Jugend denkt Zukunft
Projektwoche der Klasse 9B der Realschule Meitingen bei Abieta Chemie in Gersthofen
Zusammen mit ihrem Klassenleiter Herrn Stefan Schlotter nahmen die Schüler und Schülerinnen der Klasse 9B an dem Projekt Jugend denkt Zukunft teil und verbrachten in diesem Zusammenhang eine Woche bei der Abieta Chemie GmbH im Industriepark Gersthofen.
Jugend denkt Zukunft ist eine bundesweite Initiative der Wirtschaft. Das Projekt wird seit Herbst 2004 durchgeführt und ist schulartübergreifend für die Jahrgangsstufen neun bis zwölf gedacht. Ziel ist, dass sich die Jugendlichen aktiv mit ihrer Zukunft und den Anforderungen, die diese an sie stellt, auseinandersetzen: Welche Produkte und Dienstleistungen sind bzw. könnten zukünftig von Bedeutung sein? Überdies sollen sie einen Einblick in die Organisation, in die Abläufe und Strukturen eines modernen Wirtschaftunternehmens erhalten. Aus diesem Grund übernehmen Unternehmen für Schulen Patenschaften und laden die Schüler und Schülerinnen für eine Woche zu sich ein, wie z. B. die Firma Abieta Chemie GmbH unter der Leitung von Herrn Dietmar Bewart.
Das Projekt startete für die Schüler und Schülerinnen der Klasse 9B damit, dass sie unter Anleitung von Frau Anette Henrich vom IFOK-Institut (Institut für Organisationskommunikation), die die Projektwoche moderierte, über zukünftige Problemfelder (Energieknappheit, Umweltverschmutzung, Nachhaltigkeit ...) wie auch Megatrends diskutierten. Unter anderem kamen die Jugendlichen auf so pfiffige Ideen wie eine selbstreinigende Tafel oder ein Antirutschspray für die Schuhsohlen älterer Leute.
Am zweiten Projekttag wurde die Klasse in Gruppen aufgeteilt, die sich mit unterschiedlichen Projektideen konkret auseinandersetzten. Dabei wurden sie auch von Mitarbeitern des Unternehmens unterstützt.
Am Mittwoch unternahm die ganze Klasse eine Betriebsbesichtigung, die Herr Dietmar Bewart, Geschäftsführer der Abieta GmbH, mit weiteren Mitarbeitern durchführte.
Eine neue Herausforderung bestand in der Durchführung eines Planspiels, das den Donnerstag bestimmte. Es galt nun, das Wissen und die Erkenntnisse der vergangenen Tage praktisch umzusetzen. Die Schüler und Schülerinnen wurden dafür in sechs Gruppen geteilt:
• drei Wirtschaftsunternehmen - BÖ2MA, FHP, KAST - mit der Aufgabe umweltfreundliche Produkte zu entwickeln;
• eine Unternehmensberatung – Faktor X;
• eine Presseabteilung – klar.text -, die über die Firmentätigkeit informierte;
• eine Bürgerinitiative – Bürgeralarm -, die die Firmenarbeit kritisch verfolgte;
Alle Gruppen haben ihre Aufgabe sehr ernst genommen und äußerst produktiv wie auch kreativ gearbeitet:
• Die Firma BÖ2MA entwickelte ein umweltfreundlicheres Auto, in dem Regenwasser als Kraftstoff dient und die überschüssige Bremsenergie gespeichert werden kann.
• Das Tochterunternehmen FHP brachten ein modernes Zukunftshaus auf den Markt, das den auf das Dach aufprallenden Regen über eine sensible Oberfläche in Strom umwandelt.
• Die Firma KAST produzierte u. a. Kaugummis, die sich bei Sonneneinstrahlung von selbst auflösen und somit Reinigungskosten einsparen.
• Die drei weiteren Gruppen haben die Arbeit der Unternehmen kritisch begleitet, fachlich beraten und eifrig darüber berichtet.
Neben dem Zuwachs an Fachwissen haben die Schüler und Schülerinnen vor allem auch wichtige Fortschritte gemacht, was die Präsentation von Ergebnissen und das sichere Auftreten vor einer größeren Gruppe betrifft. Fähigkeiten, die von grundlegender Bedeutung sind, gerade auch im Hinblick auf die bevorstehende Bewerbung und Arbeitsplatzsuche.
Am Freitag wurden die Ergebnisse des Planspiels Vertretern aus der Wirtschaft (Abieta, IGS, Clariant), der Politik (MdL Martin Sailer) der Schule (Rektor Hans-Peter Scholze, Klassenleiter Stefan Schlotter, Mitglieder der Schülerzeitung) und der Presse (Augsburger Allgemeine) vorgestellt. Herr Eduard Oswald (MdB) ließ in schriftlicher Form seine Grüße übermitteln.
Alle Beteiligten betrachteten die Woche als Bereicherung und empfanden die Zusammenarbeit als äußerst gewinnbringend.




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