MSVler Nachwuchs überzeugt beim 32. Otto-Springer-Gedächtnisschwimmen

Unsere Jüngsten!
   
Alva Starostzik
 
Raik Zeppel in seinem Element!
Marburg. Am Wochenende veranstaltete der Marburger SV 1928 das 32. Otto-Springer-Gedächtnisschwimmen im heimischen Sport- und Freizeitbad AquaMar, das traditionell im Zeichen des jüngeren Nachwuchses steht. Zwölf hessische Vereine gaben mit 126 Teilnehmern 954 Einzel- und Staffelmeldungen ab.

Mit 73 Sportlern stellte der Gastgeber das größte Teilnehmerfeld des Wettkampfes, der sich mit 149 Podestplätzen (davon 57 Gold-, 48 Silber- und 44 Bronzemedaillen) überaus leistungsstark präsentierte. Die Arbeit in den Nachwuchsgruppen von Lydia und Rainer Pohl, Viktoria Estor und Julia Peter ist weniger leistungsorientiert, vielmehr will man die jungen Schwimmer begeistern und motivieren. Wie das in der Praxis funktioniert, ist nicht zuletzt an den 165 persönlichen Bestleistungen abzulesen. Bei ihrem ersten Wettkampfstart strahlten die Gesichter von Lucy Wedekind, Sarah Winzenburg (beide Jg. 2008) und Louis Imhof (Jg. 2003) über den Gewinn ihrer Medaillen. Hierbei räumte Lucy einen kompletten Medaillensatz ab, Louis holte im Freistilsprint einmal Gold und im Rückensprint Silber, ebenso wie Sarah über 25 m Brust. Timon Rausch (Jg. 2007) wurde über 25 m Brust Dritter, über die doppelte Distanz reichte es sogar für den zweiten Platz. Mia Wohak (Jg. 2007) freute sich im Rückensprint über eine Silbermedaille.

Ein wenig mehr Wettkampferfahrung sammelten bereits Emilia Metz, Elisa Köhling, Mika Scheffler, Zinnia Mayer (alle Jg. 2006), Laura Dodel, Paul Martin (beide Jg. 2004), Mara Mensing, Amelie Wilhelm, Marc Müller, Mika Schütz, Hanna Bonacker, Anne Arndt (alle Jg. 2003) und Hannah Albrecht (Jg. 2002) aus den Trainingsgruppen von Lydia und Rainer Pohl. Fünfmal ging Emilia Metz an den Start und toppte jede ihrer bisherigen Bestmarken. Über 25 m Freistil und 50 m Rücken holte sie Silber, sowie Bronze über 100 m Freistil und 100 m Rücken. Rang Zwei hieß es am Ende für Elisa Köhling über 25 m Rücken. Erstmals gingen Mika Scheffler, Zinnia Mayer und Amelie Wilhelm über 200 m Brust ins Rennen und überzeugten mit guten Leistungen auf der Langstrecke, die jeweils mit Bronze belohnt wurden. Im Brustsprint wurde Mika Erster und über 25 m Rücken Zweiter. Während Laura Dodel sich über 100 m Brust noch mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben musste, reichte es mit einer Leistungssteigerung von sechs Sekunden über die doppelte Distanz in einer Zeit von 3:37,34 Minuten für Rang Drei. Paul Martin freute sich über Bronze im Rücken- und Brustsprint. Eine überzeugende Vorstellung lieferte Mara Mensing bei ihren sechs Starts, bei denen sie sechsmal eine neue Bestmarke steckte. Im Freistil- und Brustsprint schwamm sie auf Rang Zwei und über 100 m Lagen sowie über 100 m Freistil wurde sie Dritte. Viermal Bronze schlagen bei Marc Müller über 50 m und 200 m Brust sowie 50 m und 200 m Freistil zu Buche. Eine gute Renneinteilung war bei Mika Schütz Garant zum Sieg über 200 m Freistil (3:06,56). Im Freistilsprint holte er Silber. Viermal verbesserte sich Hanna Bonacker über 100 m Brust, 100 m Lagen, 50 m Brust und 50 m Schmetterling und wurde mit einer Silber- und zwei Bronzemedaillen belohnt. Anne Arndt erreichte über 50 m Schmetterling Rang Zwei (41,82) und über 50 m Freistil Rang Drei (34,93). Zweifelsohne war Hannah Albrecht über 200 m Freistil und 100 m Lagen das Maß aller Dinge. Über 200 m Freistil schlug sie zehn Sekunden schneller als der Rest des Teilnehmerfeldes im Ziel an, über 100 m Lagen dominierte Hannah immerhin noch mit sieben Sekunden. Verdient sicherte sie sich jeweils die Goldmedaille, über 50 m Schmetterling reichte es für Silber und über 50 m Brust wurde Hannah Dritte.

Auch Trainerin Viktoria Estor (Trainingsgruppen Heskem) hatte allen Grund mit ihren Schützlingen zufrieden zu sein. „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“, so scheint Louisa Grün (Jg. 2007) in die Fußstapfen ihres Vaters Fabian Grün zu schlüpfen. Am Ende eines langen Wettkampftages war sie sichtlich stolz über ihre zwei Goldmedaillen, die sie über 100 m Lagen und 25 m Schmetterling errang. Hinzu kamen zweimal Silber über 50 m und 100 m Freistil, sowie einmal Bronze über 25 m Freistil. Zwei neue Bestmarken veredelte Sebastian Kuske (Jg. 2004) über 50 m Brust und 50 m Rücken jeweils mit Silber, ebenso wie Samuel Boland. Stehvermögen bewies Joshua Mengel (Jg. 2004) über 100 m Brust und kam als Dritter ins Ziel.

Raik Zeppel und Alva Starostzik lösen Tickets für die „Hessischen“


Für die bevorstehenden Hessischen Jahrgangsmeisterschaften im Juli in Bergen-Enkheim scheint einer der letzten Leistungstests für Trainerin Nathalie Richter gelungen. Zumindest lief es an diesem Wochenende für Alva Starostzik (Jg. 2003) und Raik Zeppel (Jg. 2002) wie am Schnürchen. Alva stand über 50 m/100 m Freistil sowie über 50 m und 100 m Rücken ganz oben auf dem Siegertreppchen. Hierbei toppte sie ihre Bestmarke über 100 m Rücken nochmals auf 1:20,35 Minuten und unterbot damit die Norm um mehr als zwei Sekunden. Auf der perfekten Welle schwimmt zurzeit Raik Zeppel, der nicht nur auf den Bruststrecken jeweils mit Bestleistungen überzeugte, sondern auch im Schmetterlingssprint und über 100 m Freistil dominierte. Eng ging es im Freistilsprint zur Sache, hier hatte Jannis Sonnthoff vom VfL 1860 Marburg in einer Zeit von 31,30 Sekunden mit 10-Hundersteln die Nase vorn und wurde knapp Erster. Raik tritt bei seinem zweiten Einsatz bei Hessischen Meisterschaften im Disziplinen-Mehrkampf über 100 m und 200 m Brust sowie 50 m Brustbeine an.

„Sie kam, sah und siegte“ - so kann man die Leistung von Lina Wagner (Jg. 2002) bei ihren sechs Rennen zusammenfassen. Lediglich im Freistilsprint musste sich Lina hinter ihrer Vereinskameradin Helena Stockschlaeder, die in einer Zeit von 31,17 Sekunden Erste wurde, einordnen. Lea Hame (Jg. 2002) wurde hier Dritte, ebenso wie über 100 m Brust. Für Rang Zwei reichte es über 100 m Lagen. Wie entfesselt schien auch Jacob Horn (Jg. 2002) zu schwimmen. Bei seinen sechs Starts verbesserte er sich teilweise gleich um mehrere Sekunden, so dass er mit drei Silbermedaillen über 50 m Brust (41,97) und 200 m Brust (3:20,97), 100 m Freistil (1;12,98) sowie einer Bronzemedaille über 100 m Brust (1:31,09) belohnt wurde. Lara Hohn (Jg. 1999) errang zweimal Gold über 100 m und 200 m Brust, gefolgt von Silber über 50 m Brust und Bronze über 50 m Freistil. Einen gelungenen Wiedereinstieg ins Wettkampfgeschehen hatten Lena Kaiser (Jg. 2001) und Vanessa Kapski (Jg. 1999). Motiviert und aufgeräumt ging Lena ins Rennen über 100 m Brust und wurde am Ende Dritte, ebenso wie über 50 m Freistil. Zwei neue Bestzeiten im Brustsprint (42,98) und über 200 m Brust (3:26,52) wurden mit Gold veredelt. Vanessa schwamm über 50 m Rücken auf den zweiten und über 100 m Freistil auf den dritten Platz.

Während Robin Wolf (Jg. 2001) es zu Beginn über 100 m Brust (2.) eher verhalten anging, konnte er sich von Wettkampf zu Wettkampf steigern. Im Freistilsprint knackte er in 29,88 Sekunden die imaginäre 30iger-Marke und wurde Zweiter. Fünf Sekunden schneller im Wasser unterwegs war Robin über 100 m Lagen, was am Ende den dritten Platz bedeutete. Zwei Goldmedaillen sicherte er sich im Brust- und Schmetterlingssprint (34,66). Im Jahrgang 2000 ging es für Nils Becker und Wladimir Petri zur Sache. Während Nils mit persönlichen Bestleistungen über 50 m (34,71/1.) und 100 m Brust (1:18,68/2.) schon frühzeitig mit einem Start bei den Hessischen Kurzbahnmeisterschaften im November liebäugeln darf, muss Wladimir noch etwas mehr zulegen. Allerdings ist auch seine Medaillenausbeute mit einer Gold-, drei Silber- und einer Bronzemedaille durchaus passabel. Sechsmal Gold gab es für Niklas Werner (Jg. 1999), der über 100 m Brust (1:25,01) sowie die halbe Distanz (38,43), als auch über 200 m Brust (3:08,69) und im Schmetterlingssprint (33,99) neue Bestmarken steckte. Auf fünf Goldmedaillen kam Sarah Oßwald (Jg. 1998), die routiniert ihre Rennen abspulte und über 200 m Brust mit einer Leistungssteigerung von vier Sekunden in 03:08,16 Minuten locker eine neue Bestmarke aus dem Ärmel schüttelte. Dem stand Zoé Dörr (Jg. 1999) in Nichts nach, bei der sich Trainingsfleiß in persönlichen Bestzeiten festmacht. Sie überzeugte nicht nur im Freistilsprint (32,71/2.), sondern auch auf der doppelten Distanz (1:13,74/2), sowie über 50 m Brust (46,95/3.) und 50 m Schmetterling (38,09/3.). Nina Schremb (Jg. 1997) sicherte sich über 50 m Brust und 50 m Freistil zweimal Gold und eine Silbermedaille über 50 m Rücken.

In der Wertung 1997/älter kam es zum vereinsinternen Generationenwettstreit zwischen Fabian Grün (Jg. 1979), Steffen Dommermuth (Jg. 1980) und Leonard Pohl (Jg. 1990), Tim Lindner, Jan Prennig, Lucas Schremb (alle Jg. 1993), Ulrich Wiese (Jg. 1994) und Zishan Ahmed (Jg. 1997). Zweifelsohne war Fabian Grün über 50 m Freistil, 50 m Schmetterling und 100 m Freistil unangefochten das Maß aller Dinge, ebenso wie Steffen Dommermuth über 100 m Lagen und 100 m Brust, der vor Tim Lindner im Ziel anschlug. Erster wurde Tim über 50 m Rücken und im Freistilsprint Dritter. Vier neue Bestmarken erreichte Zishan Ahmed. Über 50 m Brust wurde er vor Lucas Schremb Zweiter und über 50 m Rücken (33,77) Dritter. Ulrich Wiese hatte hier die Nase vorn und wurde Zweiter, ebenso wie über 50 m Freistil und 100 m Lagen. Jan Prennig gönnte sich das gesamte Wettkampfprogramm mit insgesamt zwölf Starts. Durch die Bank weg lief der Wettkampftag für ihn mit sechs Gold-, zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen unerwartet glatt. Darüber hinaus toppte er seine Bestmarken über 200 m Freistil, 50 m/100 m/200 m Brust, 100 m Lagen und 100 m Rücken.

Im Staffel-Wettbewerb 4x50 m-Freistil mixed (offen Wertung) stellte der Gastgeber in diesem Jahr gleich drei Mannschaften. Am Ende war es ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen der 1. Mannschaft des MSV (Dommermuth, Starostzik, Grün und Stockschlaeder) mit der Mannschaft des VfL 1860 Marburg. Auf den letzten Metern räumte Schlussschwimmerin Diana Padva das Feld von hinten auf und sicherte damit dem VfL in 1:52,70 Minuten vor dem MSV in 1:52,76 Minuten den knappen Sieg. Dritter wurde die 2. Mannschaft des MSV (Pohl, Oßwald, Wiese, Schremb) gefolgt von der 3. Mannschaft. Auch im Staffel-Wettbewerb 4x50 m Freistil mixed (Jahrgang 2001-2008) mussten sich die MSVler (Horn, Arndt, Schütz, Mensing) hinter der Mannschaft des VfL 1860 Marburg in 2:19,97 Minuten mit Platz Zwei begnügen.

Ein besonderer Dank gilt allen Helfern! Ohne euch/Sie wäre ein solcher Wettkampf nicht durchzuführen!!

von Ines Peters-Försterling
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Marburger SV


Fotos: Ines Peters-Försterling
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