Wismar: Lindengarten (9)
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Mühlenbach (3)
Noch überzieht eine gleichmäßige Schneeschicht Wege, Rasen- und Wasserflächen des Lindengartens. Wo sich der Mühlenbach zu einem kleinen Teich ausdehnt, tummeln sich zum größten Teil des Jahres zahlreiche Wasservögel. Aber noch herrscht Stille um das kleine Entenhäuschen, das ansonsten im Mittelpunkt des Treibens steht, jetzt aber kaum auffällt.
Wismar, Lindengarten, Entenhaus, Mühlenbach
Wie die meisten mittelalterlichen Städte besaß die Hansestadt einen Mauerring mit Stadttoren. Bis Ende des 19. Jahrhunderts war dieser fast vollständig erhalten. Der größte Teil der Mauer fiel im Jahr 1900, der Rest 1903 entlang des Lindengartens.
Zum Foto: Diese verträumte Winterlandschaft bietet sich den Spaziergängern am Mühlenbach im Lindengarten, solange der Schnee noch nicht weggetaut ist.
Wismar, Lindengarten, Mühlenbach, Mauerring
Winterwetter und Kunst müssen gelegentlich in einem humorvollen Verhältnis zueinander stehen: Während viele Erwachsene in dieser Jahreszeit mit roten Nasen herumlaufen, verpasste ein Schneeschauer diesem bronzenen Jüngling im Lindengarten eine weiße Nase, weil er vielleicht Heranwachsende manchmal für allzu naseweis hält. Die Bronzestatue gestaltete der Bildhauer Horst Brühmann (Jahrgang 1942) aus Halle.
Wismar, Lindengarten, Horst Brühmann, Bronzestatue
Im Winter freut sich mancher über einen Spaziergang durch den verschneiten Lindengarten mit seinem alten Baumbestand. Besonders gefällt der Weg am Mühlenbach entlang, einem der beiden Abflüsse des Mühlenteiches. Von diesem größten Gewässer im Stadgebiet wird das Wasser weiter durch die Mühlen-, die Frische und die Runde Grube in den Alten Hafen abgeleitet.
Wismar, Lindengarten, Mühlenbach
Vor 194 Jahren entstand das erste große Naherholungsgebiet der Hansestadt, der Lindengarten. Im Oktober 1815 begannen zwei Lübecker Gärtner, den einst wüsten Platz mit einer Reihe von Linden zu bepflanzen. Durch die Anpflanzung von verschiedenen Bäumen wurde die Parkanlage ständig erweitert.
Wismar, Parkanlage, Winterbild, Lindengarten
Der mittelalterliche Mauerturm im Lindengarten erinnert daran, dass die Altstadt einst von einer vier Meter hohen Backsteinmauer umgeben war.
Wismar, Winterbild, Lindengarten, Mauerturm
Nach gut zwanzig Minuten erreicht der Linienbus im Stadtteil Wendorf die Haltestelle am "Platz des Friedens". Hier gibt es die Möglichkeit, in eine andere Buslinie umzusteigen und zum Lindengarten im Stadtzentrum zurückzukehren.
Stadtrundfahrt, Wendorf, Linienbus, Lindengarten, Platz des Friedens
Wegen ihres alten Baumbestands und wegen ihrer günstigen Lage in der Nähe des Stadtzentrums wird die Parkanlage "Lindengarten" sehr gut angenommen. Der Lübecker Gärtner Trapp hatte diesen Park in den Jahren 1815 bis 1816 angelegt, und zwar an der Stelle, an der es ursprünglich eine schwedische Bastion gegeben hatte.
Wismar, Parkanlage, Lindengarten
Am Lindengarten steht eine der weniger bekannten mittelalterlichen Sehenswürdigkeiten, der Mauerturm aus dem 13. Jahrhundert als kläglicher Rest der Stadtmauer. Dieser einstige Verteidigungsbau und Pulverturm wurde ab 1682 als Wasserturm genutzt. Wasser aus dem Mühlenteich wurde in den Turm gepumpt, um die Wasserversorgung durch die "Wasserkunst" auf dem Marktplatz zu ergänzen.
Wismar, Wasserturm, Wasserkunst, Lindengarten
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