Hockey: VfL-Damen zu abgezockt für Frankfurt

Erneuter Sieg: Marburger Damen zu abgezockt für Eintracht Frankfurt – 6:4
Am Sonntag, den 08.02.2015 stand auf der heimischen Platte das Rückrundenspiel gegen die Damen von der Eintracht Frankfurt aus. Im Hinrundenspiel im November konnten die Marburgerinnen einen historischen Sieg gegen die Damen aus der Großstadt einfahren – keine aktive Spielerin der Lahnstädterinnen konnte sich bis dato an einen Sieg gegen die Frankfurterinnen erinnern. Doch bei dieser Ausnahme sollte es nicht bleiben – das Marburger Team setzte sich auch in der Rückrunde mit 6:4 durch und konnte wichtige drei Punkte eintüten.

Aufgrund der limitierten Wechselmöglichkeiten wollten die Marburgerinnen direkt zu Beginn der Partie, mit noch aufgetankten Energiereserven, ihre Chancen verwerten. Dies gelang bereits in der 4. Minute, nachdem sich Alina Pein gegen drei Gegenspielerinnen im Schusskreis durchsetzte und einen punktgenauen Rückhandpass auf Rebecca Schmidt, die völlig frei im Rückraum zum Schuss kam, spielte: die verdiente 1:0 Führung. Doch die Frankfurterinnen erhöhten den Druck auf die Marburger Abwehr zunehmend, sodass ein Pass von Rebecca Schmidt unglücklich vom Schläger der Frankfurterin abgefälscht wurde und unhaltbar im Winkel des Marburger Gehäuses versenkt wurde. Der neue Spielstand 1:1 – die Partie war wieder offen. Doch zwei Minuten nach dem Rückschlag blieb das Marburger Sturmtrio hartnäckig und setzte die Abwehr unter Druck – mit Erfolg: Katherina Peer konnte den Ball erobern und in den Schusskreis ziehen und den Ball blitzschnell im kurzen Eck unterbringen. Nach der erneuten Führung mussten die Marburgerinnen zittern: Strafecke Frankfurt. Doch die Marburger Defensive war hellwach und konnte den Ball auf der Linie retten. Nun schienen die Frankfurterinnen am Drücker zu sein, doch auch die nächste Strafecke nur eine Minute später, konnten die Frankfurterinnen nicht ausnutzen. Die Marburgerinnen waren nach 16 gespielten Minuten sichtlich erschöpft, sodass eine Auszeit die einzige Möglichkeit blieb um kurz durchatmen zu können.

Das Durchatmen schien sich gelohnt zu haben – denn nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff konnte Jana Schönkorb sich gegen ihre Gegenspielerin durchsetzen und über das halbe Feld in den Schusskreis marschieren und zur 3:1 Führung einnetzen. Direkt im Anschluss konnte Torhüterin Anke Gemünd die 2-Tore Führung durch eine starke Parade bei einer Strafecke aufrecht erhalten. Nach einigen Versuchen beider Mannschaften zwingende Torchancen rauszuarbeiten waren es wieder die Marburgerinnen, die mit einer starken Kombination überzeugen konnten. Jana Schönkorb brachte den Pass von Sturmpartnerin Kuckuck im Tor unter. Mit dem Stand von 4:1 ging es in die Halbzeitpause.

Mit Ruhe wollten die Marburgerinnen die 3 Punkte mit nach Hause nehmen – sie zogen sich tiefer in ihre Hälfte zurück, riskierten weniger und schonten ihre Kräfte. In der 41. Minute gelang es Stürmerin Kuckuck bei einem Konter perfekt in Szene zu setzen: zuerst scheiterte Kuckuck an der Frankfurter Schlussfrau, konnte aber bei ihrem Nachschuss die Nerven bewahren und den Ball zum 5:1 im Kasten versenken. Die Marburgerinnen freuten sich noch über ihr Tor, als die Frankfurterinnen zum 5:2 verkürzten. Nun gingen es die Frankfurterinnen aggressiver an, sie wollten hier den Rückstand aufholen, starkes Pressing auf die Marburger Abwehr führte dann zum erneuten Torerfolg, 5:3.

Sechs Minuten vor dem Ende konnten die Marburgerinnen noch eine weitere Ecke herausspielen, deren Ausführung – nicht zu einem Tor – sondern zu einer weiteren Strafecke führte. Eine noch nie erprobte Variante sollte dieses Mal zum Erfolg führen. Ausgeführt wurde von der linken Torseite auf Alina Pein, die auf Rebecca Schmidt mittig vor das Tor ablegte, von dort die Marburgerin mit einem kräftigen Pfund auf 6:3 erhöhen konnte. Die Frankfurterinnen gaben sich nicht auf, wurden immer wieder gefährlich, was aber durch eine starke kämpferische Mannschaftsleistung nicht mehr die Wende bedeutete. Lediglich 5 Sekunden vor Schluss sorgte eine fragwürdige Szene im Marburger Schusskreis zu einer weiteren Strafecke, die die Frankfurterinnen zum 6:4 Endstand verwandeln konnten.

Das nächste und auch letzte Heimspiel haben die Damen aus der Universitätsstadt am 22. Februar um 11:45 Uhr in der Kleinen Georg-Gaßmann-Halle. Hier haben die Marburgerinnen die Möglichkeit nach einer tollen Saison den vorzeitigen Klassenerhalt perfekt zu machen und sich am dritten Tabellenplatz der Oberliga festzubeißen. Die Mannschaft freut sich über zahlreiche Unterstützung und hofft die gute Saisonleistung mit den Zuschauern feiern zu können.

Autorin: Alina Pein
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