Zu Hause weiter ungeschlagen

Auch nach dem dritten Heimspiel zeigt die Anzeigetafel am Ende auf der linken Seite mehr Punkte an als rechts.
Planet-Photo-DBBL: BC Pharmaserv Marburg – Bad Aibling Fireballs 78:67.

Mit einem über weite Strecken starken Auftritt haben Marburgs Erstliga-Basketballerinnen den vierten Sieg im fünften Spiel eingefahren. Bis Mitte des dritten Viertels hatte das Pharmaserv-Team Bad Aibling weitgehend im Griff. Die letzte Viertelstunde gehörte dagegen dem tapferen Aufsteiger.

8:5 lagen die Fireballs noch vorn (4. Minute), dann kam die Marburger Maschine ins Rollen. Tonisha Baker riss Zuschauer und Mitspielerinnen mit. Beim 22:14 ging es in die kleine Pause. Dass sich im zweiten Abschnitt insgesamt zwölf Spielerinnen mit Punkten auf dem Spielberichtsbogen ließen sei Beleg für die Ausgeglichenheit beider Mannschaften.

Der BC war dabei etwas effektiver und baute den Vorsprung langsam aber stetig aus: 43:27 zur Halbzeitpause. In der freute sich beim Stadtwerke-Gewinnspiel der junge Fan Paul über seinen Dreier mit Brett, der ihm 50 Euro Taschengeld einbrachte. Ähnlich treffsicher zeigten sich dann auch die Lahnstädterinnen: drei Dreier und ein weiterer Korb zum 54:29 (24.).

Eigentlich alles klar also. Dann wurde gewechselt: Bei den Hessinnen kam Schwester Schlendrian und bei den Gästen die Kollegin Kampfgeist. Die beiden sorgten im Duett dafür, dass es nicht langeweilig wurde: zwölf Zähler der Fireballs in Folge, und bei deren 48:59 war wieder Leben in der Bude.

Nun spielte Marburg wieder mit: 71:54 (34.), ehe die Oberbayerinnen nochmal auf die Tube drückten und auf acht Punkte herankamen (63:71, 37.). Fünf von sechs Treffern von der Freiwurflinie sorgten am Schluss aber für klare Verhältnisse.

Am kommenden Donnerstag, 20. Oktober, reist der BC nach Wuppertal. Beim Zweitligisten BTV steht um 19.30 Uhr die zweite Pokalrunde an.


Patrick Unger (Trainer Marburg):
„Alle haben ihren Job gemacht, wir haben wieder vier mit zehn oder mehr Punkten. Bis auf Paige Bradley haben alle gepunktet, dafür hat sie drei Assists. Und wir haben die Rebounds gewonnen. Alex Wilke hat wieder ein tolles Spiel gemacht. Wir müssen aber lernen, dass wir die letzte Konsequenz 40 Minuten lang zeigen müssen, sonst werden wir bestraft. Kompliment an Oliver Schmid und sein Team: Sie haben bis zum Schluss gezeigt, dass sie gewinnen wollten.“

Svenja Greunke (Spielerin Marburg):
„Wir haben in der zweiten Halbzeit nicht das gezeigt, was wir wollten: 40 Minuten lang Druck machen und den Gegner unter 60 Punkten halten. Man hat ja gesehen, dass das nicht geklappt hat. Auch, wenn wir bewusst nicht nachlassen wollten, haben wir unbewusst schon nachgelassen. Und Bad Aibling hat eben nicht aufgehört zu spielen. Aber zum Glück haben wir das Spiel gut rumgebracht.“

Oliver Schmid (Trainer Bad Aibling):
„Ich bin zufrieden mit dem letzten Viertel. Da haben wir die richtige Einstellung und Intensität gezeigt, alle waren hellwach. Das haben wir in der ersten Halbzeit missen lassen, hatten zu viel Respekt vor dem Gegner und waren nicht bereit, intensiv in der Defense zu arbeiten. Marburg hat seinen Plan durchgezogen und einfach auch sehr gut Dreier getroffen. Unsere Quote war katastrophal.“


Fun Facts: 250. Bundesliga-Heimspiel des BC (inkl. Playoffs). – Vierter Sieg im vierten Spiel gegen Bad Aibling, aber der knappste. – Zweites Double-Double für Diana Voynova diese Saison.

Fail Facts: Zugelassener 17:34-Lauf (24. bis 39. Minute). – 11 Ballverluste in der zweiten Halbzeit.


Statistik
Viertel: 22:14, 21:13, 16:14, 19:26.
Marburg: Baker 9 Punkte (4 Assists), Bradley (3 Ass.), Greunke 16/2 Dreier (9 Rebounds), Köppl 5/1, Schaake 11/3, Sola 5, Voynova 12 (12 Reb., 3 Blocks), Wilke 7/1, Yohn 13. Feldwürfe 43 Prozent (28/65), Freiw. 80 Prozent (12/15) Reb. 41 (def. 28), Turnovers 16, Ass. 13, Steals 4, Bl. 7, Foul 22.
Bad Aibling: Bozikov, Bradaric 4 (6 Ass., 3 St.), Forde 10, Hebecker 2, Höötmann 6 (6 Reb.), Pace 16 (6 Reb., 3 St.), Pölder, Recoura 4, Sherbert 13/2 (11 Reb.), Schnorr 12. Feldw. 35 Prozent (22/62), Freiw. 78 Prozent (21/27), Reb. 39 (d. 27), TO 12, Ass. 10, St. 10, Bl. 3, F. 21.
SR: Behm, Sobieszuk. Zuschauer: 400.
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