Hoffnung auf Historisches

Zweitligist Wuppertal soll für Marburg um Svenja Greunke im Pokalwettbewerb nicht zum Stolperstein werden. Foto: Melanie Schneider
Planet-Photo-DBBL-Pokal, 2. Runde: Barmer TV Wuppertal – BC Pharmaserv Marburg (Donnerstag, 19.30 Uhr, Sporthalle Heckinghausen).

In der zweiten Pokalrunde greifen die Erstligisten ins Geschehen ein. Die hatten zum Auftakt ein Freilos. Marburgs Gegner auch. Beide Teams verbindet eine lange, gemeinsame Vergangenheit. An die werden sich allerdings nur die wenigsten erinnern.

Das bislang letzte Pflichtspiel zwischen Marburgs erster Mannschaft und einer Vertretung aus der Schwebebahnstadt wurde am 2. März 2002 ausgetragen. Wuppertal siegte 93:57. Auch die anderen 28 Begegnungen seit Marburgs Wiederaufstieg zehn Jahre zuvor gingen alle – meist ähnlich deutlich – an das Team aus dem Bergischen Land.

Bei allem Respekt vor der Dominanz des TSV Wasserburg in der jüngeren Vergangenheit: Das ist kein Vergleich zu dem, was Wuppertals Basketballerinnen in den 1990ern und frühen 2000er Jahren aufs Parkett zauberten: elfmal in Folge holten sie das nationale Double, 1997 obendrein den Europapokal der Landesmeister.

Wenige Wochen nach dem letzten Spiel gegen Marburg ging an der Wupper alles den Bach runter: Insolvenz. Lizenzrückgabe. Neuanfang ein paar Etagen tiefer. Fun Fact: Die ersten nationalen Titel nach dem Rückzug des einstigen Vorzeigeclubs holte der BC Marburg.

Nun ist der Barmer TV seit 2014 wieder in der zweiten Liga unterwegs, in dieser Saison allerdings noch ohne Erfolgserlebnis. Marburg reist zwar alles andere als eine Übermannschaft nach Nordrhein-Westfalen, dennoch standen die Chancen in 24 Jahren noch nie so gut, die Null in der Spalte „W vs. W“, also Siege gegen Wuppertal, zu tilgen.


Fünf Fragen an BC-Trainer Patrick Unger:

Was habt ihr aus dem Bad-Aibling-Spiel gelernt?
Patrick: Eine Menge. Wir können immer noch kein Spiel über 40 Minuten so intensiv spielen wie wir das wollen. Wir lassen uns noch zu oft von harter Verteidigung beeindrucken und beschweren uns bei den Schiedsrichtern anstatt dagegenzuhalten.

Wie sieht die Vorbereitung auf das Pokalspiel aus?
Patrick: Wir bereiten uns auf Wuppertal wie auch auf jeden anderen Gegner vor: mit Video und allem drum und dran. Sie sind sicher nicht so schlecht, wie es der Tabellenstand momentan aussagt.

Habt ihr schon das nächste Erstliga-Spiel, Sonntag in Nördlingen, im Hinterkopf?
Patrick: Wir denken von Spiel zu Spiel und das nächste ist Wuppertal. Erst ab Freitag geht die Konzentration dann auf Nördlingen.

Als Erstligist ist doch gegen den sieglosen Co-Tabellenletzten der zweiten Liga ein Sieg Pflicht, oder?
Patrick: Man kann schon sagen, dass eine Niederlage eine Enttäuschung wäre. Wir wollen weiterkommen!

Besteht die Gefahr, den Gegner zu unterschätzen?
Patrick: Wir sind gut damit beraten, niemanden zu unterschätzen. Wir wollen uns durch harte Arbeit auszeichnen, und die muss man gegen jeden bringen. Egal, welche Liga oder welcher Tabellenplatz. Wir schauen auf uns selbst. Wir müssen defensiv Druck machen und offensiv mehrere Optionen finden.
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