VfL-Hockey Herren verpassen Befreiungsschlag – VfL 5:5 SC 80 III

Statt sich am dritten Adventssonntag mit drei Zählern selbst zu beglücken, mussten sich die 1.Herren im Kellerduell gegen die Drittvertretung des SC 80 Frankfurt mit einem 5:5-Remis begnügen. Eine Schwächephase nach der Halbzeit und individuelle Fehler in den entscheidenden Momenten standen heute dem großen Wurf im Wege.
Zum ersten Mal in der Saison konnte Trainer Leonhard Pfeiffer auf seinen vollen Kader zurückgreifen und 11 Mann aufbieten. Auch in Anbetracht der vollen Zuschauerränge und der Tatsache, dass mit Frankfurt das Tabellenschlusslicht zu Gast war, schienen die Sterne zum Anpfiff günstig zu stehen.
Die Realität sah aber zunächst so aus, dass sich Marburg schwer tat, ins Spiel zu kommen. SC 80 bot eine junge Truppe auf und überraschte mit enger Manndeckung und bissigem Zweikampfverhalten. Folgerichtig konnten die Gäste nach 3 Minuten in Führung gehen. Die kalte Dusche tat der Pfeiffer-Truppe jedoch gut: Im Aufbau wurden die Bälle durchdachter nach vorne geschickt, wo die Stürmer mit mehr Schneid zur Sache gingen und zu den ersten Chancen kamen. In der 8.Minute dann der verdiente Lohn: Kapitän Simon Morherr zog in den Kreis, fand des Gegners Fuß und Moritz Grosser katapultierte die resultierende Strafecke humorlos in den Giebel – 1:1. Marburg war jetzt auch psychisch auf dem Platz und zog weiter die Daumenschrauben an. SC 80 kam zu keiner zwingenden Chance während die Gastgeber schnörkellos aus der Abwehr in den Kreis kombinierten und in der 17.Minute durch David Bickenbach im Nachsetzen mit der Führung belohnt wurden. 5 Minuten später konnte Grosser mit der nächsten Strafecke sogar auf 3:1 erhöhen. Bis zur Halbzeit bot sich mit einem dominanten und chancenreichen VfL und einem für Frankfurt verriegelten Kreis weiterhin das gleiche Bild, allerdings ohne weitere Treffer.
Die Halbzeitpause brachte hingegen einen Bruch ins Marburger Spiel. Offensiv ohne die letzte Konsequenz und defensiv mit fahrigem Spielaufbau wurde SC 80 wieder ins Spiel eingeladen. Konnte der heute wieder starke Keeper Armin Keim zunächst noch vereiteln, fielen innerhalb kürzester Zeit Anschluss- und Ausgleichstreffer. In der Folge entwickelte sich ein hektisches Spiel auf Augenhöhe, in dem Taktik erst an hinterer Stelle kam. Beide Teams wollten den Sieg, spielten energisch auf selbigen und erarbeiteten sich gute Einschussgelegenheiten. Die Führung übernahm nach 43 Minuten wieder Marburg mit Grossers drittem Eckenstreich. Fast im Gegenzug egalisierte Frankfurt umstritten, kam der entscheidende Pass als Flachschlenzer in den VfL-Kreis. Lennart Baus war das egal als er abermals im unmittelbaren Gegenzug eine tolle Vorarbeit durch Bickenbach zur erneuten VfL-Führung in den Maschen drückte. Marburg nahm auch in der Folge das Heft weiter in die Hand, verpasste jedoch die Vorentscheidung. Je näher es dem Abpfiff zuging, desto hitziger wurde die Partie jedoch. Marburg verlegte sich peu à peu auf Ergebnisverwaltung, Frankfurt konnte sich keine Niederlage erlauben und brachte 4 Minuten vor Ende den 6.Feldspieler. Das Risiko zahlte sich in der 59.Minute aus: nach Ballverlust im Aufbau kam der Ball im Zweikampf an einen VfL-Fuß im Schusskreis. SC 80 ließ sich nicht lange bitten und nutzte das Geschenk zum schlussendlichen Remis. Für beide Teams ein unbefriedigender Punktgewinn. In Anbetracht der Überlegenheit über weite Strecken des Spiels für Marburg auch besonders unnötig.
Zum Ende der Hinrunde steht die Mannschaft mit 5 Zählern auf dem 6.Tabellenplatz. Die überwiegend guten Leistungen führten leider zu selten zu Punkten. Das Fazit sollte jedoch mehr in die positive Richtung gezogen werden: die neu aufgestellte Mannschaft findet immer besser zusammen, kann es trotz fehlender Erfahrung potenziell mit jedem Gegner der ausgeglichenen Oberliga aufnehmen und befindet sich in Schlagdistanz zu den Nichtabstiegsplätzen. Weiter geht es im neuen Jahr am 18.Januar, wo mit dem Offenbacher RV der nächste direkte Konkurrent in der Georg-Gassmann-Halle gastieren wird.

Autor Simon Samstag
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