Lions Club unterstützt neues Johanniter-Projekt für Demenzkranke

Lions-Präsident Wolfgang Egger (rechts) überreicht einen Scheck in Höhe von 650 Euro zugunsten des Johanniter-Projekts für Demenzkranke an Regionalvorstand Hubert Berger.

Rund 30 Lions aus Kempten besuchen die Hilfsorganisation

Kempten (Allgäu) - Am vergangenen Donnerstag hat der Lions Club aus Kempten die Johanniter-Unfall-Hilfe besucht, um sich über die verschiedenen Aufgabenfelder der Hilfsorganisation im Allgäu zu informieren. Mit einem Scheck über 650 Euro unterstützt Lions-Präsident Wolfgang Egger ein neues Projekt der Johanniter: „Wir bauen unser Betreuungsangebot für Demenzkranke im Allgäu nun flächendeckend aus“, erklärt Hubert Berger und freut sich: „Mit der Spende des Kemptener Lions Club können wir einen Demenzhelfer für die wichtige Arbeit ausbilden und qualifizieren.“

Die Zahl älterer Menschen, die unter einer Demenz und unter dem fortschreitenden Verlust geistiger und körperlicher Fähigkeiten leiden, steigt kontinuierlich an. Da die Betroffenen im Laufe der Erkrankung immer weniger in der Lage sind, selbst über ihr Leben zu entscheiden, brauchen sie ganz besondere Betreuung, Zuwendung und Anteilnahme. „Wir wollen die Angehörigen dabei im Allgäu entlasten“, betont Berger. Seit 2003 haben die Johanniter in Kaufbeuren ein Projekt für Demenzkranke: Die Helferinnen und Helfer kommen zu den Betroffenen nach Hause und betreuen sie vor Ort. Außerdem findet alle zwei Wochen eine Gruppenstunde im Generationenhaus statt. „Ab dem Herbst können wir diese wöchentlich anbieten, die Nachfrage steigt stetig“, so Hubert Berger. Noch in diesem Jahr und in 2010 wollen die Johanniter ihren Fokus in den Sozialen Diensten, zu denen auch Menüservice und Hausnotruf zählen, auf die Hilfe für Demenzkranke im ganzen Johanniter-Regionalverband verstärken. „So runden wir unsere Dienstleistungspalette für die Hilfen in den eigenen vier Wänden ab“, erklärt Berger. „Ambulant vor stationär, mit unseren Sozialen Diensten, der ambulanten Alten- und Krankenpflege und dem Fahrdienst ist das möglich.“

Für die Betreuung von Demenzkranken sind die Johanniter auf ehrenamtliches Personal angewiesen. Wer gerne mit den Betroffenen spazieren gehen oder gemeinsame Besorgungen erledigen möchte, wer gerne vorliest, zuhört und redet, kann sich bei der Hilfsorganisation mit ihren vier Allgäuer Dienststellen in Kaufbeuren, Kempten, Memmingen und Sonthofen melden.

Weitere Informationen gibt es unter der Rufnummer 0700 880 880 00 (6 Ct./30 Sek.) oder im Internet auf www.johanniter-allgaeu.de.

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