Tabellenführer als Außenseiter zum Aufsteiger

Finja Schaake (am Ball) war beim Saisonauftakt gegen Chemnitz Marburgs erfolgreichste Punktesammlerin. Foto: Melanie Schneider
Planet-Photo-DBBL: TK Hannover – BC Pharmaserv Marburg (Samstag, 18 Uhr, Unisporthalle).

Zwei Partien binnen drei Tagen liegen vor Marburgs Erstliga-Basketballerinnen. Am Samstag reist das Pharmaserv-Team zum Aufsteiger TK Hannover, am Montag (16 Uhr, Gaßmann-Halle) geht es gegen den Pokalfinalisten Rutronik Stars Keltern. Wegen des höchsten Sieges am ersten Spieltag gehen die Hessinnen als Tabellenführer ins Wochenende.

Zum ersten Mal überhaupt tritt der BC gegen den TK Hannover an. Der Meister der 2. Liga Nord sorgte vor zwei Wochen für Furore. Beim Champions‘ Cup schlug die Mannschaft aus Niedersachsen nicht nur Mitaufsteiger und Gastgeber Bad Aibling. Im Finale fügte der Turn-Klubb als erstes deutsches Teams seit mehr als drei Jahren bei dem Abonnementmeister TSV Wasserburg die erste Pflichtspielniederlage.

Das Team der Norddeutschen ist kein typischer Aufsteiger. Mehrere gestandene Erstliga-Spielerinnen stehen im Kader, darunter Dorothea Richter (159 Länderspiele), Melissa Jeltema (Topscorerin 2014/15), Stephanie Madden (Pokalfinalistin 2015/16) und nicht zuletzt Birte Thimm, BC-Kapitänin der vergangenen beiden Spielzeiten. Hannovers Stefanie Grigoleit absolvierte im Jahr 2011 vier Pflichtspiele für Marburg.


Fünf Fragen an BC-Trainer Patrick Unger:

Ihr geht als Tabellenführer in den Spieltag. Eure beiden kommenden Gegner haben am ersten Spieltag verloren. Jetzt seid ihr doch Topfavorit, oder?
Patrick: Es ist eine schöne Momentaufnahme, aber wir haben noch 21 Ligaspiele zu absolvieren. Unsere beiden Gegner haben gegen den Meister beziehungsweise den Vizemeister verloren. Ich denke, Hannover und Keltern sehen sich selber klar als Wasserburg-Verfolger. Wir sehen uns eher im unteren Drittel der Tabelle und denken nur von Spiel zu Spiel. Von daher sehe ich uns in beiden Duellen als klare Außenseiter. Alles andere wäre fahrlässig.

Warum schätzt du Hannover so stark ein?
Patrick: Sie haben sehr gute individuelle Klasse und können an guten Tagen die ganze Liga im Eins-gegen-eins dominieren. Und sie spielen sehr physisch und schnell. Darauf müssen wir vorbereitet sein.

Welche Spielerin aus Hannover hättest du gern in deinem Team? Birte Thimm gilt nicht.
Patrick: Dann Stephanie Madden. Sie hat vorige Saison für Keltern im Schnitt mehr als 13 Punkte gegen uns gemacht. Ich freue mich aber auf das Wiedersehen mit Birte, auch wenn ich sie in der Tat lieber in einem blauen Trikot gesehen hätte.

Wie bereitet ihr euch auf zwei unterschiedliche Gegner an einem Wochenende vor?
Patrick: Wir befassen uns mehr mit uns und versuchen die Fehler abzustellen, die wir momentan noch zu Hauf machen. Glücklicherweise sind unsere größten Fehler auch die, die Hannover sehr gerne ausnutzt. Da Hannover der nächste Gegner ist, wird sich erst einmal auch darauf konzentriert. Natürlich werde ich mich auch schon ein wenig mit Keltern beschäftigen und schauen, was sich vielleicht überschneidet.

Worauf wird es bei euch besonders ankommen?
Patrick: Wir müssen sehen, dass wir den Gegner in unserer Defensive vor Aufgaben stellen und selber uns in der Offensive treu bleiben. Wir wollen so hart spielen wie es geht und versuchen, uns damit eine Chance zu erspielen einen Sieg einzufahren.
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