LdL - ein Erfolg …! Es geht weiter!

(Foto: Sabine Krafft)
Am Montag, den 19.01.2015 fuhren 22 Schüler der 8. – 10. Jahrgangsstufe der Dr.-Max-Josef-Metzger Realschule in Meitingen mit ihrer Französischlehrerin Isabelle Schuhladen zur Fronhofer Realschule in Ingolstadt, um dort den Eltern und Lehrern die komplexe Theorie, die hinter der Unterrichtsmethode Lernen durch Lehren (kurz: LdL) steckt, vorzustellen und über ihre Erfahrungen damit zu berichten. Der Begründer dieser Theorie, Professor Dr. Jean-Pol Martin, war ebenfalls anwesend. Ihm ging es besonders darum, dem Publikum vor Augen zu führen, welch großartige Leistung die Schüler gerade auf der Bühne darbieten.

Zu Beginn der Vorstellung erklärte Prof. Dr. Jean-Pol Martin die Grundbedürfnisse des Menschen nach Maslow. Danach stellten die Schüler der Dr.-Max-Josef-Metzger-Schule weitere wichtige Begriffe wie das explorative Verhalten (Nasser Yacine und Seyit Kaya, 8f), die Klasse als Gehirn (Simon Strobl, 10f), Flow-Erlebnisse (Anna Enzler, Helena Kilian und Paulina Irsigler, 10f) und die Vernetzung des Wissens (Fabian Machleb und Maximilian Sarrach, 8f) vor. Die Fachvorträge waren inhaltlich gut vor- und aufbereitet, die Schüler zeigten dabei große Sicherheit. Sie standen auf der Bühne wie Profis! Nachdem das Publikum die eher „trockene“ Theorie kennen gelernt und verstanden hatte, erläuterten Schüler die konkrete Umsetzung in der Praxis. Aylin Zymara (9f) und Carim El-Naggar (9f) erklärten dem Publikum, wie die Schüler Schritt für Schritt lernen, selber eine Unterrichtsstunde zu planen und durchzuführen. Aylin Zymara wies auch darauf hin, dass Schüler ihrer Meinung nach oft viel mehr Kreativität als Lehrer zeigen würden. Andrea Steigleder (10f) und Elena Wimmer (10f) brachten viele Beispiele dafür, wie die Schüler ihren Mitschülern neue Wörter und neue Grammatik beibringen. Die anwesenden Lehrer waren teils sehr skeptisch, was sich an unterschiedlichsten Nachfragen aus dem Publikum zeigte, wie z. B.: „Wie kommt ihr als Schüler mit der Aufgabe und auch mit der Verantwortung klar?“, „Seid ihr alle in der Lage, der Klasse fehlerfrei den neuen Stoff zu präsentieren?“ … Die Schüler entgegneten souverän, dass es durchaus erlaubt sei, Fehler zu machen. Wichtig wäre es nur, dass sie korrigiert werden – von Mitschülern oder den anwesenden Lehrern. Es soll mit- und voneinander gelernt werden.

Um Eltern und Lehrern möglichst alle offenen Fragen beantworten zu können, die sich im Laufe des Abends angesammelt hatten, wurden, nachdem die Vorträge zu Ende waren, Referenten und Zuhörer in Gruppen eingeteilt.

Bettina Schaal und Benjamin Zucker, beide Lehrkräfte an der RS Meitingen, erklärten anschließend das LdL-Prinzip im Fach Erdkunde.

Am Ende der Veranstaltung bekamen die Schüler ein großes Lob von der Schulleiterin der Realschule in Ingolstadt, Silvia Retzer: „Es ist eine ganz tolle Sache, was die Schüler hier auf die Beine stellen!“

(Text und Fotos: Sabine Krafft)
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