Buchtipp: Anna Politkovskaja: Russisches Tagebuch

Das »Russische Tagebuch« entstand zwischen Dezember 2003 und September 2005. Anna Politkovskajas Aufzeichnungen beginnen mit Putins Kampagne zu seiner Wiederwahl und enden mit der eindringlichen Frage: »Habe ich Angst?« Sie schreibt über den politischen Alltag dieser weichenstellenden Jahre in Russland über die Kälte von Putins Machtsystem, aber auch über eine sich in Rivalitäten neutralisierende Opposition. Immer wieder beklagte Anna Politkovskaja die Blindheit und mutwillige Ignoranz des Westens gegenüber den Missständen in ihrer Heimat.

Anna Politkovskaja wurde am 6. Oktober 2006 erschossen. Nun, da sich die Welt betroffen zeigt und um sie trauert, sollten wir endlich hören, was sie zu sagen hat.

»Mit analytischer Schärfe benennt sie Verletzungen fundamentaler Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit und deren Auswirkungen auf eine Bevölkerung, die sich resigniert aus der politischen Verantwortung verabschiedet hat«, aus der Begründung der Jury des Geschwister-Scholl-Preises 2007.
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Oberhessische Presse | Erschienen am 17.01.2015
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Hans-Rudolf König aus Marburg | 18.01.2015 | 10:55  
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Volker Beilborn aus Marburg | 18.01.2015 | 11:36  
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