Schließt sich der Kreis?

Die Treffsicherheit von Finja Schaake ist wieder gefragt, soll die weiße Heimweste erhalten bleiben. Foto: Melanie Schneider
Marburg: Georg-Gaßmann-Halle | Planet-Photo-DBBL: BC Pharmaserv Marburg – SV Halle Lions (Samstag, 19 Uhr, Georg-Gaßmann-Halle).

Mit dem letzten Heimspiel des Jahres schließen Marburgs Erstliga-Basketballerinnen die Hinrunde ab. Zu Gast: der Tabellenachte, die SV Halle Lions.

Die Woche begann mit einer Hiobsbotschaft: Mali Solas Verletzung aus dem Wasserburg-Spiel stellte sich als Kreuzbandriss heraus. Das bedeutet das Saisonende für die U20-Nationalspielerin, die zuletzt immer besser in Fahrt kam (gegen Saarlouis und Wasserburg zusammen 14 Rebounds in 29 Minuten). Als ob das nicht genug wäre, zog sich Diana Voynova einen Nasenbeinbruch zu und Svenja Greunke leidet seit Wochen an einer Muskelentzündung am Schienbein.

Während die Marburgerinnen in dieser Saison in heimischer Halle noch kein Spiel verloren haben, sind die Lions in der Fremde noch ohne Erfolgserlebnis. Allerdings reisen sie mit dem Rückenwind eines hart erkämpften Heimsieges im Abstiegsduell gegen Bad Aibling an.

Ein Trio aus US-Amerikanerinnen bildet das Rückgrat des Teams aus Sachsen-Anhalt. Janee Thompson, Kaneisha Horn und Sara Hammond zeichnen für 39 der durchschnittlich 73 Lions-Punkte verantwortlich. Auch drei aktuelle deutsche Nationalspielerinnen im SVH-Trikot – Alina Hartmann, Laura Hebecker und Kimmi Pohlmann – werden alles daran setzen, bis zu den Weihnachtsferien noch etwas weiter aus dem Tabellenkeller nach oben zu klettern. Derzeit rangiert Halle nämlich punktgleich mit dem ersten Abstiegsplatz und nur einen Sieg vor dem Schlusslicht.

Vielleicht schließt sich ja der Kreis und die treuen BC-Fans klatschen, schreien und trommeln ihre Mannschaft im 16. Heimspiel des Jahres zum 10. Sieg. Denn: Die erste Partie 2016 zu Hause gewann das Pharmaserv-Team, und zwar gegen Halle.


Fünf Fragen an BC-Trainer Patrick Unger:

Wie haben sich beide Mannschaften seit dem Kaphingst-Cup (83:75 für euch) entwickelt?
Patrick: Beide haben sich weiterentwickelt und sind mannschaftlich zusammengewachsen. Es wird auf jeden Fall nicht leicht, das Ergebnis aus dem Vorbereitungsspiel im September zu wiederholen.

Mit welcher Spielerin der Lions würdest du gern mal zusammenarbeiten?
Patrick: Noémie Rouault ist meine absolute Lieblingspielerin in Halle. Sie bringt Energie und Freude mit aufs Feld.

Halle steht nur einen Sieg vor dem letzten Platz und hat auswärts noch kein Spiel gewonnen. Ist das für euch ein Vorteil?
Patrick: Sie haben ja selbst davon gesprochen, dass das Spiel vorige Woche mit dem Heimsieg so etwas wie ein Neustart war. Von daher erwarte ich auch, dass sie bei uns so auftreten, als würden sie weiter oben in der Tabelle stehen. Ich denke, Halle ist jetzt aufgewacht und kann einen Run starten. Von daher sind sie voll im Soll. René Spandauw wird sich nicht von seinem Weg abbringen lassen und mit seiner Mannschaft noch für die eine oder andere Überraschung sorgen.

Worauf liegt bei euch am Samstag der Fokus?
Patrick: Wir haben gegen Saarlouis und Wasserburg gesehen, dass wir gute Mannschaften auch bei wenigen Punkten halten können. Wenn wir es schaffen, unseren Gameplan defensiv umzusetzen, dann haben wir immer eine Chance zu gewinnen. Wir müssen die Aggressivität annehmen und umsetzen, nicht statisch agieren und eine Idee haben, was zu tun ist, falls der Gegner uns mal ein Element unseres Spiels wegnimmt.

Wollt ihr euch mit einem besonders guten Spiel von eurem Publikum aus dem Jahr verabschieden?
Patrick: Wir wollen immer gut spielen. Diese Saison scheint es so, als würde uns zu Hause immer noch so ein bisschen extra Feuer zur Seite stehen. Ich hoffe, dass wir darauf weiter bauen können.
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