„Bei uns muss halt alles stimmen“

Marburgs Svenja Greunke (weiß) laboriert noch an einer Verletzung aus dem Spiel gegen Saarlouis. Foto: Melanie Schneider
Planet-Photo-DBBL: TSV 1880 Wasserburg – BC Pharmaserv Marburg (Sonntag, 16 Uhr, Badria-Halle).

Zwei Spieltage noch bis zum Ende der Hinrunde, drei bis zur Weihnachtspause. Marburgs Erstliga-Basketballerinnen treten am ersten Advent beim Tabellenführer an. Der ist nebenbei noch amtierender Deutscher Meister und Pokalsieger.

Zu Beginn der Saison schien es, als könnte die Vorherrschaft des zehnfachen Deutschen Meisters zu Ende gehen. Im Finale des „Champions Day“ verlor man gegen den – zugegeben, sehr guten – Aufsteiger TK Hannover, und schon am zweiten Spieltag setzte es die erste Niederlage in der Bundesliga nach knapp zweieinhalb Jahren. Seitdem fuhr die Mannschaft von Georg Eichler einen Sieg nach dem anderen ein.

Das kann das Pharmaserv-Team von sich nicht behaupten, auch wenn es nach dem Heimsieg gegen den Tabellenzweiten Saarlouis mit sechs Siegen aus neun Begegnungen auf einem guten vierten Rang steht. Auswärts gab es – bis auf das Gastspiel in Freiburg – für die Lahnstädterinnen in dieser Runde nur Niederlagen. Aber wer weiß? Vielleicht bringt das erste Lichtlein auf dem Adventskranz ja den Marburgerinnen die Erleuchtung, wie der Favorit zu knacken ist.


Fünf Fragen an BC-Trainer Patrick Unger:

Svenja Greunke hat bei den jüngsten vier Länderspielen nur beim ersten mitgewirkt. Was ist da los?
Patrick: Sieht so aus als, hätte sie sich im Spiel gegen Saarlouis etwas schwerer verletzt. Die Muskulatur am Schienbein macht etwas Probleme. Wir werden abwarten und schauen, wie sich das entwickelt. Prämisse ist aber, dass die Gesundheit unser Spielerinnen Priorität hat und wir nichts riskieren wollen, was sich langfristig auf ihre Gesundheit auswirken kann.

Wie gut hat den Daheimgebliebenen die Länderspielpause getan?
Patrick: Sie hat allen mental und für die angeschlagenen Spielerinnen auch körperlich gut getan. Allerdings sind wir ja seit Mitte voriger Woche wieder im Training. Es ist ein perfekter Zeitpunkt, an Grundlagen zu arbeiten.

Apropos arbeiten: Mit welcher Spielerin von Wasserburg würdest du gern mal zusammenarbeiten?
Patrick: Soana Lucet finde ich interessant. Sie hat eine enorme Energie.

Wasserburg schien ja zu Beginn der Saison schlagbar. Wie siehst du deren Entwicklung bis jetzt?
Patrick: Es war zu erwarten, dass sie stärker werden würden. Sie bleiben defensiv stark und für mich auch weiterhin das Nonplusultra der Liga. Sie spielen diszipliniert und sind auch extrem gut gecoacht. Ich glaube, sie sind das ausgeglichenste Team der Liga. Guck mal, wer da von der Bank kommt.

Worauf wird es am Sonntag für euch ankommen?
Patrick: Wir müssen ganz stark anfangen, unser Reboundverhalten zu ändern, ansonsten sieht es düster aus. Wasserburg wird versuchen, früh Druck aufzubauen. Dagegen müssen wir uns wehren. Wir werden es sehr schwer haben, aber in der Liga kann jeder jeden schlagen. Wir werden unser Bestes geben und vielleicht reicht es ja für eine Überraschung. Bei uns muss halt alles stimmen.
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