Segeltörn mit einem Katamaran - Typ Lagoon 37 - von Bremen nach Mallorca

Die Crew
 
Die Yacht - ein Katamaran vom Typ Lagoon 37 - am Liegeplatz in Bremen
 
Eins von den unendlich vielen großen Schiffen, denen wir auf dem Törn begegneten
 
Neue Fallen werden eingezogen (Foto: St. Schäfer)
 
Ein Crewmitglied muss beim Wechsel der Fallen im Mast - Topp arbeiten (Foto: St. Schäfer)
 
Blick in´s Rigg
Wie kommt man auf einem Segeltörn Bremen / Malle in´s Ijsselmeer nach Enkhuizen?

Am Freitag, 29.05. in Oudeschild / Texel ausgelaufen, mit neuen Fallen, aber ungünstiger Windrichtung.

Aufkreuzen nach SW. Der Wind nimmt entgegen der Vorhersagen mehr und mehr zu. Bft. 7 - 8 von vorn.

Die Wellen werden zu senkrechten Wänden. Höhe segeln ist unter diesen Bedingungen nicht mehr möglich. Also wohin?

Der nächste Hafen ist unser Ausgangshafen "Oudeschild"!

Auf dem Weg zurück reißt die Naht über dem dritten Reff des Großsegels. Einlaufen leider nach Feierabend des Segelmachers. 100 Seemeilen für die Füße!

Ein langes Wochenende warten auf Montag. Segelreparatur! Wind Tag für Tag SW 6 - 7 Böen 8 und mehr. Der Weg durch´s Ijsselmeer bringt wenigstens ein paar Meilen nach Süden. Das Leben, das Wetter ist ungerecht.

Morgen, Mittwoch, 03.06., geht´s weiter durch das Markermeer über Amsterdam nach Ijmuiden.

Ab Donnerstag sollen wir günstigen Wind haben. Das erste mal auf diesem Törn! Dann geht es hoffentlich durch das Nadelöhr von Dover / Calais.

"Der Weg ist das Ziel!"


Donnerstag, 11. Juni 2015

Torquay - Brest. Wind NE, Bft. 6 – 8, Böen 9 Bft., See 4 – 7 m. 36 Stunden! Heute nach rund 40 Stunden um 01.00 h im Yachthafen Brest festgemacht.

Von Anfang an:

Nach dem Start am Pfingstsonntag, 24. Mai 2015, in Bremen stellten wir fest, dass die Fallen (Großsegel und Rollgenua) für unsere Reise nicht mehr geeignet sind. In Bremerhaven sind weder am Pfingstsonntag noch am Pfingstmontag welche zu kaufen.

Gegen Wind von vorn unter Motor nach Den Helder / Nordholland. Kreuzen unter Segel war nicht möglich. Im Vorhafen stellt die Stb. - Maschine ihren Dienst ein. Schleusen und Brücken sind mit einem Propeller nicht gut zu meistern. Also weiter um die Ecke nach Oudeschild / Texel. Nächsten Tag Diesel entlüftet. Sonst nichts gefunden. Motor läuft wieder. Doch der Wind weht mit 6 – 7 Bft. aus SW. Donnerstag – Hafentag.

Wetterbericht für Freitag besser, bis auf die Windrichtung – SW.
50 Seemeilen segeln wir gegenan. Doch der Wind kennt die Vorhersage nicht! Bei 7 Bft., Böen bis 8 und senkrechten Wellenwänden (Wind gegen Strom) kein Vorankommen mehr. Einziger erreichbarer Hafen – Oudeschild. Auf dem Rückweg zersägen wir in einer Halse das Großsegel. Der Segelmacher in Oudeschild hat bereits Feierabend als wir ankommen. Samstag und Sonntag Hafentage. Nicht weiter schlimm – Starkwind aus SW. Montags wird das Segel repariert.

Wind SW Bft. 6 – 7. Wir fahren durchs Ijsselmeer. Vor Enkhuizen fällt die Stb. - Maschine wieder aus. Wir bleiben dort und suchen den Fehler. Entlüften! Motor läuft.

Am 8. Tag unseres Törns nach Malle segeln wir durch´s Markermeer und motoren über Amsterdam nach Ijmuiden. In der Schleuse Ijmuiden fällt die Stb. - Maschine aus! Wir bleiben im Yachthafen. Kein Handwerker, keine Ersatzteile. Motor entlüften! Danach läuft er wieder. Am kommenden Tag auslaufen Richtung Dover. Kaum Wind. In der Hafenausfahrt fällt die Maschine erneut aus.

Wind aus N bis E. Unter Segel fast bis Calais. Die ganze Nacht und tags Verkehr wir auf der Zeil. Dann frischt es auf. Bft. 6, 7, 8 aus SW. Kreuzen mit Hilfe des einen Motors gegen Wind und Strom. Können Calais nicht erreichen.

Überqueren ordnungsgemäß das TSS nördlich Calais und segeln bis Ramsgate. Anlegen mit einem Motor bei auslaufendem Strom macht Spaß.

Am nächsten Tag stellen Handwerker Dieselpest fest. Alles wird gespült und die Filter ausgetauscht. Biozide und Additive dem Kraftstoff beigemischt. Der Motor läuft.

Sonntag, 07. Juni

Auslaufen Ramsgate. Kein Wind, obwohl vom Seewetteramt Hamburg versprochen. Motoren bis auf wenige Stunden Segeln nach Torquay.

Jetzt, Donnerstag, 11.06., liegen wir nach der Überfahrt mit phänomenalem Seegang im Yachthafen von Brest und haben wieder einen Handwerker an Bord.

Gestern Abend haben wir die Überfahrt nach Galizien unterbrochen, nach mehreren heftigen Einsteigern, die das Cockpit überfluteten. Wir hatten keine Lust mehr auf eine weitere Nacht mit 6 – 7 m hohen, steilen Brechern (Wind gegen Strom). Brest lag am Weg. Beim Anlegen, na Ihr ahnt es schon, fiel die Steuerbord – Maschine aus!

Soeben höre ich – sie läuft wieder!!


Dienstag, 16. Juni 2015

Entspannte Überfahrt von Brest nach A Coruna. Gut drei mal 24 Stunden. Die Biskaya zeigte sich von ihrer besten Seite. Nur Sonnenschein. Leider meist zu wenig Wind. Deshalb kam die Dieselfock oft zum Einsatz. Aber auch der Parasailor. Nie zuvor einen Spinnaker mit Flügel benutzt. Eher skeptisch aufgeheißt. Aber schon beim ersten Einsatz waren wir begeistert.

Seit Brest hat nun auch der Bb. - Motor die Dieselpest. Trotz gezieltem Einsatz von Bioziden und Additiven. Ständig Filter wechseln, Leitungen reinigen und entlüften. Danach laufen sie wieder. Sehr nervig bei Seegang.

Aber, ich habe eine tolle Crew an Bord, das erleichtert alles. Des Eigners Frau musste leider aus fam. Gründen in Brest aussteigen. Wir freuen uns auf ihre Rückkehr.

Täglich den Mittagsort auch astronomisch bestimmt. Die GPS - Orte waren nur ca. 2 - 3 sm genauer.

Delphine in einer nicht bekannten Vielzahl begleiteten uns tags und nachts. Nachts mit Leuchtspur. Sahen aus wie Torpedos!

In 36 - 40 Stunden wollen wir in Porto sein. Der geplante spanische Hafen Bayona fällt aus Zeitgründen aus. Acht Tage haben wir durch technische Probleme verloren. Vom Wetter ganz zu schweigen.

Der Blick geht nach vorn .........


Donnerstag, 18. Juni 2015

Letzte Nacht in einer Ensenada hinter dem Cap Finistere verbracht.

Doch noch Landgang in A Coruna - wenn man schon mal da ist - und einen Tag später ausgelaufen.

Bester Wetterbericht! Aber, das Wetter kennt den Bericht nicht!

Es erwischte uns wieder eiskalt. Wind genau von achtern, Bft. 8, in Böen 9 - 10. Das braucht kein Mensch, wenn Schutz in der Nähe zu finden ist.

Für heute haben wir die gleiche Vorhersage. Aber, kein Wind. Motoren ist angesagt. Nervt, der Wechsel zwischen Sturm und Flaute, Sturm und Flaute .........

Kommende Nacht werden wir hoffentlich Porto erreichen. Unseren ersten portugisischen Hafen. Auf das Ambiente am Douro freuen wir uns.

Soeben kommt Wind auf. Ablandig und er reicht zum Segeln. Und warm ist er. Das erste Mal! Bisher hatten wir nur sehr kalte Winde. Wenn er bleibt, geht es schneller als mit Motor.

Ach ja, beide Motoren verrichten z. Zt. ihren Dienst, ohne Beanstandungen. Hoffentlich bleibt das so.


Dienstag, 23. Juni 2015

Gestern mit der alten Straßenbahn (Baujahr 1908 – Siemensmotoren), Linie 28, für € 2,85 pro Person eine Stadt – Rundfahrt durch Lissabon gemacht.

Nach weiterem Sightseeing mit der Schnellbahn zurück nach „Cascais“.
Cascais bot sich als Hafen an, um einen Stop auf dem Weg nach Albufeira einzulegen, ohne die starken Gezeitenströme auf dem Tejo berücksichtigen zu müssen. Außerdem sparte uns diese Entscheidung rund 25 unnötige Seemeilen und entsprechend Zeit.

Einen Tag Reparaturen und Landgang in Porto. Ein schöner Abend am Douro. Direkt an der Eiffelbrücke. Am anderen morgen bei starkem Strom, der durch die Douro – Marina fließt, abgelegt. Nur eine Stunde gesegelt. Dann bis nach Cascais motort. Kein Wind, wie schon so oft auf diesem Törn. Motoren ist allerdings erheblich besser als Sturm.

Bei traumhaftem Segelwetter sind wir jetzt unterwegs zur Algarve. 2 bis 3 Bft., kein Wölkchen am Himmel. Das erste Mal richtiges Sonntagswetter, so wie wir uns das vorgestellt haben. Und die Delphine besuchen uns wieder.

Am kommenden Tag, in den frühen Morgenstunden wollen wir das C. de Sao Vicente erreichen, den südwestlichsten Punkt des europäischen Festlands, wo es die letzte Bratwurstbude vor Amerika gibt. Den westlichsten Punkt des Kontinents, das C. da Roca, hatten wir am Sonntag, den 21. Juni 2015, um 16.30 h auf der Länge 009° 31,5´ W umrundet.

Heute Abend haben wir das letzte hessische Brot gegessen. Nach fünf Wochen immer noch genießbar. Dunkel gebacken schmeckt eben besser und hält viel länger!

Leider müssen Axel und Steffi uns Übermorgen verlassen. Ihr Urlaub ist zu Ende. Schade, jetzt wo das schöne Wetter wahrscheinlich anhält. Sie hätten es verdient. Wolfgangs Frau steigt am selben Tag wieder ein. Zu Viert geht’ s am Tag darauf weiter Richtung Tarifa, dem südlichsten Zipfel des europäischen Kontinents.

Wenn das Wetter und auch die Motoren mitspielen, wollen wir am ersten Juli – Wochenende Malle erreichen, das Ziel unserer Reise.


Mittwoch, 24. Juni 2015

Heute Morgen gegen 05.30 h das C. de Sao Vicente gerundet. Die Bratwurstbude hatte noch zu. War ja auch noch stockdunkel. Im Morgengrauen besuchen uns wie immer unsere Delphine.

Kaffee – Segeln entlang der Felsenküste und den Stränden der West – Algarve. Sagres, Lagos und Portimao lassen wir an Backbord. Gegen 14.00 h in Albufeira, dem St. Tropez der Algarve, festgemacht. Zwei Nächte werden wir uns zum Ausschlafen können. Danach geht es weiter, wie oben beschrieben.

Die Crew ist super gut d´ rauf. Nur schade, dass sich zwei verabschieden müssen.


Dienstag, 30. Juni 2015

Am 25. Juni sind Axel und Steffi von Bord. Tut uns allen sehr leid. Aber, Dienst ist Dienst.

Heute Vormittag haben wir den berühmten Affenfelsen mit Ziel Almeria gerundet. Wie am Tag zuvor, als wir die spanische Marina Alcaidesa, nördlich des Felsens anliefen, lag er überwiegend im Dunst. Die heiße Luft Afrikas lässt grüßen!

Nach anfänglichem kräftigen Wind aus Südwest, laufen wir jetzt unter Vollzeug, bei 1 Bft. Wind, Richtung Ostnordost und lassen den Backbordmotor mit schieben.

Soeben haben wir die 2.000 Seemeilen geknackt! Und eine Flasche Schampus!
Vor einer Stunde Marbella passiert. Braucht kein Mensch!

Ententeich. Nach allem was war, echte Entspannung. Trotz Ratatelleisen.


Die Seeschlacht am Cap Trafalgar fand vor langer Zeit statt. Die Flotte Napoleons wurde damals, wie ich inzwischen erinnert wurde, von der englischen vernichtend geschlagen. Wir haben unsere Trafalgar - Schlacht am Samstag, bei 7 bis 8 Bft. von Osten, gegen hohen, steilen Seegang verloren. Und wir mussten uns bis zu dem kleinen Naturhafen Sancti Petri zurückziehen.

Nach einer Bauernnacht liefen wir am Sonntag erneut auf Angriffskurs. Anfangs bei schwachem Wind aus Südwest. Beide Dieselfocks arbeiteten ordentlich, nachdem sie zwei Tage zuvor wieder mal der Dieselpest Tribut gezollt hatten.

Die Frau des Eigners hatte an diesem Tag Geburtstag. Als Geschenk hatte ich ihr aus der alten Großschot einen zünftigen Fußabtreter geflochten. Als weiteres Geschenk war Gibraltar vorgesehen. Doch es kam anders.

Das Cap Trafalgar hatten wir bereits passiert, als es aus Osten auffrischte. Eigentlich sollte der Wind mit maximal 2 Bft. aus Südwest kommen. Bei 7 Bft. banden wir zwei Reffs in´s Groß und bargen die Genua, deren Rollanlage klemmte. Mit gerefftem Groß und beiden Motoren schoben wir unseren Kat, so gut es auf Am-Wind-Kurs ging, der Meerenge zwischen Tarifa und Afrika entgegen. Nicht unerwartet gab einer der Motoren dem Angriff der Dieselpest nach. Eine Stunde, dann hatte der Eigner die Filter gewechselt und das System entlüftet. Danach lief das Ratatelleisen wieder. Das war höchste Zeit, denn gegen die inzwischen 9 Bft. Wind schafften wir es mit Groß und einer Maschine nicht mehr. Erste Überlegungen in Richtung Tanger abzulaufen wurden zwischenzeitlich angestellt. Hatten wir doch den ganzen Tag auch die afrikanische Küste vor Augen.

Mit beiden Motoren und gerefftem Großsegel erreichten wir mit Ach und Krach, im letzten Büchsenlicht, den Ankerplatz westlich des Damms zwischen dem Ort und der Insel Tarifa. Inzwischen blies es mit nicht weniger als 11 Bft. (orkanartiger Wind). Im Sandgrund ließ sich der Anker sicher vergraben und bescherte uns so eine mehr oder weniger ruhige Nacht.

Für eine Nacht zum Ausschlafen und zum bunkern von Flüssigkeiten, sowie Verpflegung, verlegten wir am Montag den Kat von dort, um die südlichste Spitze des europäischen Kontinents herum, am Affenfelsen Gibraltar und unzähligen dicken Pötten vorbei, in die spanische Marina Alcaidesa, nördlich des Flughafens.

440 Seemeilen bis zu unserem Ziel Mallorca liegen nun noch vor uns. Sollten uns das Wetter und die Dieselpest endlich mal gewogen sein, wollen wir unseren Törn am Dienstag, den 07. Juli 2015, in Palma de Mallorca beenden.


Freitag, 03. Juli 2015

Rasmus macht es uns nicht leicht! Wie konnten wir so naiv sein zu glauben, er würde einen kleinen Katamaran aus Bremen so einfach nach Mallorca segeln lassen.

Seit den frühen Morgenstunden liegen wir in einer winzigen, von hohen Felsen eingerahmten, Ankerbucht. Westlich von Cartagena. Keine Chance bot Rasmus uns, mit zweifach gerefftem Großsegel und einem Motor (der zweite hatte sich rechtzeitig abgemeldet) um das Cap de Palos herum zu kommen. Bei starkem Nordostwind auf die Nase, mit knallharten Böen, konnten wir unter Segel allein nicht die erforderliche Höhe laufen. Zur Zeit brettern Böen mit bis zu 50 Knoten im Sekundentakt in die Bucht. Sehr ungemütlich hier.

Nach Formentera / Ibiza sind es von hier nur noch etwa 150 Seemeilen. Bis Palma de Mallorca kommen nochmal weitere 70 Seemeilen hinzu. Alles in allem keine Distanzen bei normalem Wetter.

Wir hoffen, dass sich dieser heftige Wind und vor allem die Windrichtung zu unseren Gunsten ändern, sonst wird es eng mit unserem Zeitplan. Den Rückflug von Malle nach Ffm. haben Elke und ich für Donnerstag, den 09.07.2015, gebucht.


Montag, 06. Juli 2015

Acht Stunden Kreuzen am Samstag, für 20 Seemeilen bei Starkwind von vorn, dann hatten wir das Cap de Palos endlich geschafft. Bis Torrevieja bemühten sich dann noch bis zu drei Meter hohe Wellen, genau von der Seite, unseren Katamaran umzukippen. Unser Kat war stärker.

Torrevieja, ein großer Hafen mit Marinas im Inneren, bietet bei allen Winden sicheren Schutz. Der Service ist perfekt, von der quälenden Langsamkeit des Personals abgesehen. Allerdings braucht man den Lärm und die Touristenburgen an Land nicht.

Vor etwa einer Stunde fiel unser Anker in der Bucht von Santa Ponsa auf Mallorca. Der Sandgrund trägt hervorragend und wird uns eine ruhige Nacht ohne Ankerwache bescheren.

Um kurz nach 06.00 h hatten wir heute Morgen die Durchfahrt zwischen Formentera und Ibiza passiert. Zu einem Stop auf einer der beiden Inseln fehlte uns leider die Zeit. Auf der gesamten Fahrt von Torrevieja bis Mallorca kam der, wie häufig zu schwache, Wind wieder mal von vorn. Zum Segeln mit einem Katamaran unter Zeitdruck völlig ungeeignet.


Nach einer ersten Runde Schwimmen auf diesem Törn, ist es nun Zeit für ein Resümee.

Der Törn war durchweg schön, aber sehr anstrengend. Wind hatten wir leider viel zu oft von vorn oder genau von hinten. Meistens zu schwach, um damit segeln zu können. Zwei normale Stürme, acht bis neuen Bft., zum Glück von hinten. Einen zwei Tage von vorn. Acht bis neun Bft., am zweiten Tag mit Böen bis 11 Bft. Es gab auch viele schöne Segeltage mit Kursen am Wind oder mit Backstagsbrise. Einmal, beim Passieren der Biskaya, konnten wir den Parasailor (Spi mit Flügel) ausprobieren. Das Segel hat alle begeistert.

Ja, der Mythos Biskaya. Wind und See waren während unserer Passage äußerst friedlich.

Fallen und Segelreparatur kosteten uns leider schon am Anfang der Reise ungewollte Aufenthalte.

Die Dieselpest hat uns allerdings während des gesamten Törns erheblich behindert.

Doch mit einer guten Crew ist alles zu bewältigen.

An erster Stelle muss ich da den Eigner Wolfgang nennen, der unermüdlich, fast an jedem Tag bzw. in jeder Nacht, einem der Diesel neues Leben einhauchen musste. Bei jedem Seegang!

Steffi, Gitta und Elke haben stets für das Wohlbefinden der Crew gesorgt. Trotz der häufig sehr anstrengenden Wachen.

Axel und Elke waren dem Käpt´n immer gute Ratgeber bei seemännischen und navigatorischen Entscheidungen.

Für alle war die Reise gewisser Maßen auch ein Aus- und Weiterbildungstörn.

Danke sage ich all denen, auch im Namen der Crew, die unseren Törn mit Interesse begleitet und uns mit Worten, Zuschriften sowie Empfehlungen unterstützt haben.

Ob ich die Reise wiederholen würde?

Ja, mit dieser Crew, mit dem Schiff ("ein wenig" modifiziert), aber auf keinen Fall mit der Dieselpest.

Morgen Nachmittag laufen wir in unseren Zielhafen Palma ein.

„Der Weg war das Ziel“!


Übrigens:

Nur einen einzigen Tag hatten wir während der gesamten Reise Regen. Das war im Hafen von Oudeschild auf Texel.

Unter http://www.neuental-bischhausen.de/Mare/ war unser Törn im Internet zu verfolgen.
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2 Kommentare
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Volker Beilborn aus Marburg | 02.09.2015 | 20:03  
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Wilhelm Bauer aus Hannover-Südstadt | 06.10.2016 | 16:45  
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