Ramstein 25./26.09.2015 - Solidarität mit den Flüchtlingen ist Friedenspolitik

Warum der Protest in Ramstein auch eine Form der Solidarität mit Flüchtlingen ist beschreibt nachfolgend Reiner Braun (IALANA) in seinem Text
„Ramstein 25./26.09.2015: Solidarität mit den Flüchtlingen ist Friedenspolitik“.

Willkommen heissen und Fluchtursachen benennen: US/NATO Kriege sind verantwortlich für die tausenden von Flüchtlingen.

Wir wollen es auch auf unserer Demonstration gegen die US Militärbasis in Ramstein und den weiteren Aktionen an dem Wochenende eindrucksvoll zum Ausdruck bringen: Ihr seid uns willkommen, Menschen, die Ihr vor den Bomben, den Drohnen, den Waffen der USA und der NATO nach Europa flieht. Ihr, die Ihr mit den deutschen Waffen, die unsere Regierungen an die Diktaturen geliefert haben, getötet werden solltet. Auch alle, die vor dem durch das Wirtschaften, den ausbeuterischen Handel, die durch ungleiche Beziehungen erzeugten Armut, Hunger und Elend fliehen.

Willkommen: Wir werden alles tun, eine Atmosphäre der Freundschaft zu entwickeln und versuchen, Euch praktisch und solidarisch zu helfen.

Wir klagen aber auch an: Es sind die USA und NATO-Kriege, die die Verantwortung für die Flüchtlinge tragen. Es sind Obama und Merkel, Holland und Cameron und wie die NATO-Führer noch heißen mögen, die mit einer Politik der Intervention, des Krieges oder der Stellvertreterkriege die Verantwortung und auch die Schuld an dem Elend, das Hundertausende zur Flucht zwingt, tragen. Es war die Politik der USA, der NATO und auch der Bundesregierung, die den Krieg nach Afghanistan gebracht hat, die die Zerstörung im Irak bewirkt und unterstützt hat, die Libyen zum failed state degradiert hat, die die Waffen nach Saudi Arabien geliefert hat.

Kriege und Rüstungsexporte sind wesentlich verantwortlich für die Flucht der Menschen. Friedenspolitik stoppt Flüchtlingsentwicklung. Dies muss laut und deutlich und gegen Heuchelei und Krokodilstränen immer wieder gesagt werden.

Die Verantwortlichen sitzen in den Regierungen der 1. Welt!

Was für eine Idiotie und Brutalität: Jetzt soll die Flucht der Ärmsten der Armen, der Opfer von Krieg und Zerstörung im Mittelmeer mit „Waffengewalt gegen Schlepper“ bekämpft werden. Der Brandstifter NATO und EU soll die Feuerwehr sein. So wird keinem geholfen, sondern die Situation nur verschärft. Menschen in großer Not und Leid werden immer – auch noch so gefährliche – Wege aus ihrem Elend suchen und finden.

Tote im Mittelmeer, Sterbende an den Zäunen, Opfer der Flucht können nur mit humanitärer Hilfe und mit Bekämpfung der Fluchtursachen erfolgreich verhindert werden. Menschenwürde und Respekt ist das Gebot der Stunde – für jedermann/frau und überall. Wir fallen den Rechtsradikalen und ihren Helfern überall in die Arme!

Wer den Flüchtlingen helfen will soll und muss gegen die Drohnen von Ramstein demonstrieren: Friedenspolitik ist Flüchtlingshilfe und Bekämpfung der Flucht-Ursachen.

Auch deshalb ist es eigentlich ein „Muss“ am 26.09. nach Ramstein zu kommen.

Reiner Braun

weitere Infos zur Kampagne
unter http://www.ramstein-kampagne.eu/
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 13.09.2015 | 22:25  
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