Nachrichten aus Wismar
Im Dezember sollen die Bauarbeiten an der Straße "Vor dem Fürstenhof" abgeschlossen werden. Wie mitgeteilt wurde, soll die Straße nach denkmalpflegerischen und städtebaulichen Gesichtspunkten wiederhergestellt werden. Das Foto - im Hintergrund der Kirchturm von St. Marien - zeigt die Situation im November 2009.
Vom Marktplatz bis zur Kleinschmiedestraße wurde die Dankwartstraße ausgebaut (Druckrohrleitungen, Entwässerungskanäle, Verkehrswege). Dieser 1. Bauabschnitt wurde jetzt im Deuember nach Fertigstellung für den Verkehr freigegeben.
Die Dankwartstraße soll ihren Namen dem Schmied Tangmar zu verdanken haben, der um 1250 hier seinen Beruf ausgeübt habe.
Eine Schautafel informiert auf dem neugestalteten Marienkirchhof über die Geschichte der "Alten Schule" und ihre Bedeutung im Gotischen Viertel. Im April 1945 war die Alte Schule bei einem Luftangriff während des Zweiten Weltkriegs so stark beschädigt worden, dass sie zwischen 1946 und 1948 abgerissen werden musste.
Seit November wird am Marienkirchturm die Aufmauerung der Chorabschlusswand des zerstörten Kirchenschiffs fortgesetzt. Im östlichen Chorbereich (Foto) erreicht die Mauer jetzt schon eine Höhe von ca. 1,70 m über dem Bürgersteig. Geplant ist, im Bereich des ehemaligen Kirchenschiffs einen Skulpturengarten anzulegen.
Wer in St. Georgen vom Langhaus in Richtung Westen blickt, sieht, dass gegenwärtig im Fußbodenbereich unterhalb des Turmes gearbeitet wird. Die Hansestadt, die Stiftung Denkmalschutz sowie zahlreiche Spender haben dafür gesorgt, dass das Baudenkmal wieder entsteht. Mit der Fertigstellung wird für Herbst 2010 gerechnet.
Wo vor Jahren noch die baufälligen Giebel an der Straße "Hinter dem Chor" abgestützt und gesichert werden mussten, erinnert nichts mehr an den maroden Bauzustand. Nach Entkernung, Sanierung und Modernisierung können sich die alten Bürgerhäuser durchaus wieder sehen lassen (im Hintergrund St. Nikolai).
Die stark sanierungsbedürftige Fischerstraße ist eine der schmalsten und kürzesten Straßen der Altstadt. Ihre Nähe zum Hafen war für die Fischer von großer Bedeutung. Erstaunlich ist, dass diese Straße 1428 erstmals urkundlich erwähnt wurde.
Das Kreuz im Vorgarten zeigt an, dass dieses Gebäude am Turnplatz einer christlichen Kirche dient. Am Schaukasten ist abzulesen, dass die evangelisch-methodistische Kirche hier ihr Gemeindezentrum hat. Bekannt ist diese Gemeinde besonders durch ihr karitatives Engagement, durch die Albanienhilfe ihres "Christlichen Hilfsvereins", sowie durch ihr Jugendhaus. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde 1909/10 als villenähnliches...
Der Lübecker Weihnachtsmarkt wurde schon am 23. November eröffnet. Buntes Treiben herrschte bereits am Nachmittag auf den drei Plätzen der Innenstadt - am Koberg, an der Obertrave und auf dem Marktplatz (Foto).
Ungebrochen ist das Interesse an den Stadtführungen, zu deren Höhepunkten auch der Besuch von St. Nikolai gehört. Allein die barocken Seitenportale mit ihrem Schichtwechsel aus glasierten und unglasierten Steinen, mit den verschiedenen Formsteinen sowie mit den geschmückten Giebelfeldern würden schon eingehende Betrachtungen erfordern. Das Foto zeigt eine Gruppe beim Eintritt durch eines der Seitenschiffportale.
Viele Wendorfer gehen auch jetzt im November besonders am Nachmittag oder frühen Abend auf der Seebrücke spazieren. Am 3. Oktober 1993 war die 350 m lange Seebrücke eingeweiht worden.
Erst nach und nach wurden die unbefestigten Wege in Mecklenburg zu Straßen ausgebaut. Bekannt ist die Fertigstellung der Chausseen von Wismar nach Warin (1843), nach Grevesmühlen (1846), nach Kröpelin (1846), nach Lübeck (1847) und nach Poel (1906/08). Um die Hufe der Pferde zu schonen, wurde mit dem Gespannwagen der unbefestigte "Sommerweg" neben der gepflasterten Fahrbahn benutzt. Nur selten ist heute noch der sandige...
Die kleine Schrifttafel an dem unscheinbaren Gebäude in der Lübschen Straße 11 (wenige Schritte vom Kaufhaus Karstadt entfernt) weist darauf hin, dass der Schuster Wilhelm Voigt, der als Hauptmann von Köpenick bekannt wurde, hier bei dem Hofschuhmachermeister Hilbrecht tätig war. Am 21. Mai 1906 wurde Wilhelm Voigt polizeilich aus Wismar ausgewiesen.
Wer sich für die Schiffsbewegungen in der Wismarbucht interessiert, sollte unbedingt auch einen Blick in die Ostseezeitung werfen, die in jeder Ausgabe in der Rubrik "Schiffe im Seehafen" auf die ein- und auslaufenden Schiffe hinweist. Sie werden kurz vorgestellt sowie ihre Ankunfts- und Abfahrtszeiten genannt. Das Foto zeigt die "Transmar" (90 m, Flagge: Zypern, aus Kleipeda - deutsch: Memel, Hafenstadt in Litauen) beim...
Jahrzehntelang war die Kabel-Kran-Anlage der Mathias-Thesen-Werft (1992 umbenannt in Meerestechnik-Werft) ein weithin sichtbares Zeichen der Hansestadt. Im April 1991 begann die Demontage der 1953 errichteten Anlage. Am 3. September 1994 fand das Richtfest für die neue Dockhalle (395 m lang, 155 m breit, 72 m hoch) statt. (Im Fotovergleich am rechten Bildrand)