Engel machen Marburg die Hölle heiß

Planet-Photo-DBBL: TH Wohnbau Angels Donau-Ries – BC Pharmaserv Marburg 78:68.

Marburgs Erstliga-Basketballerinnen sind das erste Opfer des bisherigen Tabellenletzten geworden. Die „Angels“ aus Nördlingen fügten dem Pharmaserv-Team am sechsten Spieltag die zweite Niederlage zu.

„Die Mannschaft wird uns versuchen die Hölle heiß zu machen“, hatte BC-Trainer Patrick Unger im Vorfeld der Partie vor den Engeln gewarnt. Rechthaben kann manchmal echt blöd sein. Nach kurzer Eingewöhnungszeit (5:13, 3 Minute) legten die Rieserinnen ein paar Kohlen auf. Und die Marburger Leidenszeit im Nördlinger Fegefeuer begann. Unter dem Korb war kaum ein Durchkommen. Und von außen lief es – um im Bild zu bleiben – unterirdisch. Nur 5 von 26 meist freien Dreierversuchen landeten im Ziel.

Überirdisch dagegen die Vorstellung von Kimberly Pierre-Louis. Die stellte die Marburger Verteididung vor größte Probleme. Ihre Bilanz: 25 Punkte und 13 Rebounds, dazu noch 4 Steals. Dass Nördlingen zur Halbzeit genau auf 100er-Kurs lag, ließ die Einheimischen frohlocken. 42 Zähler des BC waren eigentlich gar nicht so schlecht. Und nochmal so viele nach dem Seitenwechsel hätten sogar gereicht. Denn die Defense wurde besser. Nur noch 28 Punkte ließ sie bis zum Ende zu, zehn 10 davon durch Freiwürfe.

Überhaupt mag das Verhältnis von 25:18 Fouls zu Lasten der Gäste in einer Partie verwundern, in der der betroffene Trainer seiner Verteididung fehlende Aggressivität vorwirft. Ob es deswegen aber gleich mit dem Teufel zugegangen sein muss, bleibt Glaubensfrage. Und dass es nach dem 54:73 (33.) nicht zu einem besseren Ergebnis für die Hessinnen reichte, lag auch daran, dass sie bei ihrer Aufholjagd teils umständlich, teils unglücklich agierten. So schweben die Schwaben auf Wolke, Pardon, Platz elf, während sich die Lahnstädterinnen auf einen heranbrausenden Hurrikan vorbereiten. Der ist in Gestalt der BG Rotenburg/Scheeßel für Samstag in Marburg vorausgesagt.


Patrick Unger (Trainer Marburg):
„Nördlingen hat super gespielt aber wir haben es auch selbst mit verbockt. Wir haben uns von der harten Gangart beeindrucken lassen. Deswegen haben wir in der Offensive viele dumme Entscheidungen getroffen und den Ball zu oft weggeworfen. Ansonsten war das vorne okay, wenn man sich zum Beispiel die 17 Assists anguckt. Aber in ersten Hälfte haben wir fast nie so verteidigt, wie wir das wollten. Das war ohne Intensität. Wir waren einfach nicht präsent, auch im Rebound. Dafür hat Kimberly Pierre-Louis uns abgeschossen.“


Fun Fact: Katie Yohn rückt in der ewigen Marburger Bestenliste für Dreier (Hauptrunde) auf Platz 9 vor (81).

Fail Facts: Zum ersten Mal in dieser Saison nur ein Viertel gewonnen. – Zuletzt vier von fünf Spielen in Nördlingen verloren. – Seit dem 28.02.2016 wieder 50 oder mehr Punkte in der ersten Halbzeit kassiert (32:56 in Wasserburg).


Statistik
Viertel: 29:24, 21:18, 17:14, 11:14.
Donau-Ries: Chambers 8 Punkte / 2 Dreier, La.Geiselsöder 8/1, Högg 7, Jämsä 4, Klug 4, Obanor, Pierre-Louis 25 (13 Rebounds, 4 Steals), Racic 13, Schlott 9 (5 Assists), Steinmeyer (n.e.). Feldwürfe 43 Prozent (23/53), Freiw. 78 (29/37), Reb. 36 (def. 28), Turnovers 16, Ass. 7, St. 11, Blocks 2, Fouls 18.
Marburg: Baker 11, Bradley 2, Greunke 13 (3 St.), Köppl 8/2 (9 Reb.), Putz, Schaake 6 (4 Ass.), Sola 2, Wilke 5/1 (3 Ass.), Voynova 15 (6 Reb.), Yohn 6/2 (7 Reb., 5 Ass.). Feldw. 35 Prozent (24/67), Freiw. 75 (15/20), Reb. 39 (d. 24), TO 15, Ass. 17, St. 10, Bl. 2, F. 25.
Schiedsrichter: S.Harth, M.Walter. Zuschauer: 400.
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