»Das Leben der Anderen« – Obdachlose in Deutschland

Obdachloser Klaus zusammen mit Max Bryan (Foto: Facebook / Max Bryan)
Ihr lieben Leut´, heute möchte euch etwas erzählen, was mir sehr am Herzen liegt.

Am letzten Wochenende war ich auf Reisen mit dem Zug. Ein großer Bahnhof auf dem ich gelandet bin war Frankfurt. Riesengroß, für so ein „Landei“ wie mich.

Als ich auf den Bahnsteig lief, von dem mein Zug abfahren sollte sah ich in einem „Käfig“ die Schlafstelle eines Menschen (normalerweise werden Fahrräder darin abgestellt – vermute ich). Das hat mich sehr erschüttert, bewegt und traurig gemacht!


Es ist schon so dermaßen kalt geworden und da muss nun ein Mensch mit einer dünnen Decke und eine Art Kopfkissen schlafen? Wie ist es in einem Land wie unserem nur möglich, dass es so etwas immer noch gibt? Wieso wird diesen Menschen nicht endlich einmal NACHHALTIG geholfen? Alle Welt spricht von Nachhaltigkeit, egal in welchen Bereichen, aber hier? Hört es denn tatsächlich auf, wenn es um MENSCHENLEBEN geht?

Natürlich werden immer auch Stimmen laut. Es gäbe ja genügend Anlaufstellen, da kann jeder hin, wenn er nur will und ja, es gibt diese Anlaufstellen – aber viel zu wenige! Meistens müssen immer irgendwelche Voraussetzungen erfüllt sein, damit jemand aufgenommen wird. Und tagsüber müssen sie dann wieder raus. Das ist einfach UNMENSCHLICH!

Diesen Menschen MUSS BEDINGUNGSLOS geholfen werden und zwar auf Dauer.

So oft werden diese Menschen im Vorbeigehen mit schlimmen und gemeinen Worten bedacht. Kaum einer macht sich einmal die Mühe mal kurz stehen zu bleiben und mal nachzufragen. Fragt doch einmal: „Warum ist das geschehen?“ „Was ist mit dir passiert?“

Es sind Menschen – wie DU und ICH!!

In ihrer größten Not hatten sie vielleicht einfach keinen einzigen Menschen mehr, den sie ansprechen konnten oder sie haben sich einfach nicht getraut. Denn wer sucht sich allen Ernstes so ein Dasein aus? NIEMAND!!! Es kann UNS ALLE treffen.

Diese Situation verändert die Menschen. Sie verlieren oft ihr Selbstbewusstsein, sie ziehen sich einfach zurück. Sagen sich: „Was hab ich noch zu verlieren?“ „Mein Leben macht keinen Sinn mehr.“ „Wen kümmert es noch?“ Oft nehmen sie sich selber nicht mehr wahr und viele Menschen die vorbeigehen erst recht nicht.

Das Schicksal kann in jedem Leben so grausam zuschlagen. Oft verliert man dann einfach alles. Sein Hab und Gut, das Haus, die Arbeit, die Familie. Freunde wenden sich ab, statt zu helfen. Alles wofür sie so hart in ihrem Leben gearbeitet haben ist unwiederbringlich verloren.

Selbst die Hoffnung wird ihnen genommen, eben durch das Verhalten
des Staates und der Mitmenschen. Menschen können so seltsam reagieren.

Bauen wir Vertrauen auf. Versuchen wir ein Gespräch zu führen.
Vielleicht will es nicht jeder, aber ich denke mir, dass es wahrscheinlich viel mehr von denen gibt, die nur darauf warten, dass sie angesprochen werden, dass sie ihre Geschichte erzählen können. Dass sich jemand hinsetzt und EINFACH MAL ZUHÖRT! Ohne Vorwürfe zu machen, ohne zu sagen: „Stell dich nicht so an.“
„Tu was – gehe zum Amt.“ Wenn das alles immer so einfach wäre.



Die Zeit auf der Straße verändert das ganze Wesen, wenn sie ständig mit Missachtung und auch Verachtung behandelt werden, wie soll man
dann Vertrauen in Mitarbeiter eines Amtes haben? Diese Menschen haben vermutlich auch Angst – große Angst nicht wahrgenommen zu werden – wieder abgewiesen zu werden.

Es gibt Anlaufstellen – ja. Und es wäre sinnvoll, diesen Menschen die Möglichkeit in Aussicht zu stellen, wieder in ein halbwegs geregeltes Leben zu kommen. Einfach nur ein Dach über dem Kopf und eine eigene Dusche zu haben (zum Beispiel – als Anfang).

Wir müssen versuchen, diesen Menschen zu helfen, denn
von der Politik wird dieses Thema seit Jahren ignoriert.
Vertreibung geht eben einfacher, als mal in die Hände zu spucken und zu sagen, wir packen es JETZT an! Machen die berühmten NÄGEL MIT KÖPFEN! Bedingungslos, für JEDEN , der diese Hilfe benötigt.

Es gibt viele Menschen, die gerne helfen wollen, oft obwohl sie selber kaum etwas übrig haben. Leider sind dem Einzelnen oft die Hände gebunden. Es geht nur GEMEINSAM.

Seit einiger Zeit folge ich MAX BRYAN. Er selbst hat diese bittere Erfahrung mit Obdachlosigkeit gemacht und hat es durch Menschen, die an ihn glaubten geschafft.

Es ist sein herzlichstes Anliegen auch den Anderen zu helfen. Hoffnung zu geben und langfristige Lösungen und Hilfen anzubieten. Das macht mir große Hoffnung, dass unsere Welt doch noch Menschen hat, die völlig selbstlos sich für Andere einsetzen.

Max Bryan initiierte die Aktion: "EIN HERZ FÜR KLAUS!" und wir alle können mithelfen Klaus durch den Winter zu bringen. Für ein paar Monate oder auf Dauer - solange es geht.

Wer sich daran beteiligen möchte kann das gerne tun. JEDER EURO HILFT!

Folgt dem Link und macht euch selbst ein Bild von der Arbeit des Bloggers Max Bryan!

www.maxbryan.de

Zusammen können WIR etwas erreichen und ein Fünckchen Hoffnung schenken.

Diese Menschen sind UNS NICHT egal!!


Lasst uns die Wege suchen, dann scheint auch für diese Menschen endlich wieder die Sonne.

Ich danke Jedem von Herzen für sein Mitfühlen und das große Herz – das Taten folgen lässt.

- Von Herz zu Herz -

DANKE – DANKE – DANKE!!


Luise Naujocks-Schoolmann

Spendenlink:
https://www.leetchi.com/c/hilfe-fuer-klaus
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10 Kommentare
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Erster Geschichtenerzähler aus Naumburg (Saale) | 12.10.2016 | 10:01  
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Luise Naujocks-Schoolmann aus Marienhafe | 12.10.2016 | 11:25  
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Karl-Heinz Mücke aus Pattensen | 12.10.2016 | 12:50  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 12.10.2016 | 18:33  
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Luise Naujocks-Schoolmann aus Marienhafe | 23.10.2016 | 23:49  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 24.10.2016 | 00:10  
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