Wismar: Giebelhäuser (8)
Rostock: Wokrenter Straße | Die Wokrenter Straße (Ostseite) ist vor allem durch die 15 verschiedenen Giebelhäuser bekannt, die in ihren Formen an mittelalterliche Baugepflogenheiten anknüpfen. Doch nur wenige der Gebäude sind Originale, viele wurden von anderen Stellen der Stadt umgesetzt, und bei mehreren handelt es sich um Nachbauten, die nach alten Plänen in den 1980er Jahren neu errichtet wurden.
Rostock, Giebelhäuser, Wokrenter Straße
In einem der schönsten Giebelhäuser am Anfang der Bademutterstraße befindet sich seit Juni 2007 ein Café, das sich entsprechend der früheren Gebäudenutzung "Café Alte Löwenapotheke" nennt. Das Traufenhaus (auf dem Foto rechts) neben der damaligen Apotheke (seinerzeit seit 1659 als Hofapotheke privilegiert) wurde vermutlich in den vergangenen Jahrhunderten als Labor genutzt.
Wismar, Cafe, Apotheke, Giebelhäuser, Labor, Löwenapotheke, Hofapotheke, Traufenhaus, Alte Löwenapotheke, Bademutterstraße
Durch ihre leichte Krümmung stellt die Lübsche Straße die Highlights der mittelalterlichen Architektur, die malerischen Giebelhäuser, besonders heraus und lenkt den Blick perspektivisch auf den Marienkirchturm. Ihr Verlauf ist seit der Stadtgründung im 13. Jahrhundert nahezu unverändert geblieben. Ursprünglich wurde sie auch Lubekerstrate oder Lubesche Strate genannt, Straße, die nach Lübeck führt.
Wismar, Lübsche Straße, Giebelhäuser, mittelalterliche Architektur
Prächtige Giebel reihen sich in der Krämerstraße aneinander, in der einst Händler mit Gewürzen und Garnen, mit Messern und Hopfen ihre Geschäfte machten. Ihren Wohlstand zeigten sie durch die reich verzierten Häuser, in denen sie arbeiteten und wohnten. Die Krämerstraße trägt diesen Namen bereits seit der Zeit um 1260.
Wismar, Giebelhäuser, Krämerstraße
Wo vor Jahren noch die baufälligen Giebel an der Straße "Hinter dem Chor" abgestützt und gesichert werden mussten, erinnert nichts mehr an den maroden Bauzustand. Nach Entkernung, Sanierung und Modernisierung können sich die alten Bürgerhäuser durchaus wieder sehen lassen (im Hintergrund St. Nikolai).
Wismar, Sanierung, Giebelhäuser, Hinter dem Chor
Nach und nach verschwinden die früher grauen und verfallenden Bürgerhäuser durch Sanierungsmaßnahmen aus dem Stadtbild. Wie sich deren Aussehen allmählich wandelt, könnte dieses Foto (Oktober 2009) von vier Giebelhäusern in der Lübschen Straße belegen.
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Typisch für die Altstadt sind die vielen Giebelhäuser, die Wismar zu einem Flächendenkmal historischer Stadtbaukunst machen. Vermutlich aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammt das Sandsteinrelief im Giebeldreieck der Krämerstraße 13. Der einstige Besitzer des Gebäudes drückte damit sicherlich seine Verbundenheit mit der Handelsschifffahrt aus, die für die Stadt schon früh große Bedeutung hatte.
Giebelhäuser, Krämerstraße, Wismr, Kogge
Auf einer Dauerbriefmarke der Serie "Sehenswürdigkeiten" sind die alten Giebelhäuser aus der Krämerstraße dargestellt. Dass der Hansestadt diese Ehre zuteil wurde, ist vermutlich der Tatsache zuzuschreiben, dass der Stadtkern zum Welteerbe der UNESCO erklärt wurde.
Wismar, Giebelhäuser, Dauerbriefmarke
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