Neues Feuerwehrfahrzeug für die Feuerwehr Meitingen

Bürgermeister Higl (rechts) überreicht das neue Fahrzeug dem Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Meitingen, Patrick Reiser (links).
 
Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug vom Typ HLF 20/16

Mit der Übergabe der Fahrzeugschlüssel durch Herrn Bürgermeister Dr. Michael Higl an den Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Meitingen, Herrn Patrick Reiser, wurde am 1. August 2008 ein neues Feuerwehrfahrzeug in Dienst gestellt. Dieses neue Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug vom Typ HLF 20/16 ersetzt einen Rüstwagen, Baujahr 1972; dieser Rüstwagen vom Typ RW1 wurde im Jahr 1990 von der Gemeinde vom Amt für Katastrophenschutz gekauft.
Wenn auch dieses bereits 18 Jahre alte Gebrauchtfahrzeug der Feuerwehr wertvolle Dienste im Einsatz, vor allem bei den immer zahlreicheren Unfällen leistete, so konnte der RW1 aber in der heutigen Zeit die gestellten Anforderungen nicht mehr erfüllen.
Nach eingehenden Beratungen mit dem Fachberater Brandschutz bei der Regierung von Schwaben erstellten die Führungsdienstgrade der Freiwilligen Feuerwehr Meitingen im vergangenen Jahr ein Konzept für ein Hilfeleistungs- Löschgruppenfahrzeug vom Typ HLF 20/16, das den Rüstwagen ablösen konnte und den vorhandenen Fahrzeugpark der Wehr sinnvoll ergänzt. Dabei galt die Prämisse, zu beschaffen was notwendig und sinnvoll ist, jedoch keine Spielereien oder mehr oder weniger nur schöne dekorative Ausstattungen.
Dieses Fahrzeugkonzept wurde vom Gemeinderat akzeptiert, so dass das neue Fahrzeug am 15. März 2007 bei der Firma Iveco Magirus in Ulm in Auftrag gegeben werden konnte.
Geliefert, bzw. im Herstellerwerk in Weisweil/Schwarzwald abgeholt, wurde das neue HLF 20/16 am 12. Juni 2008.
Das neue HLF 20/16 hat folgende Ausstattung: Beim Fahrgestell handelt es sich um ein 15-Tonnen-Fahrgestell mit permanentem Allrad-Antrieb der Firma Iveco. Angetrieben wird
das Fahrzeug durch einen 6-Zylinder-Dieselmotor mit Turboaufladung mit einem Hubraum von 5.580 cm3 und mit einer Leistung von 220 kW (300 PS).
Die Kraftübertragung erfolgt über ein Automatikgetriebe Fabrikat Allison. Das Fahrzeug entspricht den verschärften Abgasvorschriften EURO 4 und kann, wenn erforderlich, auf EURO 5 umgerüstet werden.
Der Aufbau in tiefgezogener Bauweise, komplett aus Aluminium gefertigt, ist dreigeteilt mit 7 Geräteräumen. Auf dem Dach sind eine 4-teilige Steckleiter und eine 3-teilige Schiebleiter gelagert. Zur löschtechnischen Einrichtung gehören eine Magirus-Feuerlöschkreiselpumpe Typ FPN 10/2000 mit einer Leistung von 2440 Liter Wasser bei einem Ausgangsdruck von 10 bar, ein Tank mit einem Volumen von 1600 Litern Waser und 200 Liter Class-A-Schaum-konzentrat. Die eingebaute Schaum-Zumischanlage FireDos 1600 ist für einen Volumenstrom von 200 bis 1.600 l/min. ausgelegt.
Neben der vorgeschriebenen Normbeladung ist das Fahrzeug mit einer Seilwinde der Firma HPC aus Neusäß mit einer Zugkraft von 50 kN, einer Arbeitsplattform, einem pneumatischen Sprungpolster, einem Rettungsbrett, einem Satz Absturzsicherung, ein Ex-Ox-Messgerät, einem
Tür-Öffnungsset Zieh-fix und einer zweiter Hydraulikpumpe mit Kombi-Schneidgerät und Spreizer ausgestattet.
Eine Besonderheit ist die Lackierung. Das Fahrzeug wurde weiß lackiert geliefert, anschließend erfolgte eine Folienbeklebung im „Meitinger Design“.

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1 Kommentar zum Beitrag
1.410
Günter Bugar aus Gersthofen am 20.10.2008 um 21:00 Uhr  
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