Das Kreuz am Straßenrand

von Markus Christian Maiwald aus Meitingen | am 10.03.2010 | 405 mal gelesen | 11 Kommentare | 6 Bildkommentare | 13 Bilder
Zwar nicht mein Kreuz am Straßenrand, aber auch ein wunderbar erleuchtetes Kreuz - ich wünsche eine behütete Zeit!

Liebe Leserin, liebe Leser,

als ich es das erste Mal sah,
fiel mir es fast gar nicht auf,
so grau und unauffällig war es.
Im Winter war es dann mit Schnee bedeckt.
Zum Frühlingsanfang
hat es jemand frisch gestrichen.
Immer bei Joggen
sehe ich es -
das Kreuz am Strassenrand.
Oft erscheint es jetzt
im jungen Morgenlicht,
im Schein der aufgehende Sonne,
umgeben von einem Strahlenkranz -
als wenn das Licht der Auferstehung
anbricht.
Jetzt erwarte ich
es wie einen alten Freund -
das Kreuz.
Am liebsten würde ich
ihm freundlich entgegen lächeln.
Doch das Kreuz ist
ein Zeichen für Leben und Tod.
Hier am Straßenrand
fragt mich
das stumme Kreuz:
„Weißt Du, warum ich hier stehe?“
Ich denke an meine erste Beerdigung
als Pfarrer.
Eine junger Mann war
mit seinem neuen Auto
tödlich verunglückt.
Ich denke
an seine Eltern, seinen Bruder,
seine Großmutter.
Sie haderte mit sich,
weil sie ihrem Enkel
für den neuen Wagen
vorgestreckt hatte.

Sie alle waren so traurig.
Sie haben ihm
am Straßenrand
ein Kreuz errichtet
zu Erinnerung.

In der Passionszeit
erinnert es mich
an das Kreuz, an das
unser Herr Jesus Christus
geschlagen worden ist.

Seit seinem Leiden,
seit seinem Tod,
seit seiner Auferstehung
erinnert es uns an das,
was Jesus Christus für uns getan hat.

Das Kreuz ist uns Christen
zum Siegeszeichen geworden

Wenn ich an meinem Kreuz
vorbei jogge,
dann habe eine Sehnsucht
in meinem Herzen
nach dieser freudigen Botschaft.

Jesus Christus hat für uns
die Macht des Todes, des Bösen
und der Sünde zerbrochen.

Die Hoffnung,
dass Gott einmal alle Tränen
von unseren Augen wischen wird,
dass es kein Leid und Geschrei
mehr geben wird und
er bei uns allen
dereinst alles neu machen,
diese Sehnsucht wünsche
ich Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser.

Sie möge Ihr Herz erfüllen.

Halten Sie sich an Jesus Christus
und seien Sie behütet und getröstet
wunderbar: Machen Sie es gut!

Ihr Pfarrer Markus Maiwald

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