Neuanfang nach der Sucht

Auf dem Weg, ein neues Leben im Arbeitsmarkt zu finden durch JOB IN
Marburg: Arbeit und Bildung e.V. | Für Arbeitsuchende wird der berufliche Einstieg zusehends schwerer, je länger sie arbeitslos sind. Aber wie ist das für arbeitslose Menschen mit einer Suchterkrankung? Besonders diese Menschen trifft die Arbeitslosigkeit hart: Sie müssen Vorbehalten und Vorurteilen entgegentreten und ihre Zuverlässigkeit als sozial kompetente Menschen beweisen. Die Suchterkrankung ist nicht heilbar. Sie begleitet das ganze Leben, auch wenn die Betroffenen sich für ein Leben ohne Drogen entschieden haben.
Einen neuen Arbeitgeber zu finden, der einem trotzdem eine Chance gibt, ist schwer. Mit jeder Absage sinkt der Mut für einen Neuanfang. Hier setzt JOB IN seit vielen Jahren an, damit ehemals Suchtkranke wieder zurück in den Arbeitsmarkt finden.

JOB IN wird gefördert durch den Europäischen Sozialfonds, das Hessische Sozialministerium und vor Ort durch das Kreis Job Center Marburg-Biedenkopf. JOB IN wird durchgeführt vom gemeinnützigen Träger Arbeit und Bildung e. V. in Marburg, der eng mit hiesigen Suchtberatungsstellen und sozialen Einrichtungen kooperiert.

JOB IN vermittelt Menschen mit Suchterkrankung in den Arbeitsmarkt

„Berufliche Orientierung und Integration in den Arbeitsmarkt ist unser Ziel. Stabilisieren, aktivieren, neue Wege suchen, ist unser Leitbild. Die enge Verzahnung von Schulung, sozialpädagogischer Betreuung, Hilfe bei der Stellensuche und Vermittlung von passgenauen Praktika stärkt die eigenen Kompetenzen und führt schrittweise in ein Arbeits- oder Qualifizierungsverhältnis“, beschreibt die Projektleiterin Ute Holzgrewe JOB IN. Dabei wird individuell auf die persönlichen Schwierigkeiten und auch auf gesundheitliche Einschränkungen der Teilnehmenden eingegangen, so Holzgrewe.

Der aktuelle Lehrgang bietet seit Januar 2012 wieder Menschen mit Suchterkrankung diese Integrationsmöglichkeit. Zwei Teilnehmer konnten schon im Mai 2012 den Auftrieb durch JOB IN nutzen und haben den Einstieg in den Arbeitsmarkt geschafft. Sie arbeiten im Recyclingbereich und als Metallarbeiter. Ein dritter bekam kürzlich eine Stelle im Bereich Schwimmbadtechnik und -zubehör. Dieses Ergebnis benennt Holzgrewe mit Freude und spricht die Hoffnung aus, dass auch die anderen bis Ende Oktober 2012 ihre Chance finden.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen Webseiten Senden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.

Meistgelesene Beiträge des Autors

2 Bilder

Auszubildende leben Städtepartnerschaft

Arbeit und Bildung e.V. aus Marburg | am 11.10.2012 | 236 mal gelesen

Marburg: Arbeit und Bildung e.V. | Eine Woche Marburg gipfelte für neun junge Rumänen in einer Drachenbootfahrt auf der Lahn. Im Rahmen des XENOS Projektes „Ausbildung in Vielfalt“ unternahmen sie mit ihren Lehrerinnen eine Studienfahrt, um die Berufsausbildung und das Leben von Marburger Auszubildenden kennen zu lernen. Aus der Marburger Partnerstadt Sibiu (Hermannstadt) kamen die 12.-Klässler der Berufsschule Coleguil Economic „George Baritiu“. In ihrer...

1 Bild

Flüchtlinge bringen Potentiale mit

Arbeit und Bildung e.V. aus Marburg | am 11.10.2012 | 218 mal gelesen

Marburg: Mittelhessischer Bildungsverband | Drei nahegehende Erlebnisgeschichten beim Erzählcafe„Flüchtlinge in Deutschland brauchen für ihre Integration professionelle Helfer, ehrenamtliche Unterstützer und endlich ein Ende der unzähligen gesetzlichen Einschränkungen“, resümierte Christian Hendrichs, Abteilungsleiter beim Veranstalter Mittelhessischer Bildungsverband e. V. Rund 50 Interessierte waren zum Marburger Erzählcafe „Erfahrungen von Flüchtlingen“ ins Cafe...

1 Bild

Nachwuchs gewinnen – Fachkräfte sichern

Arbeit und Bildung e.V. aus Marburg | am 22.11.2012 | 211 mal gelesen

Expert/innen suchen Lösungen im Rahmen des XENOS-Projektes „Ausbildung in Vielfalt“Welche Unterstützung brauchen Betriebe, damit mehr Ausbildungsnachwuchs aus den Reihen der Menschen mit Migrationshintergrund gewonnen werden kann? Was brauchen Eltern mit Migrationshintergrund, um ihre Kinder so zu unterstützen, dass sie eine Ausbildung beginnen und diese erfolgreich abschließen? Diese und andere Fragen standen im Zentrum der...

Ähnliche Beiträge

3 Bilder

Digitale Demenz – die neue Volkskrankheit? 19

Karl-Heinz Töpfer aus Marburg | am 24.02.2013 | 276 mal gelesen

Junge Frauen gehen durch die Stadt – in den Ohren die Stöpsel vom i-pod, in der Linken Kinderwagen, Zigarette oder eine Getränkeflasche. Die rechte Hand umklammert das Smartphone, auf dem sie unentwegt auf der suche nach Botschaften das Display wischen. Kaum ein Blick für die Menschen und vor allem für den Straßenverkehr. Mittags in der Kantine – ein paar junge Leute nehmen an einem freien Tisch Platz, stochern in den...

7 Bilder

Blütenpracht im freien Fall 3

Karl-Heinz Töpfer aus Marburg | am 29.04.2013 | 137 mal gelesen

Da hat man nun diesen langen Winter mit Geduld ertragen, weil man sich schwach erinnerte, dass danach eine neue Zeit anbricht. Mit einem Blütenrausch, wohin man auch sieht. Tatsächlich, die Welt wurde fast schlagartig bunt und die Blumenfreunde konnten sich vor Entzücken kaum noch einkriegen. Vor einem Tag nun genügte ein flüchtiger Blick aus dem Fenster, um zu wissen, dass dieser Traum vorbei und ausgeträumt ist. Im...

1 Bild

Fortbildung zum Thema „Neue Modedrogen – Research Chemicals“

Landratsamt Donau-Ries, Pressestelle aus Donauwörth | am 30.01.2013 | 113 mal gelesen

Suchtbeauftragte an Schulen im Landkreis Donau-Ries informieren sich Aufgrund der großen Nachfrage fand am 22. Januar am Landratsamt Donau-Ries die zweite Fortbildung mit dem Thema „Neue Modedrogen – Research Chemicals“ statt. Eingeladen zur Fortbildung waren suchtbeauftragte Lehrkräfte aus den Haupt- und weiterführenden Schulen, Berufsfachschulen im Landkreis Donau-Ries sowie Jugendsozialarbeiter an Schulen. Initiator der...