Sieg bei Barmen, Sonntag nach Nördlingen

20:0 stand zwar nie auf der Anzeigetafel, aber der Sieg wurde nachträglich den Gastgeberinnen zuerkannt.
Planet-Photo-DBBL-Pokal, 2. Runde: Barmer TV Wuppertal – BC Pharmaserv Marburg 42:78.

Eine klare Sache war die Pokalpartie am Donnerstagabend. Der Erstligist dominierte vor allem vor der Halbzeitpause. Unterstützt von 17 mitgereisten BC-Anhängern sorgten ein 11:0- und ein 13:0-Start in die ersten beiden Viertel schnell für klare Verhältnisse.

Nach der 46:12-Führung zum Seitenwechsel, ließ die Zielstrebigkeit der Gäste nach und der Zweitligist konnte das Ergebnis ein wenig angenehmer gestalten, verlor die Abschnitte drei und vier mit nur jeweils einem Zähler.

Verzichten musste Marburg auf Diana Voynova. Die Centerin hat sich eine Erkältung eingefangen. Ihr Einsatz am Sonntag ist laut Trainer Unger fraglich.

Patrick Unger (Trainer Marburg):
„Man muss bedenken, dass Barmen ohne Profis spielt. Die haben echt einen guten Job gemacht. Wir konnten die angeschlagenen Katie Yohn und Tonisha Baker größtenteils schonen und viel ausprobieren. Mali Sola und Julia Köppl haben ihre viele Spielzeit gut genutzt. Auch die Regionalliga-Spielerinnen haben sich gut reingehängt. Es war eine Team-Leistung und das war schön anzusehen.“


Fun Facts: Zum ersten Mal zeigt die Anzeigetafel nach einem Spiel mehr Punkte für das Marburger Erstliga-Team an als für das aus Wuppertal. – Die ersten beiden Viertel endeten mit dem selben Ergebnis, ebenso die Abschnitte drei und vier.

Fail Fact: Das Spiel wurde nachträglich mit 20:0 für Wuppertal gewertet, weil Marburg eine Spielerin eingesetzte, die nicht auf dem Spielberichtsbogen stand. Es ist für Marburg die erste Spielverlustwertung in 24 Jahren und 729 Pflichtspielen.

Statistik
Viertel: 6:23, 6:23, 15:16, 15:16.
Wuppertal: Asuamah-Kofoh 4 Punkte, Bleker 14/ 1 Dreier, Bruns 9/1, Ehlert 4, Goeßmann 2, Hellmig, Schlüter 3, Schmidt 2, Stahmeyer 4.
Marburg: Baker 2, Bradley 5/1, Eggers 2, Greunke 16/2, Köppl 15, Putz, Reeh, Schaake 13/3, Sola 13/1, Wilke 4, Yohn 8/2.
SR: D.Rey, P.Sobieszuk. Z: 100.



Planet-Photo-DBBL: TH Wohnbau Angels Donau-Ries – BC Pharmaserv Marburg (Sonntag, 16 Uhr, Hermann-Keßler-Halle).

Während man in Marburg mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden ist, steht der nächste Gegner noch mit leeren Händen da. Das hätte aber auch ganz anders laufen können, wenn nicht beim Saisonauftakt ein Hallenser Wahnsinnswurf den Nördlinger Siegtraum in allerletzter Sekunde hätte zerplatzen lassen.

Herausragende Werte liefert für die Angels bislang ein Zugang aus Kanada ab: Kimberly Pierre-Louis war bislang für 18 Punkte und knapp neun Rebounds gut. Die Serbin Aleksandra Racic bestätigt mit 10,8 Zählern ihren Schnitt aus der Vorsaison. Drei Akteurinnen im Acht-Punkten-Bereich folgen, darunter die starke Rebounderin Carina Högg und Vorlagengeberin Jennifer Schlott (USA).

In der Amtszeit von Patrick Unger konnten die Lahnstädterinnen erst einmal mit einem Sieg im Gepäck aus dem Donau-Ries die Heimreise antreten – vor ziemlich genau zehn Monaten. Zwei Mal gings ohne Punkte wieder nach Hause.

Dem 92:72-Sieg aus der Vorbereitung misst man beim Pharmaserv-Team wenig Bedeutung bei. Damals sagte der BC-Übungsleiter: „Wir sind in der Vorbereitung schon ein bisschen weiter, als Nördlingen. Eigentlich sehe ich uns auf Augenhöhe.“



Fünf Fragen an BC-Trainer Patrick Unger:

Wie zufrieden bist du mit eurem bisherigen Abschneiden (4:1)?
Patrick: Das ist ein guter Start. Aber wir haben auch bislang gegen Mannschaften gespielt, die jetzt hinter uns stehen. Ab Dezember werden viele Teams wieder Spielerinnen austauschen. Dann geht das Ganze von vorn los. Wir setzen auf unser Kollektiv, alle Spielerinnen geben uns was. Mal sehn, wo die Reise hingeht.

Was sagst du zu den bisherigen Ergebnissen Nördlingens (0:5)?
Patrick: Sie hatten extrem schwere Gegner: Wasserburg, Saarlouis und Herne. Und dazu zwei extrem ärgerliche Niederlagen mit drei und einem Punkt.

Nördlingen macht immer zwischen 63 und 68 Punkten, also mehr als die von euch defensiv angepeilten 60...
Patrick: Sie versuchen schnell zu spielen und sehr hart zu verteidigen. Wir müssen 100 Prozent Einsatz zeigen, auch hart verteidigen und nicht aufgeben, ansonsten haben wir keine Chance.

Was erwartest du am Sonntag von Nördlingen?
Patrick: Es wird extrem schwer, in deren Halle ein gutes Spiel abzuliefern. So, wie ich das raushöre, rechnen sie sich gegen uns große Chancen aus. Die Mannschaft wird brennen und uns versuchen die Hölle heiß zu machen.

Mit welcher Nördlingerin würdest du gern mal zusammenarbeiten?
Patrick: Mit Johanna Klug habe ich ja im Sommer bei der U20-EM schon zusammenarbeiten dürfen. Das war schön und hat echt Spaß gemacht, da sie einen richtig tollen Charakter hat. Ansonsten würde ich gerne mal mit Luisa Geiselsöder zusammenarbeiten. Ich freue mich über ihre Entwicklung und hoffe, dass sie weiterhin den Spaß am Basketball behält. Das kann gut für Deutschland werden.
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