Erfolgreicher Jahresabschluss in eigener Halle

Katlyn Yohn (links, gegen Osnabrücks Peyton Davis) war mit 15 Punkten Marburgs erfolgreichste Punktesammlerin. (Foto: Peter Voeth)
Planet-Cards-DBBL: BC Pharmaserv Marburg – GiroLive-Panthers Osnabrück 88:68.

Mit einem Heimsieg hat sich das Marburger Erstliga-Team von seinen heimischen Zuschauern verabschiedet. Nach dem sechsten Sieg im zehnten Spiel rückt das Pharmaserv-Team auf Rang fünf vor.

Der immer noch erfolglose Tabellenletzte lieferte in Marburg einen großen Kampf ab. So gehört es sich für eine Mannschaft, für die es ums sportliche Überleben geht. Die Gastgeberinnen dagegen ließen phasensweise die richtige Einstellung vermissen. Zumindest empfand das BC-Trainer Patrick Unger so.

Die Lahnstädterinnen ließen sich immer wieder auf das „Run-and-Gun“-Spiel der Osnabrückerinnen ein. Also rennen und werfen, rennen und werfen. Ohne große Struktur. „Das ist nicht unser Stil. Darin sind wir nicht gut“, klagte Unger, der immer wieder „40 Minuten lang konsequente Verteidigung“ fordert.

„Wir haben drei, vier Steals hintereinander, sind klar vorne und dann schleicht sich der Schlendrian ein“, analysierte Unger. Damit meinte er die zweite Hälfte des zweiten Viertels. Von 22:36 kamen die Osnabrückerinnen auf 37:42 heran. „Zeigt mal Emotionen“, rief der 32-Jährige kurz vor der Halbzeitpause seinen Schützlingen energisch zu, die den zweiten Durchgang mit 21:24 abgaben.

45 eigene Punkte zum Seitenwechsel waren eine gute Ausbeute. 39 Zähler des Gegners waren dem BC-Übungsleiter dagegen entschieden zu viel. In der Kabine sei es dann etwas lauter geworden, gab Unger zu. Doch mit dem Start seiner Mannschaft ins dritte Viertel war der Coach nicht einverstanden. Schon nach 73 Sekunden nahm er beim Stand von 49:43 eine Auszeit. Die einzige der Partie.

Und es lief spielerisch besser beim BC. Bis auf die Effizienz in der Chancenauswertung der scheinbar einfachen Versuche. Auch von der Freiwurflinie. Fehlerlos blieb hier allerdings in acht Versuchen die Österreicherin Julia Köppl, die mit 14 Punkten ihren bisherigen Bestwert beim BC verbuchte. „Julie hat ein gutes Spiel gemacht, genauso wie Patri Benet. Auch über die Leistung unserer drei Nationalspielerinnen habe ich mich gefreut“, sagte Unger.

Jana Putz freut sich über Erstliga-Debüt

Julia Gaudermann, Svenja Greunke und Birte Thimm hatten am Mittwoch in eigener Halle mit dem DBB-Team unglücklich in der EM-Qualifikation gegen die Ukraine verloren. Alle drei ließen sich aber gegen Osnabrück die Enttäuschung nicht anmerken.

Die Gäste mühten sich, waren aber spätestens nach dem foulbedingten Ausscheiden ihrer Besten, Jasmine Thomas (34. Minute), geschlagen. So gehörten die letzten zwei Minuten den BC-Spielerinnen aus der zweiten Reihe. Kim Winterhoff versenkte einen Dreier. Lisa Schwarzkopf erzielte ihre ersten drei Punkte in der ersten Liga. Jana Putz, die sonst mit dem Regionalliga-Team von Frank Arnold unterwegs ist, freute sich über ihr Erstliga-Debüt. „Natürlich hab ich gehofft, dass ich reinkomme. Man will ja immer spielen“, sagte die 22-Jährige.

Zehn Sekunden vor Schluss hätte sie von der Freiwurflinie die 90 vollmachen können. „Aber ich war schon sehr nervös. Ich zittere immer noch“, gab die Luxemburgerin noch eine Viertelstunde nach der Schlusssirene zu. Am Ende steht ein erfolgreicher Abschluss der Heimsaison für das Pharmaserv-Team. Zwei Punkte eingefahren. Niemand verletzt.

Vor den Weihnachtsferien folgen nun drei Auswärtsspiele: Keltern (5. Dezember, 20 Uhr), Halle (13. Dezember, 16 Uhr, Pokal) und Nördlingen (20. Dezember, 16 Uhr). Das nächste Heimspiel steht erst am 10. Januar an (16 Uhr gegen Halle). Außer: Die Marburgerinnen gewinnen ihr Pokalspiel am 13. Dezember und haben für die nächste Runde am 3. Januar Losglück.

Fun Facts: In aufeinander folgenden Heimspielen ließ Marburg jeweils genau 68 zu – vor zwei Wochen gegen den ungeschlagenen Tabellenführer, diesmal gegen das sieglose Schlusslicht. – 200. Heimsieg im 700. Pflichtspiel seit 1992 (VfL und BC). – 500. Pflichtspiel des BC. – Finja Schaake rückt mit 129 Hauptrundenspielen auf Platz 10 in der Team-Historie vor.

Fail Fact: Wieder mal die Freiwürfe: 10 von 33 verworfen.

Statistik
Viertel: 24:15, 21:24, 23:16, 20:13.
Marburg: Baker 9 Punkte, Benet 2, Gaudermann 5/ 1 Dreier (3 Steals), Greunke 10/2 (9 Rebounds), Köppl 14, Lee 11/1 (3 Assists), Putz, Schaake 11/1, Schwarzkopf 3, Thimm 5, Winterhoff 3/1, Yohn 15/1 (6 Reb.).
Feldwürfe 48 Prozent (29/61), Freiw. 70 Prozent (23/33), Reb. 40 (def. 28), Turnovers 12, Ass. 16, St. 11, Blocks 3, Fouls 18.
Osnabrück: Davis 4, Dölle, Hanson 1 (4 St.), Knopp 12/3, Kovacevic 3/1, McDaniel 11 (10 Reb.), Müller 7, Thomas 21/1 (3 Ass.), Wellers 9/1 (3 Ass.),
Feldw. 37 Prozent (23/62), Freiw. 80 Prozent (16/20), Reb. 35 (d. 23), TO 17, Ass. 12, St. 9, Bl. 0, F. 22.
SR: Freiwald, Pawlik. Z: 400.
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