Juniorinnen weiter auf Meisterschaftskurs

Der weibliche Nachwuchs der Marburg Saints fuhr am letzten Wochenende zum Liganeuling Heidelberg, um sich dort den bekannten Konkurrenten für die Qualifizierung zur Deutschen Meisterschaft zu stellen. Ein tolles Feld und gutes Wetter waren die Idealbedingungen, die sich den Mädchen nach langen Wintermonaten und Training in kniehohem Schnee boten.

Der erste Gegner war Köln, zurzeit auf Platz zwei hinter Marburg in der Bundesliga Süd und somit größter Konkurrent. Die letzten beiden Spiele gegen Köln konnten die Saints für sich verbuchen, doch schienen den Mädchen heute Eisklötze an den Füßen zu hängen. Der Kampfgeist hatte auch noch Schüttelfrost und schaute von der Seitenlinie zu. Die vielen verlorenen Ground Balls führten zu einem fast ständigen Ballbesitz seitens der Kölnerinnen und damit zu vielen Torschüssen, die auch Lara "Die Mauer" Höhne nicht stoppen könnte - auch sie war noch etwas müde vom Winterschlaf. So fingen sich die Mädchen bis zur Halbzeit einige Tore und Trainer Georg Neuffer nutze die Pause um aufmunternde Worte zu finden. Schließlich war allen klar, dass Köln schlagbar ist. Die Marburger Juniorinnen fassten neuen Mut und steigerten ihre Leistung beachtlich, zum Schluss reichte es dennoch nicht für den Sieg, der Endstand betrug 6:13.

Nächster Gegner: Frankfurt. Die letzten Spiele gegen Frankfurt waren stets eine Zitterpartie, Marburg konnte jedes Spiel nur mit einem Tor für sich entscheiden, meist in letzter Sekunde. Doch nun wo die Mädchen merkten, dass sie wenn sie einen Ball wollten, ihn auch bekamen, lief es wie am Schnürchen. Die Sonne ließ den Winter vergessen. Die Lahnstädterinnen liefen zur Höchstform auf und entschieden das Spiel deutlich mit 10:4 für sich. Endlich waren die Saints aufgetaut, fingen Pässe, liefen Cuts, gewannen Ground Balls.

Im letzten Spiel gegen den Gastgeber mahnte das Team sich selbst vor Übermut, schließlich wusste niemand, wie hart Heidelberg trainiert hatte. So ging man ergebnisoffen an das Spiel und gab erneut das Beste. Schnell wurde klar, dass die z.T. viel jüngeren oder unerfahreneren Heidelbergerinnen keinen Stich setzen konnten. Marburgs Mädchen hatten sich eingespielt und konnten nun sogar taktische Anweisungen umsetzen und gezielte Torabschlüsse suchen. So endete auch diese Partie mit einem klaren 12:2 für den Nachwuchs von der Lahn.

Die jungen Saints konnten an diesem Tag den 1. Platz in der Liga verteidigen, auch wenn Köln näher gerückt ist. In den zwei folgenden Spieltagen in Köln und Marburg geht es dann um den Einzug in die Deutsche Meisterschaft.

Am Schluss fuhr eine glückliche Mannschaft zurück nach Marburg, im Gepäck ein bisschen Farbe im Gesicht, schöne Erinnerungen, 6 Punkte und die Erkenntnis, dass in der Marburger Verteidigung noch einiges passieren muss.

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