Buchtipp: Pablo Neruda: Ich bekenne, ich habe gelebt.

Ein weiterer Autor aus Südamerika und ein ganz besonderer noch dazu.
Pablo Neruda ist einer der größten Dichter des 20. Jahrhunderts und einzigartig als Mensch, Politiker und Humanist. 1971 wurde er mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Mit seinen Memoiren hat er ein grandioses Dokument seines Lebens und seiner Welt hinterlassen.

Pablo Neruda (eigentlich Neftalí Ricardo Eliecer Reyes y Basoalto) wurde am 12. Juli 1904 in der südchilenischen Stadt Parral als Sohn eines Lokomotivführers und einer Volksschullehrerin geboren. Schon mit 13 Jahren veröffentlichte er seine ersten Gedichte in der Tageszeitung La Mañana. Von 1910 bis 1920 besuchte er das Knabengymnasium in Temuco. Hier lernte er auch Gabriela Mistral kennen, die zu dieser Zeit Direktorin eines Mädchengymnasiums war. Ab 1920 schrieb er unter dem Pseudonym Pablo Neruda, das er zu Ehren des tschechischen Dichters Jan Nepomuk Neruda wählte. Von 1921 bis 1926 studierte er Französisch und Pädagogik in der chilenischen Hauptstadt Santiago. 1923 veröffentlichte er sein erstes Buch Crepusculario, dass er noch selbst finanzieren musste.1927 trat Neruda in den diplomatischen Dienst. Nach verschiedenen konsularischen Tätigkeiten in Birma, Sri Lanka, Java, Singapur und Argentinien, wurde er 1935 schließlich Konsul in Madrid. Nach dem Putsch General Francos gegen die spanische Volksfrontregierung im Jahre 1936, setzte er sich für die republikanische Bewegung ein und wurde wegen "Verstoßes gegen die Neutralität" seines Amtes enthoben. 1945 wurde er Mitglied der Kommunistischen Partei Chiles. Nach heftigen Widerstand gegen den Präsidentschaftskandidaten Gabriel González Videla wurde Neruda zum Staatsfeind erklärt. Neruda floh aus Chile und verbrachte die Jahre 1948 bis 1952 im politischen Exil. 1957 wurde er zum Präsidenten des chilenischen Schriftstellerverbandes gewählt. 1969 wurde Neruda zum Präsidentschaftskandidaten der Kommunistischen Partei aufgestellt, er verzichtete jedoch zu Gunsten von Salvador Allende. Nach dem Wahlsieg Allendes ernannte dieser Neruda 1970 zum chilenischen Botschafter in Frankreich. 1972 kehrte er nach Chile zurück, wo er im Nationalstadion von Santiago triumphal empfangen wurde. Pablo Neruda erlag angeblich am 23. September 1973 einem Krebsleiden, es wurden Zweifel laut, ob dem so gewesen sei. Nach Exhumierung und Untersuchungen durch die Pathologen, wurde der Krebs-Tod bestätigt.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Marburg extra, Anzeiger extra, Hinterland extra | Erschienen am 14.01.2015
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Hans-Rudolf König aus Marburg | 18.01.2015 | 11:06  
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Volker Beilborn aus Marburg | 18.01.2015 | 11:35  
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