Punktloser Adventssonntag für Hockey-Herren des VfL 1860 Marburg

Am ersten Advent gingen die 1.Herren in Rüsselsheim mit leeren Händen vom Platz. Im Duell mit dem Spitzenreiter halten es die Jungs lange spannend, machen aber zu wenig aus ihren Chancen und müssen sich am Ende aber beugen.


Als Außenseiter gingen die VfL-Cracks in die Partie mit Ligaprimus Rüsselsheim, jedoch nicht ganz ohne Hoffnung auf Bonuspunkte nach den guten Spielen gegen Darmstadt und Limburg. Marburg kam zunächst gut in die Partie und zündete nach 3 Minuten bereits die erste Kerze an: Matthias Döring fing einen Pass aus der RRK-Verteidigung ab, setzte zum Solo an und vollendete mit einem Heber zum mit der Zunge schnalzen über den Keeper hinweg. Rüsselsheim musste sich erst einmal schütteln und kam zunächst nur schwierig durch die sattelfeste VfL-Verteidigung. Marburg kam besonders durch schnelles Umschalten bei Ballgewinn zu guten Chancen, unter anderem durch Oliver Mock und David Bickenbach.
Mit fortlaufender Spieldauer fand Rüsselsheim langsam seinen Rhythmus und konnte den VfL stärker unter Druck setzen. Belohnt wurde das in der 16.Minute mit dem 1:1, als der Ball aus einem Gestocher im VfL-Kreis durch Freund und Gegner ins Tor rutschte. Marburg ließ sich davon zwar nicht verunsichern, tat sich jetzt aber schwerer die Stürmer gefährlich ins Spiel zu bringen. Rüsselsheim witterte Morgenluft, agierte jetzt zielstrebiger und kam besonders durch individuelle Fehler der VfL-Jungs ab der 22.Minute innerhalb von 4 Minuten zu einem Triple-Schlag, der zum Seitenwechsel die Anzeigetafel 1:4 leuchten ließ.

Trotz des Rückstands kam Marburg mit Mut aus der Kabine, Ball und Mann liefen jetzt wieder deutlich besser. Rüsselsheim schien die Zügel etwas schleifen zu lassen, kam vorne wenig zur Entfaltung und offenbarte hinten manche Lücke. Liam Adamson scheiterte zweimal aussichtsreich, Simon Morherr scheiterte zunächst doppelt per Strafecke, bis zur 44.Minute als der dritte Versuch den Weg ins Ziel fand – nur noch 2:4. Marburg roch jetzt Lunte und setzte nach: Ferdinand Gerl konnte den Ball an der Bande abfangen, nahm unaufhaltsam Fahrt auf und veredelte sein Lauf mit dem cleveren Querpass auf Moritz Grosser, der zum 3:4 verkürzte. Rüsselsheim sah sich jetzt zum Handeln gezwungen und versuchte wieder mehr das Heft in die Hand zu nehmen, jedoch mit wenig Erfolg. Marburg schien näher am Ausgleich als der RRK am fünften Treffer. Grosser und Adamson hatten gute Gelegenheiten auf der Kelle, scheitern jedoch am RRK-Keeper. In der 51.Minute dann die entscheidende Szene: ein strittiger Pfiff gegen Marburg im Angriff führt zum schnell ausgeführten Freischlag für RRK. Der findet den verwaisten Stürmer im Kreis, der dem starken VfL-Keeper Andreas Büchler keine Chance ließ – 3:5.

Marburg wollte sich aber nicht ergeben, ging jetzt nochmal volles Risiko und nahm den Keeper raus. Rüsselsheim rührte jedoch hinten Beton an und machte schlussendlich mit zwei Empty-Net-Goals den Sack zu. Das zwischenzeitliche 4:6 durch Simon Morherr blieb somit lediglich Ergebniskosmetik. Die Niederlage geht in Anbetracht der Chancenmenge und –auswertung zugunsten des RRK sicherlich in Ordnung, dennoch verkaufte sich die junge VfL-Truppe speziell in der zweiten Halbzeit teuer. Mit einem etwas glücklicheren Spielverlauf kann unter Umständen sogar ein Punkt drin sein. Die Leistungskurve geht auch mit dem heutigen Spiel weiter nach oben, was Zuversicht macht für die nächste Woche, wo mit dem Wiesbadener THC der nächste Aufstiegsaspirant wartet.

Simon Samstag
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