Herren landen Big Points – Eintracht 1:2 VfL

Autor Simon Samstag

Im Duell der Oberligaabsteiger behalten die Herren gegen die Eintracht aus Frankfurt nach einem intensiven Spiel mit 2:1 die Oberhand. Nach 70 kampfbetonten Minuten geben die größere Cleverness und eine geschlossene Mannschaftsleistung den Ausschlag für den VfL.

Eine schwierige Aufgabe erwartete die Marburger Hockeyherren in der Auswärtspartie bei der Frankfurter Eintracht. Mit den Riederwäldern wurde die Truppe von Leonhard Pfeiffer von einer der ambitioniertesten Mannschaften der Liga begrüßt, die bis dato mit weißer Weste die Tabelle anführte. 13 Mann berief Coach Pfeiffer in den Kader, darunter neben den Saisondebütanten Moritz Freyn und Philipp Luthe auch Neuzugang Jonathan Eberle (Dürkheimer HC), der eine standesgemäße Premiere im VfL-Dress feiern sollte. Zu leicht unchristlicher Anstoßzeit präsentierte sich der VfL zunächst als das wachere Team, war präsent im Mittelfeld und baute mit sicherem Kombinationsspiel Druck auf. Die Frankfurter fanden wenig Zugriff auf den Ball und kamen dadurch kaum zum Zug, während sich der VfL die ersten Kreisgelegenheiten erspielte. Nach etwa 10 Minuten dann die Belohnung für die engagierte Anfangsoffensive: Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld trieb Daniel Keil den Ball nach vorne zu Debütant Eberle, der das Auge für Moritz Großer im Kreis hatte. Dieser wackelte noch seinen Gegenspieler aus und vollendete per Rückhand ins lange Ecke. Nach dem Treffer kippte das Spiel zunehmend. Der VfL verlor etwas den Faden, zeigte sich nach vorne schludriger, während die Eintracht agiler wurde und allmählich die Feldüberlegenheit gewann. Zwar zeigte sich die VfL-Defensive insgesamt sortiert und zweikampfüberlegen, dennoch erspielten sich die Hausherren für den Rest der Halbzeit ein Chancenplus und zwangen VfL-Keeper Philipp Luthe zur ein oder anderen Glanzparade. Auf der anderen Seiten scheiterten Thilo Johannes und Eberle in aussichtsreicher Position, womit es beim 0:1-Halbzeitstand blieb.

Simultan zum ersten Durchgang kamen die Pfeiffer-Cracks schwungvoller aus der Kabine. Taktisch frisch eingestellt, übernahm der VfL aus einem sicheren Aufbau heraus das Kommando und verbuchte die ersten Chancen des zweiten Durchgangs, so als beispielsweise David Bickenbach den Heim-Keeper aus kürzester Distanz prüfte. Die Eintracht tat sich erneut schwer gegen die sicheren VfL-Stafetten, setzte jedoch immer wieder Nadelstiche durch blitzschnelle Konter. Beide Seiten erspielten sich zwar aussichtsreiche Gelegenheiten, ließen allerdings gleichzeitig im letzten Viertel die Klarheit in den Aktionen vermissen. Alles in allem wirkte der VfL aber in dieser Phase reifer und kam dadurch zum 2:0: Eberle peitschte eine Strafecke zu seinem Premierentor unter den Querbalken. Bei noch 20 Minuten auf der Uhr nahm das Spiel nochmal an Intensität und Nickligkeit zu. Die Eintracht gab sich naturgemäß nicht geschlagen und legte offensiv eine Schippe drauf. Die Frankfurter setzten den VfL-Aufbau nun früher unter Druck, belagerten das VfL-Viertel, aber taten sich schwer in Abschlusspositionen zu kommen. Die VfL-Defensive fightete unermüdlich und vereitelte spätestens durch den heute hervorragend aufgelegten Philipp Luthe die Frankfurter Angriffsbemühen, kreierte jedoch kaum noch nennenswerte Offensivaktionen. Das sollte jedoch nicht mehr ins Gewicht fallen, steckte die Eintracht zwar nie auf, knackte das VfL-Bollwerk allerdings erst mit dem Abpfiff, als ein Schlag von der Viertellinie durch den gesamten VfL-Kreis rauschte und die Frankfurter Keule am langen Pfosten fand. Mit der Pfeiffer-Elf gewinnt am heutigen Tag die effizientere und abgeklärtere Mannschaft. Zwar war die Eintracht über das gesamte Spiel betrachtet die aktivere und chancenreichere Mannschaft, die VfL-Jungs halten allerdings mit einer kämpferischen und konzentrierten Mannschaftsleistung dagegen. Mit diesem Sieg sortiert sich der VfL mit 6 Punkten in die Spitzengruppe der Verbandsliga ein und zeigt sich gerüstet für die nächste Auswärtspartie gegen den Offenbacher RV in zwei Wochen. Es spielten: Philipp Luthe – Simon Samstag, Simon Morherr, Moritz Grosser, Daniel Keil, Moritz Freyn – Matthias Döring, Andrew McKnight, Thilo Johannes, David Bickenbach – Moritz Pilch, Christopher Lampert, Jonathan Eberle VfL-Spieler des Tages: Philipp Luthe
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