannover gehört dazu!): das ist doch noch kein Alkohol!
Als berufe Dich nicht auf Deine zu kleinen Schoppen Wein, bei der nächsten Alk-Kontrolle am Straßenrand.
Frau Käßmann erhält im Blick auf ihren Schritt, wirklich derartige Konsequenzen aus dem Fehlverhalten zu ziehen, meinen vollen Respekt.
Da man sich in unserem ja lieber auf Häme und Prunk zurück zieht und nicht auf Selbst-Einsicht - gehe ich nicht mehr davon aus, dass sie als Vorbild dienen wird. Wr im Bundestag erkennbar angetrunkene MdB am Rednerpult aushält,... wer bei den Schützen- und Wein- und sonstigen alk-seeligen Festen es als mannhaft beschreibt, dass 14jähriger spätestens dann sein ersten Vollrausch gehabt haben muss (O-Ton: "irgendwann muss man das doch lernen!")...
Was wirst Du, Mensch, das nächste Mal tun, wenn Du neben Dir den/die PKW-Lenker/in sitzen hast und weißt, hier ist eigentlich eine Hinderung am Abfahren angesagt. -- WAs wirst Du tun, wenn Du schon beim ersten Glas Bier, an Dein Auto vor der Tür denkst, ("Ist doch nur ein kurzer Weg, bis nach Hause! Da passiert schon nichts!")
An wie vielen Arbeitsplätzen steht der flüssige Tröster und Stark-Macher immer griffbereit und es wurden unter dem Einfluss von Alk schon haarsträubende Entscheidungen getroffen und Handgriffe getätigt -- und zu Glück wurdest Du nicht erwischt.
Und wenn doch, Rechtsanwalt, Gutachten, genötigte Zeugen...
Dann aber die Kraft aufbringen und sagen, ich darf an diesem Posten, an dieser Stelle nicht weiter machen, ich bin nicht nur für mich sondern auch für andere eine Gefahr.
Die Sache mit der Glaubwürdigkeit spielt in unserem Land doch gar keine Rolle mehr - nicht einmal im Entferntesten. Und darum meine Hochachtung! Und ich wünsche mir für unsere Gesellschaft un wesentlich ärgerlicheren Rechtsverstoß-Fällen wenigstens einer nachvollziehbare Einsicht - An Rücktritt und Aufgabe von Karriere-Positionen mag ich gar nicht mehr denken, das wäre ja schon die moralische Revolte in unserem Land!
Hier übrigens der Wortlaut der Erklärung von Frau Dr. Kaßmann:
....................................................................................................................
Erklärung der Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann
Am vergangenen Samstagabend habe ich einen schweren Fehler gemacht, den ich zutiefst bereue. Aber auch wenn ich ihn bereue, und mir alle Vorwürfe, die in dieser Situation berechtigterweise zu machen sind, immer wieder selbst gemacht habe, kann und will ich nicht darüber hinweg sehen, dass das Amt und meine Autorität als Landesbischöfin sowie als Ratsvorsitzende beschädigt sind. Die Freiheit, ethische und politische Herausforderungen zu benennen und zu beurteilen, hätte ich in Zukunft nicht mehr so wie ich sie hatte. Die harsche
Kritik etwa an einem Predigtzitat wie „Nichts ist gut in Afghanistan“ ist nur durchzuhalten, wenn persönliche Überzeugungskraft uneingeschränkt anerkannt wird.
Einer meiner Ratgeber hat mir gestern ein Wort von Jesus Sirach mit auf den Weg gegeben: „Bleibe bei dem, was dir dein Herz rät“ (37,17). Und mein Herz sagt mir ganz klar: Ich kann nicht mit der notwendigen Autorität im Amt bleiben. So manches, was ich lese, ist mit der Würde dieses Amtes nicht vereinbar. Aber mir geht es neben dem Amt auch um Respekt und Achtung vor mir selbst und um meine Gradlinigkeit, die mir viel bedeutet.
Hiermit erkläre ich, dass ich mit sofortiger Wirkung von allen meinen kirchlichen Ämtern zurücktrete. Ich war mehr als 10 Jahre mit Leib und Seele Bischöfin und habe all meine Kraft in diese Aufgabe gegeben. Ich bleibe Pastorin der hannoverschen Landeskirche. Ich habe 25 Jahre nach meiner Ordination vielfältige Erfahrungen gesammelt, die ich gern an anderer Stelle einbringen werde.
Es tut mir Leid, dass ich viele enttäusche, die mich gebeten haben, im Amt zu bleiben, ja die mich vertrauensvoll in diese Ämter gewählt haben. Ich danke allen Menschen, die mich so wunderbar getragen und gestützt haben, für alle Grüße und Blumen, die meiner Seele sehr gut getan haben in diesen Tagen. Dem Rat der EKD danke ich sehr, dass er mir gestern Abend deutlich sein Vertrauen ausgesprochen hat.
Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der hannoverschen Landeskirche und in der EKD, die mich haupt- und ehrenamtlich unterstützt haben. Insbesondere danke ich meinem engsten Team, das mir in manchem Sturm die Treue gehalten hat. Ich danke allen Freundinnen und Freunden, allen guten Ratgebern. Und ich danke meinen vier Töchtern, dass sie meine
Entscheidung so klar und deutlich mittragen und heute hier sind.
Zuletzt: Ich weiß aus vorangegangenen Krisen: Du kannst nie tiefer fallen als in Gottes Hand. Für diese Glaubensüberzeugung bin ich auch heute dankbar.
Dr. Margot Käßmann, 24. Februar 2010
Danke, Christel und all Ihr auch selber ganz Erschrockenen und Enttäuschten!
Zurücktreten ,das ist das einzig richtige was zu tun war,das war bestimmt nicht die erste alkoholfahrt,nur das sie jetzt erwischt wurde.Sie hat mit diesem tun menschenleben in gefahr gebracht(bei rot über eine kreuzung),und das als angebliches vorbild ,auch für unsere jugend. Das ist durch nichts zu entschuldigen.
> "Ich kann nicht mit der notwendigen Autorität im Amt bleiben. So manches, was ich lese, ist mit der Würde dieses Amtes nicht vereinbar"
Sie ging also nicht wegen ihrer eigenen Missetat, sondern wegen dem, was sie las?! Interessant.
Und Respekt?! Wenn jemand in einer solchen Position mit einem solchen moralischen Anspruch eine solche Tat begeht, ist der Rücktritt eine Selbstverständlichkeit (allein schon um Schaden vom Dienstherren abzuwenden) und nichts, für das man Respekt aufbringen müsste.







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