Sag zum Abschied leise OXI…

Wer glaubt denn ernsthaft, nach den Erfahrungen der letzten fünf Monate und dem stolzen OXI aus Athen, an eine einvernehmliche Lösung in der Griechenland-Krise? Politiker und Bürger der Rest-EU rätseln über das Konzept, nach dem Herr Tsipras handelt. Andere haben keine Hemmungen wörtlich einzugestehen, dass sie sich verarscht fühlen. Doch vielleicht ist das gerade sein perfider Plan, um die ideologischen Ziele seiner Partei zu erreichen, quasi gezwungen durch die EU-Partner und das eigene Volk als darbende Geiseln zu missbrauchen.

Der Verdacht scheint nicht unbegründet, dass Tsipras in Wahrheit trickreich den Abschied Griechenlands vom Euro, den Austritt aus EU und Nato betreibt, um das Land aus den Klauen des internationalen Kapitals, des internationalen Währungsfonds und, wie sollte es auch anders sein, das Land dem Einfluss der USA und Angela Merkels als Hauptursache allen Übels zu entreißen. Schuld sind immer die anderen. Das klingt erst einmal beruhigend und sichert die Solidarität vieler Linksparteien.

Wenn dem links-rechtsextremen Regime Griechenlands wirklich an einem für alle beleihbaren Kompromiss gelegen wäre, die vergangenen Monate hätten ihn bringen können, zumal man zuletzt nur ein Steinwurf davon entfernt war. Dass Tsipras da in letzter Minute Brüssel fluchtartig verlassen hat, lässt nur einen Schluss zu: Er will überhaupt keine Übereinkunft! Stattdessen versäumt er keine Gelegenheit, Geldgeber und Politiker der EU proletenhaft aufs Übelste zu verprellen und im gleichen Atemzug um neues Geld zu betteln. So verhält sich nur jemand, der den Bruch und das Chaos will! Athen mag noch Sirtaki tanzen – leider auf dem Vulkan.“ Ob Herr Tsipras humanitäre Hilfen der EU für die notleidende Bevölkerung auch ausschlägt? Möglich ist alles.

Die EZB wird vielleicht wieder ein paar Münzen in die Automaten stecken und heisasa, ein neues Spiel beginnt. Einer der beiden Zocker wurde zwar ausgetauscht, tritt vielleicht etwas braver auf, mehr aber nicht. Das alte Falschspiel ginge nur in die Verlängerung. Vorher sollte aber noch geklärt werden, wer wen terrorisiert! Eine Angemessene Entschuldigung bei den EU-Partnern wäre nicht unangebracht, um ein weiteres OXI, diesmal seitens der EU erst einmal zu verhindern!
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10 Kommentare
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Axel Haack aus Freilassing | 07.07.2015 | 05:27  
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R. S. aus Lehrte | 07.07.2015 | 07:39  
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P.G. Winfried Hochgrebe aus Berlin | 07.07.2015 | 08:00  
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Volker Beilborn aus Marburg | 07.07.2015 | 10:41  
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Karl-Heinz Töpfer aus Marburg | 07.07.2015 | 11:42  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 07.07.2015 | 16:14  
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Hans-Rudolf König aus Marburg | 07.07.2015 | 17:12  
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Johanna M. aus Stemwede | 07.07.2015 | 23:55  
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P.G. Winfried Hochgrebe aus Berlin | 08.07.2015 | 09:56  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 11.07.2015 | 05:55  
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