Ein „Taufkleid“ für den Diakon

Bild: Oliver Schneider
 

Bernd Rochna predigt zum ersten Mal in seiner Heimatkirche



Westendorf Mit großer Spannung saßen die zahlreichen Besucher in der Pfarrkirche St. Georg, um die erste Predigt des frischgeweihten Diakons Bernd Rochna zu erleben. Und sie hatten ihr Kommen nicht bereut. „Wie ein Fels in der Brandung stand er am Ambo“, so ein Gottesdienstbesucher und fügte mit einem Schmunzeln hinzu „als hätte er noch nie etwas anderes gemacht.“ Auch inhaltlich wusste Rochna zu überzeugen, seine Auslegung war für die Besucher gut nachvollziehbar und man konnte sich Ideen für das eigene Leben herausnehmen.

Von Geboten und dem Heiligen Geist

Schwerpunkt der Predigt waren die Gebote, die Gott den Menschen mitgegeben hat. Für einen christlich lebenden Menschen ergibt sich die Einhaltung der Gebote von selbst, da aus Liebe gehandelt wird. Bei diesen Geboten handelt es sich nicht um Verbote, die im Leben einschränken, sondern vielmehr um Leitlinien, die ein gutes Zusammenleben ermöglichen. „Es ist mitunter sehr erstaunlich, was der heilige Geist alles bewirkt und auf welche Wege er führt“, sagte Rochna zum Abschluss seiner Predigt und bat die Gemeinde um begleitendes Gebet auf seinem Weg zur Priesterweihe. Mit spontanem Applaus bedankte sich die Gemeinde für das übertragen der heiligen Schrift in den Alltag und auf das eigene Leben.
„So eine Diakonweihe hat auch für den ortsansässigen Pfarrer einen großen Vorteil“, so Westendorfs Pfarrer Andreas Jall, der den neuen Diakon gleich miteingebunden hatte. Alle Gottesdienste an diesem Wochenende bereicherte Bernd Rochna durch seine Predigten und so stellte Jall mit einem Augenzwinkern fest, dass es auch für ihn ein besonders angenehmes Wochenende gewesen sei, er hatte „predigtfrei“.

Ein "Taufkleid" für den Diakon

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Marion Pröll überreichte Rochna als Geschenk der Pfarrei eine Albe. „Als du 1979 der erste Täufling des ehemaligen Westendorfer Pfarrers Monsignore Karl Kraus gewesen warst, hätte wohl niemand daran gedacht, dir über 30 Jahre später noch einmal ein Taufkleid zu schenken“, so Pröll an den neuen Diakon gewandt. Da er jedoch aus seinem alten Kleidchen etwas herausgewachsen sei, habe man sich entschlossen, ihm ein neues schneidern zu lassen, so Pröll weiter und erklärte: „Bei einem Diakon oder Priester heißt es dann allerdings nicht mehr Taufkleid, sondern man nennt dieses Kleidungsstück Albe. Die Albe kennzeichnet Personen im Dienst der katholischen Kirche, die innerhalb der Liturgie besondere Aufgaben übernehmen.“

Gratulation bei Sekt und Buffet

Beim anschließenden Empfang im Pfarrheim, zu dem die ganze Pfarrei eingeladen war, gab es die Gelegenheit, dem frischgeweihten Diakon persönlich zu gratulieren und miteinander ins Gespräch zu kommen. Fleißige Helfer des Pfarrgemeinderates hatten ein fabelhaftes Buffet vorbereitet und bei dem ein oder anderen Häppchen und einem Glas Sekt feierten die zahlreichen Besucher den neuen Diakon, der tags zuvor in der Basilika St. Ulrich und Afra in Augsburg durch Bischof Konrad geweiht worden war. Bereits am Weihetag hatte die Pfarrei St. Georg Westendorf Rochna mit großem Aufgebot auf seinem Weg zum Priester begleitet. Zahlreiche Menschen aus der Pfarrei, Vereine mit ihren Fahnenabordnungen und Freunde der Familie nahmen in der Basilika am feierlichen Gottesdienst teil.

Stolze Pfarrgemeinde freut sich mit dem neuen Diakon

Die Westendorfer sind sehr stolz, dass einer aus ihrer Mitte diesen Weg angetreten hat. Viele kennen Rochna, der für die meisten einfach nur „dr Bernd“ ist, schon von klein auf und auch aus der Zeit, als er noch als Ministrant tätig war und haben seinen Werdegang miterlebt. Dies wurde auch beim Gottesdienst in seiner Heimatkirche und dem Empfang im Pfarrheim deutlich, es war eine sehr herzliche und familiäre Atmosphäre und eine große Freude spürbar.
Rochna kann sich sicher sein, dass er von seiner Heimatpfarrei mit viel Wohlwollen und Gebeten auf seinem Weg zum Priester begleitet wird. „Auch wenn du uns wieder Richtung Mindelheim verlassen wirst, um dich auf die Priesterweihe vorzubereiten, kannst du dir sicher sein, dass wir für die Primiz-Feier nächstes Jahr gerüstet sein werden“, versprach Pröll.
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myheimat-Regionalmagazin meitinger | Erschienen am 05.07.2014
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