Auf alles vorbereitet sein

Wie hier im Hinspiel will Tonisha Baker (rechts) mit Marburg wieder an Valerie Nainima und NBO vorbeiziehen. (Foto: M. Schneider / belichtbar.net)
1. Damen Basketball Bundesliga: evo New Basket Oberhausen – BC Pharmaserv Marburg (Samstag, 19 Uhr, Willy-Jürissen-Halle).

Zum dritten Mal treten die Marburger Erstliga-Basketballerinnen in dieser Saison gegen Oberhausen an. Und bislang hat das Pharmaserv-Team eine perfekte Bilanz. Dem Auswärtssieg in der zweiten Pokalrunde folgte zwei Tage später der Heimerfolg in der Bundesliga. Mit 20 und 18 Punkten Differenz sogar beide Male ziemlich deutlich.

Doch davon will BC-Trainer Patrick Unger nichts wissen: „Das Team hat sich sehr verändert und spielt etwas anders.“ Die Oberhausenerinnen haben in der Weihnachtspause eine Importspielerin ausgetauscht. Für Kelli Riles kam Monique Reid (beide USA). Unger hält sehr viel von ihr: „Sie verfügt über einen guten Wurf. Und sie kann unterm Korb gut wirbeln und kämpfen. Das hat man gegen Wasserburg gesehen.“

In der Ex-Marburgerin Alissa Pierce (USA) hat NBO eine weitere Verstärkung geholt. Und: Ex-Nationalspielerin Sarah Zierhut ist aus der Babypause zurück. „Sie gibt ihrer Mannschaft eine so unglaubliche Stabilität“, schwärmt der Marburger Coach. Nicht zu vergessen: In Sharon Beld (Niederlande) und Valerie Nainima (Fidschi) verfügt Trainerin Katja Zberch über zwei herausragende Akteurinnen mit dem Potenzial, Spiele im Alleingang entscheiden zu können. In Lea Mersch und Birte Thimm stehen dazu noch zwei deutschen Nationalspielerinnen im Kader.

Ein Erfolg brächte die derzeit fünftplatzierten Marburgerinnen ihrem Saisonziel ganz nahe. Mit dann zehn Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge gäbe es bei noch fünf Spieltagen nur noch theoretische Zweifel am Klassenerhalt. Doch Unger warnt vor dem Tabellenzehnten, den nur zwei Punkte von einem Abstiegsplatz trennen: „Oberhausen ist zur Zeit ein sehr unangenehmer Gegner. Im Abstiegskampf können gerade in eigener Halle Kräfte freigesetzt werden, die man so nicht erwartet. Geschenkt wird uns dort garantiert nichts.“ Und: Während NBO auswärts erst eine von neun Begegnungen gewinnen konnte, ist die Bilanz vor heimischem Publikum mit 4:3 positiv – plus einem gefühlten Sieg gegen Spitzenreiter Wasserburg (74:75 vor zwei Wochen).

Die Gastgeberinnen verfügen laut Statistik zwar über die schwächste Offensive der Liga. Dafür haben sie die drittbeste Verteidigung. „Sie spielen unglaublich aggressiv. Darauf müssen wir vorbereitet sein und fighten“, gibt der BC-Coach seinen Schützlingen mit auf den Weg.

„Wir dürfen sie offensiv nicht unterschätzen und müssen unseren defensiven Gameplan umsetzen. Dann haben wir eine gute Chance. Die gewonnenen Partien geben uns Aufwind und auch bei knappen Spielen den Glauben, dass wir immer gewinnen können“, gibt sich der Marburger Trainer zuversichtlich. Eine Busladung voller Fans will das Pharmaserv-Team zum ersten Auswärtssieg seit dem 24. November treiben.
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Volker Beilborn aus Marburg | 14.02.2014 | 08:59  
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