Duell der Dauerbrenner in Freiburg

Im Hinspiel setzte sich Marburg mit Julia Köppl (Nr. 9) gegen Freiburg durch. (Foto: M. Schneider / belichtbar.net)
Planet-Cards-DBBL: Eisvögel USC Freiburg – BC Pharmaserv Marburg (Samstag, 19.30 Uhr, Uni-Sporthalle 2).

Eine knappe Woche nach dem Kantersieg gegen den Tabellenvorletzten gilt in Marburg die volle Konzentration auf das Auswärtsspiel beim in diesem Jahr noch ungeschlagenen USC Freiburg.


Kein anderes Duell gibt es im Oberhaus ohne Unterbrechung länger als Freiburg gegen Marburg. Seit 2000 trafen die beiden Uni-Städte jede Saison mindestens zwei Mal aufeinander. Oft mit unterschiedlichen Voraussetzungen: Mal spielte der BC oben mit, mal der USC. In der einen Saison steckten die Hessinnen im Abstiegsschlamassel, dann wieder das Team aus dem Breisgau.

Nach drei Erfolgen in Serie sind die Eisvögel langsam auf Rang acht geflattert und dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf die Playoff-Teilnahme machen. Diese hätten die Gäste als Fünfter mit einem Sieg am Samstag so gut wie in der Tasche.

Das Hinspiel vor drei Monaten entschieden die Lahnstädterinnen zwar mit 73:44 für sich. Doch davon lässt man sich beim Pharmaserv-Team nicht blenden. Durch Verletzungen geschwächt, schwanden den Eisvögeln im letzten Viertel die Kräfte.

Seit dem haben sich die die Gastgeberinnen verstärkt. Chelsea Douglas hat mehrfach durch ihr glückliches – oder sicheres – Händchen von der Dreierlinie Spiele in letzter Sekunde herumgerissen. Licet Castillo gibt dem Eisvögel-Ensemble mit ihrer Erfahrung Stabilität. Die 42-jährige Spanierin ist – zumindest derzeit – die älteste Aktive in der ersten Liga.

In der USC-Punktewertung führend: Elisabeth Dzirma, ihres Zeichens Nationalspielerin und vor zwei Jahren gar drei Mal im BC-Trikot zu bewundern. Ebenso bringt es Morgan Pullins auf einen Punkteschnitt von 13,6 – dazu starke 7,8 Rebounds. Noch besser greift Alexandra Williams unter dem Brett durch (9,8) und holt dazu noch 13,5 Zähler.

Komplettiert wird der Kader von Trainer Sascha Bozic durch einer Handvoll junger, deutscher Spielerinnen, denen die Verantwortlichen Zeit geben, sich zu Leistungsträgerinnen zu entwickeln.


Fünf Fragen an BC-Trainer Patrick Unger:

Nach dem schwachen Rotenburg-Spiel hattet ihr gegen Oberhausen etwas gutmachen. Wie motivierst du deine Mädels nach dem guten Spiel nun gegen Freiburg?

Patrick:
Da gibt es nichts Besonderes. Uns ist es eigentlich egal, wer der Gegner ist, und wie das Spiel vorher ausgegangen ist. Wir genießen es einfach im Moment, miteinander auf dem Spielfeld zu stehen. Und wir versuchen uns mehr auf uns zu konzentrieren, als auf den Gegner.


Welche Stärken hast du bei Freiburg als Team ausgemacht?

Patrick:
Sie spielen schnell und aggressiv. Sowohl vorne, als auch hinten. Ihre Stärke ist die Defense! Das hat man auch vorige Saison schon sehen können, als beide Mannschaften in 40 Minuten jeweils weniger als 50 Punkte gemacht haben.


Freiburg hat jetzt drei Mal hintereinander gewonnen. Was bedeutet das für deren Motivation?

Patrick:
Um ehrlich zu sein, habe ich das auch so erwartet. Sie reiten natürlich gerade auf einer Welle. Wir sind jedenfalls gewarnt und nehmen Freiburg auf gar keinen Fall auf die leichte Schulter.


Wenn du dich auf ein Spiel vorbereitest: Liest du auch die Berichte des nächsten Gegners?

Patrick:
Ich lese grundsätzlich alle Vorberichte. Nicht nur die des nächsten Gegners. Es interessiert mich halt, was in der Liga abgeht.


Welche Erkenntnisse ziehst du aus dem Hinspiel?

Patrick:
Nicht so viele. Gerade aufgrund der Vollständigkeit im Kader sind die Eisvögel nun ein deutlich stärkeres Team. Außerdem haben sie mit Douglas und Castillo Leute verpflichtet, die einiges auf dem Kasten haben. Sie haben einfach viele gute Spielerinnen.

Pokalfinale in Marburg

Das Top-Four steigt dieses Jahr in Marburg. Am 19. und 20. März spielen die vier Halbfinalisten den Deutschen Pokalsieger 2016 aus. Mit dabei: Titelverteidiger TSV Wasserburg (Tabellenerster), Rutronik Stars Keltern (Dritter), Herner TC (Vierter) und Gastgeber Marburg (Fünfter).

Zwei Marburgerinnen im Nationalkader

Für die beiden anstehenden EM-Qualifikationsspiele hat Bundestrainer Bastian Wernthaler am Donnerstag das 14-köpfige Aufgebot bekanntgegeben. Mit dabei die beiden Flügelspielerinnen Svenja Greunke (26 Jahre) und Birte Thimm (28) vom BC Pharmaserv Marburg.

Das Team des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) tritt am 20. Februar in Nördlingen gegen Luxemburg und am 24. Februar in Wasserburg gegen Serbien an. Auf Abruf stehen in Julia Gaudermann und Finja Schaake zwei weitere BC-Spielerinnen bereit.
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