Mit 100 Prozent zum Klassenerhalt?

Im Hinspiel war Finja Schaake (rechts, gegen Julia Kohlmann) erfolgreichste Marburger Werferin. (Foto: M. Schneider / belichtbar.net)
1. Damen Basketball Bundesliga:
SV Halle Lions – BC Pharmaserv Marburg
(Samstag, 18 Uhr, Erdgas Sportarena).


Klassenerhalt, Playoffs, Platz sieben. So sieht die To-Do-Liste der Marburger Erstliga-Basketballerinnen aus. Punkt eins könnte man bereits am Samstag abhaken. Doch die Hürde beim SV Halle ist hoch.

Zu Hause läuft es derzeit rund beim Pharmaserv-Team. Vier Siege in Folge. In der Fremde dagegen warten die Lahnstädterinnen seit mehr als drei Monaten auf einen Sieg. Soll es noch etwas werden mit dem dritten Auswärtssieg (nach Bad Aibling und Rhein-Main), muss der unbedingt in Halle her. Denn danach geht’s nur noch nach Wasserburg. Sofern sich der TSV am Samstagabend in Oberhausen keine Blöße geben, wäre der Marburger Klassenerhalt mit einem eigenen Erfolg geritzt.

Apropos Wasserburg. Höchst ungern würden die Hessinnen nach dem Abschluss der Hauptrunde am Inn direkt noch zwei weitere Partien gegen den Titelverteidiger bestreiten. Seit fast zehn Monaten beißen sich am Tabellenführer alle deutschen Teams die Zähne aus. Als derzeit Tabellenachter droht dem BC in der ersten Playoff-Runde allerdings ein weiterer Ausflug ins schöne Oberbayern.

Noch Schöner wäre da allerdings Rang sieben. Doch um den zu erreichen, müssen die Marburgerinnen von den letzten vier Spielen noch zwei mehr gewinnen als die Eisvögel aus Freiburg. „Leider haben wir es auch nicht in der eigenen Hand, weiß BC-Trainer Patrick Unger. „Und es bedarf auch harter Arbeit. Wir müssen in Halle wieder ans Limit gehen.“

Schließlich kann der Tabellensechste aus Sachsen-Anhalt noch den vierten Platz erreichen, der im Viertelfinale einen Heimvorteil bringen könnte. Als Stärke bei den Löwinnen hat Marburgs Übungsleiter die Rebounds ausgemacht: „Da müssen wir hart arbeiten“. Und: „Die Lions verteidigen sehr stark. Außerdem haben sie gute individuelle Klasse und mit Tiffany Porter-Talbert eine Spielerin, die den Unterschied machen kann.“

Die US-Amerikanerin überzeugt nicht nur als zweitbeste Punktesammlerin des Teams von der Saale. In der ganzen Liga holen nur drei Akteurinnen mehr Rebounds als die nur 1,77 Meter große Flügelspielerin. Auch bei Ballgewinnen und Vorlagen nimmt die 30-Jährige Top-Ten-Platzierungen ein. Unterstützt wird sie seit wenigen Wochen von ihrer Landsfrau Jasmine James. Die Aufbauspielerin führte sich in ihren ersten vier Auftritten mit 14,5 Zählern im Schnitt prächtig ein.

Auch warnt Unger vor den starken deutschen Spielerinnen: Laura Hebecker (11,4 Punkte/Spiel), Jessica Höötmann („spielt momentan sehr guten Basketball“), Christina Schnorr und Noémie Rouault („Namen, die man auf der Liste haben sollte“) sowie nicht zuletzt der ehemaligen BC-Spielerin Julia Gaudermann.

Das Hinspiel verloren die Marburgerinnen nach gutem Auftritt knapp mit 61:65. Es folgte beim SVH eine kleine Krise mit fünf Niederlagen in Folge. Inzwischen hat sich das Team von Trainerin Jennifer Kerns aber wieder gefangen und drei Erfolge hintereinander gefeiert.

Zum ersten Mal treten die Hessinnen in der neuen Sporthalle der Lions an. Und das mit guter Stimmung, wie Patrick Unger berichtet. „Alle sind mit mehr Eifer bei der Sache und haben mehr Spaß“ und man könne ohne Druck aufspielen. „Wenn wir hart verteidigen, um jeden Ball kämpfen und zusammenspielen, dann haben wir eine Chance. Aber wir brauchen 100-prozentigen Einsatz von allen“, fordert der 32-Jährige.

Das Spiel wird im kostenlosen Livestream übertragen auf sportdeutschland.tv/dbbl. Liveticker: dbbl.de
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