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Es lohnt sich durchaus, einen längeren Blick auf den Giebel der ehemaligen "Löwenapotheke" zu werfen. Das Giebelfeld, das durch Lukenreihen in drei Geschossen untergliedert ist, stammt aus dem 16./17. Jahrhundert. Doch die Lukenrahmen, Gesimse und der Giebelumriss mit den Kugelaufsätzen sowie die beiden Löwenköpfe sind in dieser Form erst im späten 19. Jahrhundert angebracht worden.
Wismar, Löwenapotheke, Löwenköpfe, Giebelfeld, Luken
In früheren Zeiten errichteten reiche Einwohner in der Hansestadt so genannte "Buden", um Bedürftige darin wohnen zu lassen. Sie sahen sich aufgrund des Christentums dazu verpflichtet, Arme, Kranke, Hilflose zu unterstützen. Das Stadtbuch von 1680 verzeichnete insgesamt dreizehn solcher "Wohnbuden", von denen eine letzte an der Ecke Claus-Jesup-Straße/Wollenweberstraße steht. Dieses Häuschen hatte 1569 ein Ratsherr bauen...
Wismar, Claus-Jesup-Straße, Wohnbuden, Wollenweberstraße
"Christengemeinde Arche Wismar" nennt sich die freikirchliche Gemeinschaft, die ihr Domizil in dem Gebäude Kanalstraße 18a hat. Anfang Oktober 2007 kam Pastor Hugh Smith von Augsburg nach Wismar, um hier diese kirchliche Gemeinde aufzubauen. Ihre Gottesdienste feiert die "Arche" sonntags meistens um 10 Uhr im Erdgeschoss des Gewerbehauses.
Wismar, kanalstraße, christengemeinde arche
Der schmale Weg, der zur Lübschen Straße führt, trägt den Namen Beguinenstraße (bereits 1424 urkundlich erwähnt), abgeleitet von dem Beguinenkonvent, den es hier einst gab. Beguinen, auch Beginen, nannten sich im Mittelalter unabhängige Frauen, die in ordensähnlichen Hausgemeinschaften lebten und sich um caritative Dienste, besonders um die Pflege von Kranken, kümmerten. Im restaurierten Gebäude des ehemaligen...
Wismar, Krankenpflege, Beguinenkonvent, Beguinenstraße
Die Schauseite des zweigeschossigen Putzbaus (Am Markt 4) fällt durch seine drei Volutengiebel auf (Voluten - schneckenförmige Bauelemente des Renaissance- und Barockstils). Ursprünglich waren es drei schmale Giebelhäuser, die dann unter drei Satteldächern zugeordnet wurden. Bei der Rekonstruktion in den 1920er Jahren wurden die damals lückenhafen Zahlenanker ergänzt (von links: 1790, 1672, 1746). Der Zuschnitt der Fenster...
Wismar, Am Markt, Giebelhaus, Volutengiebel
Ab und zu lassen sich Wand- oder Deckenmalereien bewundern, die im Verlauf von Sanierungsarbeiten freigelegt und zum größten Teil erneuert wurden. In den reich ausgestatteten Räumen der Sparkasse, im Doppelgiebelhaus Am Markt 14, befindet sich diese barocke Wandmalerei.
Wismar, Sparkasse, Am Markt, Doppelgiebelhaus, barocke Wandmalerei
Die Wohnhäuser in der Mühlenstraße der Altstadt sind zumeist zwei- oder dreigeschossige Putzbauten mit schlichten Fassaden. Die meisten dieser Traufenhäuser wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet, nachdem die älteren Fachwerkbauten abgerissen worden waren. Die Mühlenstraße, erstmals 1272 erwähnt und fast parallel zur Mühlengrube verlaufend, führt vom Lindengarten über die Schweinsbrücke zur Nikolaikirche.
Wismar, Mühlenstraße, Traufenhäuser
Eines der gefährdeten Giebelhäuser, das denkmalgeschützte Gebäude Ecke Am Poeler Tor/Hundestraße, ist beispielgebend saniert worden. Mehrere Jahre (bis zum Jahr 2000) dauerte es, das gesamt Bau-Ensemble zu überprüfen, zu restaurieren und zu sanieren. Die verputzte Giebelfassade stammt möglicherweise aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Über den beiden Hauptgeschossen sind rundbogige Lukenreihen in drei Geschossen...
Wismar, Giebelhaus, Hundestraße, Am Poeler Tor
Die Altstadt hat viele schöne Motive, aber zu den faszinierenden gehört der Blick auf St. Nikolai, der so manchem als Inspiration für ein zeitgenössisches Bild dient.
Wismar, St. Nikolai, zeitgenössisches Bild
Durch den Schnee zeichnet sich im Südwesten der Altstadt das sumpfige Gelände deutlich ab, das die Bezeichnung "Kuhweide" trägt. Dieses Gebiet wurde tatsächlich als Kuhweide genutzt, und historische Fotos (Wismarer Wochenkalender von 2005, 24. Woche) belegen, dass es noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Kuhhirten gab, die das Vieh in diesem Stadtbereich weiden ließen.
Wismar, Kuhweide, Wismarer Wochenkalender
Mit seinen Architekturelementen aus dem 19. Jahrhundert fällt das dreieinhalbgeschossige Gebäude an der Ecke Am Markt/Hinter dem Rathaus auf. Das Traufenhaus, an der einen Seite zwei-, an der anderen fünfachsig, ist vermutlich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden. Sehr schlicht sind die einzelnen Geschosse gestaltet worden, aber als sehr aufwändig herausgearbeitet erscheint das Abschlussgesims mit dem...
Wismar, Hinter dem Rathaus, Am Markt, Traufenhaus, Architekturelemente
Die St.-Nikolai-Kirche (aus dem 14. Jahrhundert) war seinerzeit das höchste Gebäude der Stadt, doch ihr spitzer Turmhelm von 1508 wurde 1703 durch einen Orkan zerstört. Im unteren Bereich des Turmes befindet sich in einem separaten Raum die beheizbare "Winterkirche", so dass das Gotteshaus auch während der kalten Jahreszeit genutzt werden kann.
Wismar, St.-Nikolai-Kirche, winterkirche, Turmhelm
Über einhundert Jahre alt ist die Villa, die jetzt durch einen Wismarer Bauunternehmer komplett saniert wurde. In dem Gebäude an der Rostocker Straße bieten nun mehrere Eigentumswohnungen mit Blick auf den Lindengarten ein modernes Wohnen in alter Villa.
Im Jahr 1904 wurde die Villa für den Inhaber der Drahtwarenfabrik, die gleich nebenan lag, errichtet. Die Drahtwarenfabrik wurde später als Papierfabrik genutzt, stand dann...
Wismar, Villa, Papierfabrik, Rostocker Straße, Drahtwarenfabrik
Lange Zeit war das "Hotel zur Sonne", Hinter dem Rathaus 23, baufällig, bis es fast vollständig abgerissen und 2007/2008 durch einen Neubau eines Modehauses ersetzt wurde. Nur der "Sonnensaal" blieb erhalten und wurde in das Geschäftshaus integriert. Der "Sonnensaal", einst Prunkstück des Hotels, war damals ein beliebter Treffpunkt der Einwohner bei zahlreichen Versanstaltungen.
Wismar, Modehaus, Hinter dem Rathaus, Sonnensaal, Hotel zur Sonne
Am südlichen Rand der Altstadt, an der Kurzen Baustraße, befindet sich der Backsteinbau aus dem Jahr 1844. An der Straßenseite fallen drei Geschosse auf, im Dreiecksgiebel weitere zwei. Oben ist der Kranbalken des Speichers zu erkennen, darunter die Be- und Entladetüren sowie die Tore im Erdgeschoss. Der Schriftzug über dem zweiten Geschoss erinnert an die einstige Bedeutung des Speichergebäudes. Auf dem Plakat ab der...
Wismar, Backsteinspeicher, Kurze Baustraße
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