Startschuss zur Jubiläumssaison fällt gegen Chemnitz

BC-Trainer Patrick Unger und seine neue Kapitänin Katie Yohn empfangen zum Saisonstart die Chemcats aus Chemnitz. Foto: Melanie Schneider
Marburg: Georg-Gaßmann-Halle | Planet-Photo-DBBL: BC Pharmaserv Marburg – Chemcats Chemnitz (Samstag, 19 Uhr, Georg-Gaßmann-Halle).

Wenn an diesem Samstag die Bundesliga in eine neue Runde geht, tut sie dies unter neuem Namen. „Planet Photo“ heißt der Liga-Sponsor für die Spielzeit 2016/17. Erstmals an Bord als Unterstützer der beiden nationalen höchsten Spielklassen ist „Ice-Watch“. Nicht neu ist allerdings, dass eine Mannschaft aus Marburg in der Eliteliga an den Start geht – zum 25. Mal in Folge.

Als am 19. September 1992 die Mannschaft des VfL Marburg gegen den TSV Weilheim zum ersten Sprungball nach dem Wiederaufstieg das Feld betrat, waren fünf Spielerinnen, die heute im Kader des Pharmaserv-Teams stehen, noch nicht geboren – Finja Schaake, derzeit dienstälteste BC-Spielerin, gerade einmal acht Wochen alt. Im Sommer 1997 übertrug der VfL die Bundesliga-Lizenz auf den neu gegründeten BC, der also nun in seine 20. Saison startet.

Der Auftaktgegner in die Marburger Jubiläumsspielzeit ist der östlichste im Oberhaus. Trainiert werden die Chemcats Chemnitz von Amanda Davidson, die in ihren sechs Jahren an der Lahn selbst ein gutes Stück Marburger Bundesliga-Geschichte geschrieben hat.

Wie die Geschichte des Aufeinandertreffens von BC-Coach Patrick Unger und seinem ehemaligen Schützling ausgehen wird, ist kaum vorauszusagen. Vier namhaften Abgängen bei den Hessinen stehen zwei neue Ausländerinnen sowie zwei deutsche U20-Nationalspielerinnen gegenüber.

Chemnitz dagegen hat seine komplette Profi-Riege ausgetauscht und lediglich vier 18-Jährige aus dem Vorjahreskader behalten. Die Katzen sind drei Wochen länger im Training als das Pharmaserv-Team und haben in der Vorbereitung beeindruckende Ergebnisse erzielt. Allerdings gehen die Gastgeberinnen ungeschlagen aus den Testspielen in die Saisonpremiere.


Fünf Fragen an Patrick Unger:

Genau fünf Monate nach der Bronze-Medaille in Herne beginnt die neue Saison. Wie groß ist die Vorfreude?
Patrick: Schon sehr. Ich persönlich bin sehr ungeduldig. Deswegen ist für mich die Vorbereitung auch immer auf der einen Seite eine doofe Zeit, da ich warten muss, um zu sehen wo wir wirklich stehen.

Was denkst du denn, wo ihr steht?
Patrick: Wir haben aus allen Testspielen etwas mitgenommen. Wir sind im Soll. Aber wir müssen lernen, noch aggressiver zu spielen. Das kommt dann hoffentlich mit den Spielen. Wir werden gucken, wie unsere Rookies auf das Niveau reagieren. Ich bin gespannt, wie die Stimmung am Samstag in der Halle sein wird. Wenn die gut ist, kann uns das bestimmt etwas helfen.

Wie zufrieden bist du mit der Integration der Neuen?
Patrick: Sehr zufrieden. Wir haben wieder ein sehr homogenes Team zusammengestellt. Leider sind alle etwas zu lieb, auch manchmal auf dem Feld. Das wird uns manchmal zum Verhängnis.

Du hast zwei Spielerinnen zu Kapitäninnen gemacht, die erst ein Jahr in Marburg sind.
Patrick: Nach der vorigen Saison und im Vergleich zu den Persönlichkeiten im Team, waren Katie Yohn und Svenja Greunke eine logische Entscheidung und auch eine Richtige. Jede von ihnen hat Charaktereigenschaften, die wir brauchen.

Wer wird am Samstag in der Anfangsformation stehen?
Patrick: Wir haben keine feste Erste Fünf. Das entscheidet sich kurzfristig nach Trainingseindruck, Matchups und bestimmten Konstellationen. Fest steht nur, dass Kim Winterhoff nicht spielen kann. Sie hat sich am Dienstag einen Teilriss der Plantarfaszie am Fuß zugezogen und fällt voraussichtlich vier Wochen lang aus. Das ist sehr ärgerlich, da sie die vergangenen Monate richtig gut gearbeitet hat.
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