Claudia Arenz verabschiedet sich
Im Anschluss an den Kirchweihgottesdienst wurde heute in der evangelischen Johannesgemeinde Meitingen die Religionspädagogin Claudia Arenz verabschiedet. Claudia Arenz leitete die vergangenen zwei Jahre lang die Kinder- und Jugendarbeit der 3300-Seelen-Gemeinde und lehrte zudem an mehreren Schulen im (und auch außerhalb) des Gemeindegebietes Religion.
Felix Henkelmann, der Vorsitzende des Jugendausschusses bedankte sich bei der Religionspädagogin, für die die hauptamtliche Arbeit in einer Kirchengemeinde bisher Neuland war, für die Unterstützung der ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Gemeindejugend. Oft hielt sich Frau Arenz im Hintergrund und überlies den erfahrenen Ehrenamtlichen die Arbeit an der Front. Deshalb, so Felix Henkelmann, konnten vielleicht viele Gemeindemitglieder (aber auch Kirchenvorsteher) gar nicht sehen, was Claudia Arenz in ihrer gesamten Amtszeit alles geleistet hat. "(...) aber plötzlich war am Kindernachmittag Mittagessen gekocht, waren beim Konfirmandensamstag die fehlenden Kopien erstellt und ganz nebenbei wurde im Hintergrund per E-Mail mit dem Jugendausschussvorsitzenden ein Mitarbeitertreff geplant." Gerade auch für diese Arbeit "im Hintergrund" sprach der Jugendausschussvorsitzende seinen Dank aus. Henkelmanns großer Dank galt auch der gesamten Familie Arenz. Den Söhnen Daniel und Tobias und vor allem ihren Mann Klaus, der seine Frau und die Gemeindejugend, sooft es ging, unterstützte. Außerdem gehört er noch bis September, wenn Familie Arenz dann in die Nähe von München zieht, dem Jugendausschuss als Erwachsenenvertreter an. Schon bei Arenz´ Einführung im September 2008 sprach der zwanzig jährige Felix Henkelmann für den Jugendausschuss, die Jugendmitarbeiter und alle Jugendlichen in der Gemeinde das Grußwort für Frau Arenz. Damals überreichte er ihr, im Namen aller ehrenamtlichen Jugendmitarbeiter einen "Zukunftsrucksack". Einen selbstbemalten Rucksack gefüllt mit guten Wünschen und Reiseproviant für ihre "Reise durch die Johannesgemeinde". Am heutigen Kirchweihfest sollte der Rucksack für die ehemalige Religionspädagogin wieder für die Weiterwanderung gefüllt werden. Zusammen mit Jugendmitarbeiterin Sophie von Rußdorf packte er beispielsweise eine Caprisonne in den Rucksack "für die Durststrecken und, dass du immer die Sonne im Herzen behältst." Susanna Platz, die stellvertretende Vertrauensfrau und Kirchenvorstandsbeauftragte des Jugendausschusses machte in ihrem Grußwort vor allem auf die Vakanz von Arenz´ Stelle aufmerksam. "Noch erwartet den Nachfolger eine funktionierende Jugendarbeit." Die Jugendarbeit solle nicht ausschließlich auf den Schuiltern der Ehrenamtlichen ausgetragen werden. Bevor Claudia Arenz sich dann persönlich von der Gemeinde verabschiedete, wünschte ihr Pfarrer Maiwald einen guten Start in ihrer neuen Arbeitsstelle. In ihrer Abschiedsrede versprach Claudia Arenz Meitingen nicht ganz den Rücken zu kehren "um gar nicht wieder herzukommen, hab ich zu viele liebe Menschen kennengelernt.", sagte sie.
Die Stelle einer Religionspädagogin oder einer Diakonin ist derzeit Vakant. Kirchenvorstand, Jugendausschuss und Pfarrer hoffen aber auf baldige Änderung dieser Situation. Die Dekanin weiß um die Dringlichkeit dieser Angelegenheit.



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