Playoffs perfekt: Prima!

Die Marburgerin Kellindra Zackery (am Ball) war von Freiburg nicht zu stoppen. (Foto: M. Schneider / belichtbar.net)
1. Damen Basketball Bundesliga: Eisvögel USC Freiburg – BC Pharmaserv Marburg 59:87.

Mit einer tollen Leistung haben sich die Marburgerinnen vorzeitig für die Playoffs qualifiziert. Kellindra Zackery war in Freiburg nicht zu stoppen. Derweil bescherte die Auslosung des Pokal-Halbfinales den Hessinnen ein Duell mit den gastgebenden Saarlouis Royals.

Bei den noch abstiegsbedrohten Freiburgerinnen konnte der BC über weite Strecken begeistern. Hauptsächlich die acht eigenen mitgereisten Anhänger natürlich.

Ob von außen oder unter dem Korb. Es fiel einfach alles rein in den Korb der Eisvögel. Naja, fast alles. Aber eine Trefferquote von 52 Prozent kann sich schon sehen lassen. Offenbar war das Pharmaserv-Team zuerst am Topf mit dem Zielwasser gewesen und hatte den Gastgeberinnen nicht mehr viel übriggelassen. Auf ganze 38 Prozent brachten es die USC-Frauen. Da Marburg auch noch die Rebounds haushoch dominierte, stand der erste Marburger Auswärtserfolg seit mehr als drei Monaten schon lange vor der Schlusssirene fest.

Während die Eisvögel jetzt mit nur noch einem Sieg Vorsprung auf die Abstiegsplätze bange nach unten blicken, haben die Marburgerinnen nun das obere Tabellendrittel im Blick. Punkgleich, nur durch den schlechteren direkten Vergleich, belegen die Hessinen Platz fünf, nur zwei Punkte hinter dem Tabellenzweiten.

BC-Centerin Kellindra Zackery war die auffälligste Akteurin auf dem Parkett der Uni-Halle. In forderster Front beim Punktesammeln zeigten sich auch Maggie Skuballa und Finja Schaake. Besonders erfreulich: Alle acht Spielerinnen im dunkelblauen Trikot trugen sich in die Korbschützenliste ein.

„Das war eine sehr tolle Vorstellung meiner Mannschaft. Wir haben von Beginn an sehr aggressiv verteidigt und unseren Plan genau umgesetzt“, freute sich Patrick Unger. Und angesprochen auf die 19 Ballverluste seiner Schützlinge antwortete der BC-Trainer: „Dafür haben wir 19 Assists. Und wenn man auswärts mit 28 Punkten gewinnt, fällt es schwer zu meckern.“

Zu meckern gab es diesmal auch an der Anfangsphase nichts. Anders als in den beiden vorangegangenen Auswärtsspielen waren die Marburgerinnen von Beginn an zur Stelle. Nach einem kurzen Freiburger Hoch ließen die Gäste mit einer 9:0-Serie aufhorchen und gingen mit 25:17 in die erste Viertelpause.

Nach einem erneuten Zwischenspurt mit 13 Zählern in Serie wies die Anzeigetafel Mitte des zweiten Abschnitts beim BC doppelt so viele Punkte auf wie bei den Gastgeberinnen (42:21), die bis zum Seitenwechsel aber noch einmal herankamen (32:44).

Deshalb erinnerte Patrick Unger sein Team noch einmal an die Partie aus dem Vorjahr an selber Stelle. Damals hatte sich der BC im letzten Durchgang noch eine 14-Punkte-Führung nehmen lassen. Wiederholung unerwünscht! „Wir haben in der Kabine in der Defense noch ein paar Dinge angepasst und diesmal über 40 Minuten die richtige Einstellung gezeigt“, sagte der Marburger Trainer.

Mit einem weiterem 13-Punkte-Lauf bogen die Lahnstädterinnen Ende des dritten Durchgangs endgültig auf die Siegerstraße ein (66:41) und ließen auch im Schlussakt noch einen 12-Zähler-Run folgen. Die Eisvögel kämpften bis zur Schlusssirene. Doch war an diesem Tag für das durch viele Verletzungen gebeutelte Team nicht mehr drin als Ergebniskosmetik.


* Am Sonntag wurden die Paarungen für das Pokal-Top-Four in Saarlouis ausgelost. Im Halbfinale am 29. März treffen aufeinander:
14 Uhr: TSV Wasserburg – Friendsfactory Baskets Nördlingen
17 Uhr: BC Pharmaserv Marburg – TV Saarlouis Royals.
Die Verlierer spielen tags darauf um Platz 3 (13 Uhr), die Gewinner um den Deutschen Pokal (16 Uhr).


Statistik:
Viertel:
17:25, 15:19, 9:22, 18:21.
Freiburg: Heck, Hodapp, C. Höre 5 Punkte / 1 Dreier (3 Assists), F. Höre 9/1, Lucet 16/1 (10 Rebounds), Ouedraogo (n.e.), Schindler 2, Schlüter 4, Simmons 10, Williams 13/1.
Feldwürfe 38 Prozent (25/65), Freiw. 83 Prozent (5/6), Reb. 22 (def. 16), Turnover 13, Ass. 13, Steals 10, Blocks 1, Fouls 14.
Marburg: Baker 6/1 (6 Reb.), Gohrke 2 (8 Reb., 4 Ass., 3 St.), Masek 5, Schaake 17/5 (6 Reb.), Skuballa 18/2 (6 Reb., 4 Ass.), Smith 9/1 (5 Ass.), Winterhoff 2, Zackery 28 (10 Reb., 3 St.).
Feldw. 52 Prozent (33/63), Freiw. 81 Prozent (13/16), Reb. 46 (d. 34), TO 18, Ass. 19, St. 9, Bl. 4, Fo 7.
SR: Knapp, Graf.
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