Kommunionkinder mit Herz

Foto: Timo Freund

Großer Festtag für 37 Kinder aus der Pfarrgemeinde St. Georg Westendorf



Westendorf

Am Weißen Sonntag, dem traditionellen Tag für die Erstkommunion, waren 37 Kinder aus Westendorf, Ostendorf, Kühlenthal und Waltershofen an den Tisch des Herrn geladen und empfingen zum ersten Mal die Heilige Kommunion.

In den vergangenen Wochen hatten sich die Erstkommunikanten in Gruppenstunden und Weggottesdiensten unter dem Motto „Unser Weg mit Jesus“ auf den großen Tag vorbereitet. Organisiert wurden diese Zusammentreffen von einem Team aus vier Frauen, die sich ehrenamtlich für die Kommunionkinder engagieren. Unterstützt wurde das Team von Kommunionmüttern und einem Kommunionvater, die in mehreren Gruppen die Kinder auf das bedeutende Ereignis vorbereiteten.

Festlicher Zug zur Kirche

Auf dem Weg zur Kirche wurden die Jungen und Mädchen zusammen mit Pfarrer Andreas Jall und den Ministranten von der Musikkapelle Westendorf begleitet, bevor sie in die festlich geschmückte Pfarrkirche einzogen.

Keine "Fledermauschristen" sein

In seiner Predigt griff Jall ein Wort von Papst Franziskus auf, wonach sich manche Christen fürchten, anstatt sich an der Auferstehung Jesu zu freuen. Menschen, die als Christen leben, sollen demnach keine „Christlichen Fledermäuse“ sein, die Dunkelheit und Schatten mehr lieben als das Licht und das Licht der Freude sogar scheuen.
In einem Predigtgespräch mit den Kindern betonte Jall zudem, dass es wichtig sei, kein „Fledermauschrist“ zu sein, der „nur mal schnell reinflattert und dann wieder weg ist“. Vielmehr solle man auf dem Weg mit Jesus bleiben.
Im Anschluss wurden die Fürbitten von den Kommunionkindern vorgetragen, bevor sie Brot und Wein zur Gabenbereitung zum Altar brachten. Dann waren die Mädchen und Jungen zum ersten Mal Gast am Tisch des Herrn und durften den Leib Christi empfangen.
Der feierliche Gottesdienst wurde von Julia Schmid und ihrem Chor mit rhythmischen Liedern musikalisch umrahmt.

Geschenk für jedes Kommunionkind

Am Nachmittag fand eine Dankandacht statt, in der sowohl moderne Lieder als auch klassische Kirchenlieder aus dem neuen Gotteslob gesungen wurden. Zur Erinnerung an diesen Tag bekam jedes Kind ein Messingkreuz, das ein Geschenk der Pfarrei ist und in der Andacht gesegnet wurde.

Kommunionkinder mit Herz

Besonders schön war es, dass die Kommunionkinder an ihrem Festtag nicht nur an sich selbst, sondern auch an andere Kinder dachten. Für eine Grundschule in Afrika – in der Gegend, in der Jall – damals noch als Kaplan – als Zivildienstleistender in einer Maristenmissionsstation tätig war, spendeten sie die stolze Summe von 658,71 Euro. Als die Erstkommunikanten dann auf die Risse in der Decke der Pfarrkirche aufmerksam wurden, legten sie noch mal zusammen und steuerten 118,05 Euro zur Kirchenrenovierung bei.
Die Oberministranten von St. Georg Westendorf informierten die Kommunionkinder nach der Andacht über die Aufgaben und die gemeinsamen Aktionen der Ministranten und luden herzlich dazu ein, diesen Dienst ebenfalls anzutreten und Teil der großen Ministranten-Gemeinschaft zu werden.

Dankgottesdienst und gemeinsames Frühstück

Zwei Tage später traf man sich zu einem feierlichen Dankgottesdienst in der Pfarrkirche. Im Anschluss daran gab es ein gemeinsames Frühstück im Pfarrheim, zu dem die Kinder, die an diesem Tag schulfrei hatten, und ihre Begleitpersonen von den Damen des Frauenbundes eingeladen waren.
In geselliger Runde und mit gemeinsamen Spielen ließ man den Vormittag ausklingen.
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myheimat-Regionalmagazin meitinger | Erschienen am 07.06.2014
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