Buchtipp: Pascale Hugues: Marthe u. Mathilde

Pascale Hugues erzählt von ihren Großmüttern im Elsass.

Hübsch, aber schwierig – so könnte man das Elsass beschreiben. Die Grenzregion mit ihren sanft ansteigenden Weinbergen, die in romantische Mischwälder und schließlich in karge Vogesenkämme übergehen, betrachten Deutsche gerne als heimisches Territorium; wie selbstverständlich fahren sie zur Weinprobe ins pittoreske Riquewihr, zum Bummeln ins Klein-Venedig von Colmar oder zum Einkaufen nach Straßburg. Die Touristen, die in Scharen das Elsass heimsuchen, merken freilich wenig von der Schizophrenie dieses Landstriches, den Tomi Ungerer einmal derb mit einer Toilette verglich: immer besetzt. Die Franzosen wiederum nehmen das Elsass nicht wirklich für voll. Für sie gehört es – anders als die Grenzregionen Savoyen oder Pyrenäen – nicht zu Kern-Frankreich. Das zeigt sich auch daran, dass das Elsass erst im vergangenen Jahrzehnt vermehrt zum Ziel französischer Touristen geworden ist, ironischerweise wegen der von Deutschland abgeschauten Weihnachtsmärkte, die es inzwischen in jedem größeren Dorf gibt.

Rowohlt Taschenbuch, 288 Seiten, broschiert, 9,99 €

ISBN-13: 9783499624155
ISBN-10: 349962415X

von der gleichen Autorin:

http://www.myheimat.de/marburg/ratgeber/buchtipp-p...
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