Marburger Oberbürgermeister: Teil 13 - Georg Gaßmann

Georg Gaßmann (Foto: Stadtarchiv Marburg)
 
Georg-Gaßmann-Stadion
 
zu den Amtszeiten von Oberbürgermeister Gaßmann war das Luisabad auch beliebte Stätte von Schwimmwettkämpfen (Foto: Stadtarchiv Marburg)
   
Bauplanung Zeppelin-Spange - Modell (Foto: Stadtarchiv Marburg)
 
Luftaufnahme vom Marburger Stadtteil Richtsberg. (Foto: Stadtarchiv Marburg)
 
Nach dem Abbruch des Textilkaufhauses Bersch konnte der Umbau am Rudolphsplatz beginnen (Foto: Stadtarchiv Marburg)
 
Bopps Terrasse in der Reitgasse (Foto: AK-Sammlung Gimbel)
 
(ehemaliges) Wirtshaus an der Lahn (Foto: AK-Sammlung Gimbel)
 
Abbruharbeiten am Heumarkt - Neubau der Stadtsparkasse beabsichtigt (Foto: Sammlung Gimbel)
Marburg: Rathaus | Georg Gaßmann war von 1951 bis 1970 Oberbürgermeister von Marburg. Er war der erste gebürtiger Marburger in diesem Amt. Georg Gaßmann, 1910 geboren, hatte nach dem Abitur Jura und Nationalökonomie studiert. Früh in die SPD eingetreten, war er im Dritten Reich diskriminiert worden. Nach Kriegsende führte er die Marburger SPD an. 1946 wurde er - noch in Kriegsgefangenschaft - in Abwesendheit zum Bürgermeister gewählt. Er blieb, nachdem er 1951 Oberbürgermeister geworden war, bis zum Amtswechsel im Jahr 1970 unangefochten die Führungsfigur seiner Partei in Marburg. Er starb im Alter von 77 Jahren in seiner Heimatstadt.

Lebenslauf

Am 28. Mai 1910 wurde Georg Gaßmann als Sohn eines Institutsgehilfen in Marburg geboren. Nach Volksschulbesuch in Frankenberg von 1916 bis 1918 kam er 1919 nach Marburg zurück und absolvierte dort die Oberrealschule nebst Reformgymnasium mit Abitur im Jahr 1929.

Anschließend studierte er Rechtswissenschaften und Nationalökonomie in Marburg und Berlin. Gaßmann war schon mit 18 Jahren in die SPD eingetreten und hatte als Funktionär und Versammlungsredner der Partei aktiven Widerstand gegen den Nationalsozialismus geleistet. Zudem war er Vorsitzender der Sozialistischen Studentenschaft der Philipps-Universität.

Nachdem die NSDAP in Marburg die Macht übernommen hatte, war Gaßmann während seiner Referendarzeit vom 25.6. bis 27.7.1933 in Schutzhaft genommen worden. Mit neun Genossen wurde er zuerst in der Schirne im Rathaus und danach in einem Haus in der Mainzer Gasse von der SA in Arrest gesetzt. Sein Referendariat konnte Gaßmann jedoch fortsetzen. Am 23. Oktober 1933 bestand er beim Oberlandesgericht in Kassel das 1. juristische Staatsexamen (Referendarexamen).

Die Ernennung zum Gerichtsreferendar wurde von der Regierung in Kassel nicht ausgesprochen. Dies bedeutete, dass Gaßmann der Eintritt in die höhere Justiz- und Verwaltungslaufbahn verwehrt war.

Da ihm sich in Marburg keine Erwerbsmöglichkeiten öffneten, suchte Gaßmann eine Tätigkeit außerhalb Marburgs. Am 1. April 1934 fand er eine Anstellung in der Firma Rhenania-Ossag Mineralölwerke AG, zuerst bis 1937 in der Zweigniederlassung Erfurt und später in Ludwigshafen. Über die Anfangsarbeit als Stenotypist wurde er später Buchhalter und Bearbeiter von Rechtsangelegenheiten.

Am 18. Januar 1940 wurde er zum Wehrdienst einberufen und nahm bis Kriegsende an den Kämpfen teil. Nach Gefangennahme am 30. März 1945 durch die Amerikaner kam er in französische Gefangenschaft und arbeitete auf einem Bauernhof. Bereits am 26. Juli 1946 - Gaßmann befand sich noch in Gefangenschaft - war er auf Vorschlag der SPD im ersten gewählten Marburger Stadtparlament in Abwesenheit zum Bürgermeister (1. Beigeordneter) gewählt worden. Auf Antrag der Stadtverordnetenversammlung wurde er von den Franzosen am 20. Dezember 1946 entlassen. Das Amt des Bürgermeisters trat Gaßmann am 7. Januar 1947 an.

Die Wahl zum Oberbürgermeister

In seiner Tätigkeit als Bürgermeister hatte Gaßmann 1947 das Dezernat Sozialamt übernommen und war Flüchtlingskommissar gewesen. Somit war die Bewältigung der schwierigen Aufgaben im Sozialbereich die Hauptarbeit von Gaßmann. Zu regeln hatte er dabei die besonderen Nöte der Flüchtlinge, Ausgebombten, Kranken und Alten und der Familien, die durch Krankheit in Not geraten waren. In Verbindung mit dem Sozialen Hilfswerk wurden von der Fürsorgeküche im Jahr 1947 insgesamt 392.259 Portionen Verpflegung ausgegeben und die allgemeine Schulspeisung eingeführt.

Nachdem Karl-Theodor Bleek sein Amt als Oberbürgermeister von Marburg aufgegeben hatte und er einem Ruf nach Bonn gefolgt war, fand im August 1951 die Wahl zum neuen Oberbürgermeister statt. Nach der Ausschreibung hatten sich acht Bewerber gemeldet:

Regierungsrat Dr. Elsholz, ehem. Oberbürgermeister Dr. Schroeter, Landgerichtsrat Dr. Frohwein, Dr. Elsner, Rechtsanwalt Dr. Baltrusch, Bürgermeister Gaßmann, Ministerialrat Dr. Dörr und Julius Dietz.

Die FDP als stärkste Fraktion hatte gehofft, nach Bleek mit ihrem Kandidaten Dr. Elsner (Gießen) auch den nächsten Oberbürgermeister von Marburg stellen zu können. Dr. Elsner war mit Dr. Frohwein, Gaßmann und Dr. Baltrusch vom Wahlvorbereitungsausschuss in die engere Auswahl gekommen. Doch der Wahlakt brachte mit dem knappen Erfolg von Georg Gaßmann einen unerwarteten Ausgang. 18:16 Stimmen hatten den Ausschlag für Gaßmann gegen Dr. Elsner gegeben.

Aus den Reihen der FDP war anschließend eine Wahlanfechtung in Gang gekommen. Sie verhinderte fast ein Jahr den Amtsantritt von Gaßmann als neuem Oberbürgermeister. Inzwischen hatte sich mit SPD/CDU/Überpartteiliger Wählerblock eine Koalition gegen die FDP gebildet. Die FDP war mit ihrer Haltung in die Defensive geraten. Da mit dem schwebenden Gerichtsverfahren die Besetzung der Bürgermeisterstelle, welche die CDU beanspruchte, verhindert war, wurde ein neuer Wahlgang zur Besetzung der Oberbürgermeisterstelle angesetzt. Dabei setzte sich Gaßmann mit 24:2 Stimmen durch. Neuer Bürgermeister wurde Dr. Schilling (CDU). Zum Magistrat gehörte zudem die beiden Stadträte Hans Ballmeier und Keßner.

Mit den Wahlen vom 4. Mai 1952 verlor die FDP ihre Rolle als stärkste Kraft im Marburger Stadtparlament und landete auf Platz zwei. Allerdings waren die FDP-Vertreter immer bemüht, in eine regierungsfähige Koalition zu kommen.

Ergebnisse der Wahlen von 1952, 1960 und 1968.

Aufgeführt sind die Zahlen der Stimmen und der daraus sich ergebenden Sitzverteilung im Stadtparlament

Partei …..1952 ……..….1960 ………1968

SPD .. 6.065 - 14.….. 8.462 - 16 …7.600 - 17
FDP …4.122 - 9 …… 4.603 - 9 …. 3.016 - 6
CDU ... 2.281 - 5 …… 3.024 - 6 ..…4.962 - 11
ÜWG ..1.432 - 3 ….
VuB … 1.616 - 3
KPD ….. 439 - 0
DP ….… 912 - 2
GB/BHE ……………....1 065 - 2…. …486 - 0
WbM ……………..…..1.863 - 3 …. 1.368 - 3
NPD ………………………………..…. 925 - 0
ASO …………………………………… 669 - 0
Christliche Wähler …….…………….. 108 - 0

Erläuterungen:

ÜWG - Überparteiliche Wählergemeinschaft
VuB - Vereinigung unabhängiger Bürger
WbM - Wahlblock Marburg
GB/BHE - Gesamtdeutscher Block/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten
DP - Deutsche Partei
ASO - Arbeitsgemeinschaft Sozialistische Opposition („Abendroth-Liste“)

Parteipolitik bestimmte die Arbeit im Stadtparlament

Nach 1945 bestimmten die Fraktionen der Parteien und deren Fraktionsführer die Politik in der Stadtverordnetenversammlung von Marburg. Gegenseitige Anschuldigungen in der Presse mit einer Vielzahl von Leserbriefen veranschaulichten die politische Lage. Vorbei waren die Zeiten der Auseinandersetzungen von Personen und Argumenten wie noch vor dem Ersten Weltkrieg. Koalitionen wurden gebildet und neu zusammen gesetzt.

Nach den Wahlen im Jahr 1956 fand sich unter Gaßmann eine neue Koalition zusammen.Die CDU musste in die Opposition gehen und ihr Parteivertreter Dr. Schilling wurde als Bürgermeister nicht wiedergewählt. Es gab eine Neuausschreibung und Gerhard Daub (FDP) übernahm sein Amt.

1958 endete die erste Amtszeit von Georg Gaßmann. Bei der Wiederwahl erhielt er 25:11 Stimmen für eine Amtszeit von 12 Jahren. Mit Dr. Seibert als 1. Beigeordneten und Dr. Bernt als 2. Beigeordneten und zugleich Stadtbaurat wurde der Magistrat auf vier Positionen vervollständigt. Bei den Wahlen zum Stadtparlament im Jahr 1960 blieb die SPD bei 16 Mandaten, aber die CDU konnte mit 9 Abgeordneten die FDP (6) zum ersten Mal überflügeln.

Mit Zusammenwirken von SPD und CDU wurde Daub 1962 aus dem Amt abberufen und Dr. Seibert (CDU) mit großer Mehrheit zum Bürgermeister gewählt. Doch nur zwei Jahre später verließ Dr. Seibert Marburg und wurde Landrat in Schlüchtern. Nach den Wahlen 1968 hatte Gaßmann keine Mehrheit im Stadtparlament. Die Koalition CDU/FDP/WbM bestimmte in der Stadtverordnetenversammlung mit einer Mehrheit von 20:17 Stimmen ab 1968 die Politik in Marburg.

Soziale Aufgaben standen in den ersten Jahren im Vordergrund

Das Hauptproblem für die Sozialarbeit bereitete die Eingliederung der Flüchtlinge. Die Zahl der Flüchtlinge, die einen Ausweis beantragten, stieg bis 1958 noch auf über 5.000 an.

Zahl der Flüchtlinge ……………….1956 ……..1958

Ausweis A - Heimatvertriebene … 4.784 …… 5.066
Ausweis B - Vertriebene ……………381 ……… 391
Ausweis C - Politische Flüchtlinge .540 ……… 650

Die Zahl derjenigen, die Fürsorgehilfe beanspruchten, ging jedoch 1958 um 161 Personen auf 1.595 zurück. Noch immer wurde im Sozialamt in den 1950er Jahren zwischen Einheimischen und Flüchtlingen unterschieden. Es gab sogar eine Aufstellung der Eheschließungen in Marburg mit Unterscheidung zwischen Einheimischen und Flüchtlingen:

Heiratsschließungen .… 1952 …..1953 ….1955 ....1957

Einheimische
untereinander ………….. .232 ...… 232…… 191 .... 215
Einheimische und
Flüchtlinge gemischt ……113 ……. 98 …… 93 ….. 108
Flüchtlinge
untereinander …............... 25……. 22 ….... 17 ….. 23

Die Schulspeisung wurde noch lange nach Kriegsende weiter geführt. Waren es 1954 noch 1.960 Kinder, die an dem Projekt teilnahmen, sank diese Zahl danach rapide ab. Im Jahr 1959 nahmen noch 295 Kinder an der Aktion teil. Danach wurde die Schulspeisung auf die Abgabe von Milch umgestellt. 1961 sank die Abgabezahl auf 195 kostenfreien Schulmilchtüten.

Eine große Gruppe der Versorgungsberechtigten stellten zudem die 1.015 Kriegsbeschädigten dar. Immerhin waren im Jahr 1955 aus dieser Gruppe 662 in Arbeit. Dazu musste noch die Gruppe der heimatlosen Jugend versorgt werden. Das Ernährungsamt war weiterhin tätig mit Ausgabe von Lebensmittelkarten. Zugleich mussten weiterhin eine Vielzahl von Durchreisenden am Bahnhof beköstigt werden.

Handel und Gewerbe

Ebenso wenig wie es vor dem Krieg in Marburg nicht gelungen war, nennenswerte Industrie in die Stadt zu holen, blieb es auch nach 1945 dabei, dass keine größeren Betriebsansiedlungen gelangen. 1953 hatte die Deutsche Fernsprecher Gesellschaft ihren Neubau in der Frauenbergstraße bezogen. Zu nennen ist noch die Eröffnung einer Asbestdrahtfabrik, die Gründung der Fa. Nickel und im Jahr 1960 die Errichtung einer Pharmafirma mit den Temmler-Werken in der Temmlerstraße. Negativ fiel ins Gewicht, dass die Marburger Tapetenfabrik die Stadt wegen mangelnder Ausbreitungsmöglichkeiten verließ und sich in Kirchhain ansiedelte.

Die städtischen Betriebe wurden vergrößert, weil der Bedarf an Energie gestiegen war. Das Eiswerk wurde jedoch eingestellt. Es war nicht mehr zeitgemäß. Nachdem 1954 noch 44.110 Stangen verkauft wurden, sank die Zahl 1958 auf 24.056 Stangen. Eigene Kühlanlagen der Betriebe zeigten ihre Wirkung.

Marburg versuchte, auf den Tourismus zu setzen. Am 17. März 1956 wurde nach Freigabe durch die Amerikaner das Kurhotel wieder eröffnet. Der Fremdenverkehr wurde gefördert. So stiegen die Übernachtungszahlen von 1955 mit 110.000 im Jahr 1957 auf 152.945 an.

Doch zusammenfassend gibt die 1955 veröffentlichte Liste der deutschen Städte mit ihrer Finanzlage ein realistisches Bild: die Stadt Marburg lag mit ihrer Steuerkraft im Bundesgebiet bei vergleichbaren Städten an viertletzter Stelle.

Wohnungsbau - die Bebauung des Richtsbergs brachte die lange notwendige Entlastung

Der Wohnungsbestand in Marburg stieg von 6.600 Wohnungen im Jahr 1948 trotz des immensen Bedarfs nur langsam an. Der Bestand vergrößerte sich nicht in dem Maße, um den Anforderungen gerecht werden zu können. Dazu kam, dass die Einwohnerzahlen von Marburg immer weiter anstiegen. 1950 wurden in Marburg 39.530 Bewohner gezählt. 1961 war die Zahl auf 44.853 gestiegen und drei Jahre später auf 48.347.

An Wohneinheiten brachten die Zählungen folgende Zahlen:

1950 - 6.980 Wohnungen, 1956 - 9.322, 1959 - 10.000, 1962 - 11.610

Ende 1962 wurden noch 2.821 Wohnungssuchende in der Stadt registriert, darunter waren 1.985 mit Dringlichkeitsstufe 1a. Mit den Planungen für das Neubaugebiet Richtsberg sollte sich eine Lösung abzeichnen. Im Verwaltungsjahr 1956/1957 waren 360 Wohnungen fertig gestellt worden und u. a. 1959 eine Neubausiedlung am Ginseldorfer Weg mit 60 Wohnungen. Diese Zahlen brachten jedoch keine deutliche Minderung der Wohnungsnot.

Als den größten Erfolg des Oberbürgermeisters Gaßmann kann die Bebauung des Richtsbergs angesehen werden. Es gelang der Stadt Marburg, dort großflächig Grundstücke zu erwerben. 1960 verkündete Gaßmann im Wahlkampf, dass er es erreicht hätte, 100 ha Baugrund am Richtsberg zu erwerben. Im Jahr 1962 wurde der erste Bebauungsplan „Am Richtsberg“ vorgestellt. In der ersten Phase sah dieser für das Gebiet nördlich der Beltershäuser Straße 800 Wohneinheiten vor. Zum Zeitpunkt der Bezugsfähigkeit dieser Häuser waren jedoch noch nicht die zuführenden Straßen und Wege fertig gestellt. Wegen der unhaltbaren Zugangsverhältnisse wurde dieses Wohngebiet anschließend lange Zeit als „Schlammhausen“ bezeichnet.

Ein Jahr später wurde der Flächennutzungsplan für den oberen Richtsberg erstellt. Ende 1963 wurde dort mit den Erschießungsarbeiten begonnen (Straßenbau), um ein ähnliches Debakel wie in der Friedrich-Ebert-Straße und am Damaschkeweg zu verhindern. Im Jahr 1968 schließlich wurde am Richtsberg der letzte Teil der Bebauung (Teil D - „In der Badestube“) begonnen. Ein neues Stadtviertel für mehr als 8.000 Bewohner war entstanden.

Leider gelang keine optimale verkehrstechnische Anbindung des neuen Stadtteils an die Innenstadt. Ein möglicher Straßendurchbruch nach Westen scheiterte an der Grundstücksfrage. Somit kam nur die Möglichkeit der Zufahrt über die Sonnenblickallee zustande. Die Ausbildung der Infrastruktur dieses Neubaugebietes am Rande der Stadt nahm nach dem Bezug der ersten Wohnkomplexe langsam Gestalt an. Erst 1966 wurde mit Planungen für eine Grundschule am Richtsberg begonnen. 1969/70 wurden die beiden Bauabschnitte der Schule in Bezug genommen. Einen ersten Kindergarten gab es 1970 in der Erfurter Straße und im Dezember 1971 wurde das Einkaufszentrum am oberen Richtsberg eingeweiht.

Eine weitere dringliche Maßnahme der Stadt betraf den Schulbau

Nachdem in den Anfangsjahren der Regierungszeit von Gaßmann noch die soziale Not alles überlagerte, musste gleichlaufend mit der Beseitigung der Wohnungsnot die Schulraumfrage gelöst werden. Mit dem Anstieg der Einwohnerzahlen von Marburg war auch die Zahl der schulpflichtigen Kinder deutlich angestiegen. Die deutlich angewachsene Schülerzahl musste anfangs in den vorhandenen Schulen untergebracht werden. So kam es zu Klassengrößen von 50 und mehr Schülern. Dies konnte auf Dauer nicht haltbar sein. Sogar Schichtunterricht war in Grundschulen noch üblich, in Ockershausen bis nach 1960.

Die beiden großen Volksschulen (Nordschule und Südschule) sowie die Schlossbergschule boten keinen Raum zu Erweiterungen. So plante man Neubauten in den neu besiedelten Randgebieten der Stadt. 1954 wurde die Brüder-Grimm-Schule eingeweiht. Die Emil-von Behring-Schule wurde am 10. 1. 1955 als 16-klassige Volksschule übergeben. Der Neubau der Volksschule Ockershausen in der Willy-Mock-Straße beseitigte 1962 den Schichtunterricht. Im gleichen Jahr wurden die Grundsteine zum Bau der Gerhart-Hauptmann-Schule und der Geschwister-Scholl-Schule gelegt. Im Gleichzug wurden dort Kindergärten errichtet. Die Einweihungsfeiern konnten im Jahr 1964 stattfinden. 1964 wurden Planungen erstellt für einen Neubau der Pestalozzi-Schule. Die Martin-Luther-Schule konnte davon profitieren.

Für die „Höhere Mädchenschule“ wurde 1955 der Beschluss für einen Neubau in der Schwangasse gefasst. 1958 war der 1. Bauabschnitt der Elisabethschule bezugsfähig. Das Gymnasium Philippinum erhielt 1955 eine Turnhalle und kurz darauf den Ausbau der Aula. Die private Waldorfschule bezog am 21. Juni 1957 in der Ockershäuser Allee einen Neubau. 1962 wurde der Erweiterungsbau der Martin-Luther-Schule bezogen. Das Gymnasium Philippinum musste wenige Jahre später wegen des Baus eines Kaufhauses von seinem Standort weichen. 1967 zogen die ersten Schüler in das neue Gebäude in der Schwangasse gegenüber der Elisabethschule ein.

Die Schülerzahlen der Gymnasien waren noch - im Vergleich zu späteren Zahlen - gering. So wurde im Verwaltungsbericht der Stadt Marburg für das Jahr 1967 folgende Daten aufgezeichnet für die bestandenen Reifeprüfungen:

Elisabethschule - 40 Schülerinnen
Gymnasium Philippinum - 40 Schüler und Schülerinnen
Martin-Luther-Schule - 47 Schüler

Erst im Juli 1969 wurde an der Elisabethschule und der Martin-Luther-Schule die Koedukation eingeführt.

Bei den beruflichen Schulen gab es ebenfalls einen Wandel. Grundsteinlegung für die Berufschule für Mädchen am Ortenberg war am 24.11.1955. Für die neue Gewerbliche Berufsschule wurde 1958 an der Cappeler Straße der Grundstein gelegt, Ersteinzug war im Jahr 1962.

Verkehr

Bei dem langsam anwachsenden Wohlstand blieb der Anstieg der Kraftfahrzeuge nicht aus. Allein von 1950 stieg der Bestand an Pkw in drei Jahren von 650 auf 2.247 Fahrzeuge. Am 1. Juli 1960 wurden bundesweit neue Autoschilder eingeführt. Die in Marburg in diesem Jahr angemeldeten 5.277 Fahrzeuge erhielten die neuen Kennzeichen „MR“ nach einem Querstrich gefolgt von den Buchstaben A, C, D, E, H, J, K, L, M und N. Die Fahrzeuge im Landkreis waren durch zwei Buchstabenkombinationen (AA oder AC usw.) zu erkennen.

Oberbürgermeister Gaßmann war es wichtig, für den stark ansteigenden Autoverkehr entsprechende Straßen anlegen zu lassen. So entstand zur Entlastung der engen Ortsdurchfahrt von Weidenhausen im Jahr 1953 die Neubaustraße „Erlenring“. Ein Großfeuer auf der Bürgerwiese zerstört die in der Nähe liegende Festhalle, die nicht wieder aufgebaut wurde. Im Juli 1954 begann der Wiederaufbau des Bereichs am Hauptbahnhof. Leider wurden die im Krieg beschädigten, aber noch mit viel Substanz vorhandenen großen Wohngebäude abgerissen. Eine Möglichkeit zur Sanierung der das Stadtbild dominierenden Bauten aus der Zeit um die Jahrhundertwende bestand durchaus. An ihre Stelle traten schlichte ungegliederte Baukörper.

Für viele unverständlich wurde ähnlich wie im Jahr 1951 die Straßenbahn im Jahr 1968 der Obusverkehr eingestellt. Die zehn im Dienst befindlichen Fahrzeuge hatten noch längst nicht ihre Belastungsgrenze erreicht. Doch Gaßmann setzte auf den Omnibusverkehr mit Dieselbetrieb. Noch 1967 hatte die Obuslinie über 7 Mill. Fahrgäste befördert. Einen kleinen Rückgang gab es im Jahr darauf, begründet kann dies sein durch den Wechsel vom 6-Minuten-Fahrbetrieb auf 7 ½ Minuten.

Für Gaßmann war der Bau von Sportanlagen wichtig

Neben den Schulbauten wurde auch eine Reihe von Sportstätten in Marburg neu errichtet. So konnte 1956 eine Turnhalle in Ockershausen eingeweiht werden. Im gleichen Jahr wurde das Sommerbad wieder aufgebaut. Zwei Jahre später konnte im Luisabad der Anbau eines Lehrschwimmbeckens begonnen werden. Damit konnte 1960 der Schulbetrieb vom öffentlichen Badebetrieb getrennt werden. Die Stadt unterstützte 1958 die Anlage von 6 Tennisplätzen am Teichwiesenweg. Der alte Standort wurde für die Errichtung der Elisabethschule benötigt. Diese Schule erhielt 1960 am neuen Standort eine kleine Turnhalle. Ein Jahr später war die Kleinturnhalle Otto-Ubbelohde-Schule eingeweiht worden.

Das Lieblingsprojekt von Gaßmann war jedoch das Großsportfeld. Im Ortsbereich von Ockershausen entstand eine Sportanlage mit Rundbahn und kleiner Tribüne. Diese Anlage, später kam noch eine Großsporthalle hinzu, lag nur wenige hundert Meter von mehreren großen Schulen entfernt und konnte bestens genutzt werden.

Weitere Verkehrsbauten dienten dem innerstädtischen Verkehrsfluss

Ende des 19. Jahrhunderts war durch einen Geschäftsbau am Rudolphsplatz eine Engstelle entstanden, die schon wenige Jahre nach Kriegsende eine Verkehrsregelung durch einen Verkehrspolizisten benötigte. Um diese Engstelle an der Einmündung Lahntor zu beseitigen, hatte ab 1968 die neue Koalition durch CDU/FDP/WbM den Erwerb der dortigen bebauten Gründstücke betrieben. Der Abriss dieser Häuser erfolgte kurz nach Erwerb und die Neugestaltung des Rudolphsplatzes konnte in Angriff genommen werden. Oberbürgermeister Gaßmann versuchte vergeblich, den Handel zu unterbinden. Er fand die Kaufsumme als zu hoch angesetzt. Zudem war gegen die Maßnahme, weil diese Millionensumme - so ließ er später seinem Nachfolger im Amt, Dr. Drechsler wissen - einem alten Nazi zugute käme. Gaßmann war in der Nazizeit diskriminiert worden und war nachtragend und konnte nicht vergeben.

1965 war zudem ein den Verkehr im Norden von Marburg über viele Jahre stark behinderndes Ärgernis mit dem Bau einer Überführung über die Main-Weser-Bahn nördlich des Hauptbahnhofs beseitigt worden.

Die Planung einer neuen Bundesstraße B3 bzw. Autobahn durch Marburg

Das wichtigste Verkehrsbauprojekt von Gaßmann war die Planung und Realisierung der B3a. Kann Planung und Bau des neuen Wohngebiets am Richtsberg als ein Glanzstück der Ära Gaßmann bezeichnet werden, so standen der Verlauf der Streckenführung und vor allem die Gestaltung der innerstädtischen Verkehrsachse schon zu seinen Amtszeiten stark in der Kritik.

Doch Gaßmann setzte sich gegen alle Kritiker durch. Die Straßenführen der B3 über den Krummbogen und die Kasseler Straße hatte mehrere gefährliche Stellen. Hinter Weidenhausen gab es eine enge S-Kurve. Diese bereitet vor allem den vielen Lastkraftwagen Schwierigkeiten. Marburg war seit jeher Durchfahrtsstrecke für beispielsweise Möbeltransport-Lkw in Richtung Westfalen. Zudem brachten zwei Schranken den Verkehr oft zum Erliegen, „Marburg an der Schranke“ war ein geflügeltes Wort. Eine Verkehrslösung war unbedingt notwendig.

Planungen sahen eine Heranführung einer Autobahn von Gießen her bis Cölbe vor. Eine weitere Autobahnverbindung um Marburg herum sollte die Verbindung nach Norden über Frankenberg nach Korbach bringen. Diese Idee erreichte jedoch noch nicht einmal Planungsstand. Somit war die Anlage der kreuzungsfreien B3 durch Marburg gleichzeitig Durchfahrtsstrecke für den Nord-Süd-Verkehr.

Die Vorplanungen zum Bau der B3a begannen 1955. Ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zum Ausbau der B3 erfolgte entsprechend. Am Ende von Weidenhausen musste alte Brücke hinter dem Torhaus und die Alte Sieche abgerissen werden. Ebenso wurde der Anfang des Jahrhunderts angelegte Schülerpark angeschnitten werden. Zum Knackpunkt wurde die Verkehrslösung mit Kreuzung der Bahnhofstraße. Die von Oberbürgermeister Gaßmann letztlich durchgedrückte Lösung mit der Hochbrücke am Bahnhof verunstaltete diesen Bereich.

Städtebauliche Sünden

Der erste Hessentag wurde 1961 in Alsfeld durchgeführt. Er hatte mit der damals vorbildlichen Sanierung der mittelalterlichen Innenstadt mit ihren Fachwerkbauten für große Aufmerksamkeit gesorgt. Anschließend hatte eine Reihe von Gemeinden den Wert ihrer innerstädtischen Häuser mit Fachwerksubstanz erkannt. Leider fand dies bei Oberbürgermeister Gaßmann keine entsprechende Resonanz. Man muss dies umso mehr bedauern als dass er gebürtiger Marburger war und den Charakter seiner Vaterstadt lieben sollte.

In Marburg geschah es anders. Eine Reihe von Bausünden aus der Gaßmannzeit sind sehr zu bedauern. Nach dem Krieg gab es in Marburg Forderungen, die gesamte Altstadt abzutragen und einfach bei Null wieder anzufangen. So weit kam es zum Glück nicht. Jedoch wurden einige besonders charakteristische Fachwerkbauten schlichtweg abgerissen. Dazu gehört der Abriss von Markt 10 (Gasthaus „Alter Ritter“, ehemals dem Gastwirt Bersch zugehörig), der Abriss von „Bopps Terrasse“ und die Beseitigung des „Wirtshauses an der Lahn“, um nur die wichtigsten Daten zu bringen.

Um einen größeren Neubau am Markt/Barfüßer Straße für die Stadtsparkasse zu erhalten, wurden mehr als zehn jahrhunderte alte Häuser der Spitzhacke preisgegeben. Nicht annähernd konnten die Neubauten die alte Struktur vergessen lassen. Als „Elend von der Stange“ wurden die anschließend errichteten Neubauten bezeichnet.

Direkt am historischen Kalbstor wurde ein sechsgeschossiger Neubau (Biesalski-Haus) in ein Villenviertel gesetzt. Zudem verdeckt der Komplex den Blick zum geliebten Bettinaturm. Ebenso unverständlich ist, dass bei den Gründungsarbeiten die historisch einmalige unterirdische Wasserleitung vom Grün zum Schloss („Marburger Wasserkunst“ aus dem Jahr 1572) aus rigoros beseitigt wurde.

Der einzig in Marburg bestehende Theaterraum „Stadtsäle“ wurde abgerissen zugunsten eines Kaufhausbaus. Diesem Bau musste auch - wie schon angeführt - das Gymnasium Philippinum weichen. Direkt neben der Elisbethkirche wurde das markante Gebäude der Gastwirtschaft "Felsenkeller" (hier lebten die Familien Robert Bunsen Prof. Ubbelohde, der Sohn Otto Ubbelohde wurde hier geboren) abgerissen. Ein an Hässlichkeit nicht zu überbietender Neubau wurde direkt neben die Elisabethkirche gesetzt.

Georg Gaßmann war ein Mann der einsamen Beschlüsse

Nicht alle Maßnahmen können mit der legendären Sparsamkeit des Oberbürgermeisters Gaßmann entschuldigt werden. Er war bekannt als ein Mann der einsamen Beschlüsse. Manche gaben auch seiner Art und Weise, wie er mit Untergebenen umging, die Bezeichnung „Bollerkopp“. Man sagte Gaßmann auch ein gespanntes Verhältnis zur Universität nach, vielleicht - zu Recht - emotional damit begründet, dass an der Universität lange Zeit viele mitbestimmten, die bereits zur Zeit des Nationalsozialismus dort tätig waren.

Er war ein Parteimensch durch und durch. Verdiente Funktionäre der Partei erhielten lukrative Positionen, beispielsweise in Wohnungsbaugesellschaften. Auch war ihm daran gelegen, Parteimitgliedschaft als ein wichtiges Kriterium bei Einstellungen auf wichtigen Positionen in der Stadtverwaltung anzusehen. So ließ ein Amtsleiter, der 2013 in Rente ging, bei seiner Verabschiedung verlauten, dass 1965 bei seiner Beförderung bei der Vorstellung bei Gaßmann beste Kontakte seines Vaters als Behördenleiter und das richtige Parteibuch (Frage: „Sind Sie Genosse?“) ausschlaggebend gewesen waren. Gleichzeitig mied er - mit Ausnahme seiner alten Mitkämpfer - für Parteigenossen das übliche „Du“.

Dies stellte sein Nachfolger, Dr. Hanno Drechsler, in seiner Biografie von Gaßmann dar, ebenso die kompakte Arbeitsweise im Magistrat. Dessen Sitzungen wurden nie über das vorher festgelegte Ende ausgedehnt. Alle notwendigen Beschlüsse ließ Gaßmann bis zu diesem Zeitpunkt fassen, lange Diskussionen waren nicht sein Ding.

Wenn Gaßmann auch später in Bezug auf die Gestaltung des Neubaugebietes „Richtsberg“ architektonische Inkompetenz vorgeworfen wurde, so ist doch das Gelingen dieses Projekts sein Glanzpunkt in der fast zwanzigjährigen Tätigkeit als Oberbürgermeister. Vorrangig war - zumindest in den ersten Jahren seiner Amtszeit - die Lösung der dringendsten Probleme der Stadt. Und dies musste ihm gelingen unter der bekannt großen Finanznot.

Nach fast zwanzig Jahren Amtszeit fand Gaßmann in seiner eigenen Partei keine Mehrheit mehr

Gaßmann war Parteimensch durch und durch. Er hielt seiner Partei auch noch die Treue als diese ihn im Jahr 1970 im Regen stehen ließ und ihn bei schwierigen Mehrheitsverhältnissen im Stadtparlament kurzfristig die Gefolgschaft versagte und praktisch über Nacht einen anderen SPD-Kandidaten als Oberbürgermeister zur Wahl stellte. Gaßmann war entmachtet worden.

Schon beim Weggang von Bürgermeister Dr. Seibert im Jahr 1964 gab es über einen längeren Zeitraum Auseinandersetzungen mit Leserbriefen über die informellen Beziehungen im Rathaus. Dr. Seibert warf Gaßmann vor, „einsame Beschlüsse“ zu fassen. Dr. Kochheim, nach der Entmachtung von Gaßmann wurde dieser unter dem Nachfolger von Gaßmann Bürgermeister, warf Gaßmann in einem Leserbrief im März 1964 mangelnden Kooperationswillen vor. Kochheim schrieb als Antwort auf Unterstützungsbrief von Gaßmann treu ergebenen Parteigenossen: die von Dr. Seibert beschriebene Situation im Rathaus ist für „jeden, der die Verhältnisse kennt, eine Tatsache“. Und er formulierte weiter, „dass Gaßmann die Stadt nicht etwa schlecht, aber doch „sehr hart“ und fast „autoritär“ regiert“.

Georg Gaßmann hatte während seiner fast zwanzigjährigen Amtszeit für seine Vaterstadt viel erreicht. Aber trotzdem steht er bis heute in der Kritik, weil einige seiner getroffenen Entscheidungen das Stadtbild in mehreren Bereichen negativ geprägt hatten. Er ist mit dem Baugebiet Richtsberg die Wohnungsnot angegangen und war dem Sport zugetan. Doch er hatte den Geist der Zeit, der in den 1960er Jahren den Erhalt von Kulturgut immer mehr in den Blickwinkel stellte, nicht begriffen. Spätestens nach dem ersten Hessentag 1961 in Alsfeld, als allen der Reichtum der hessischen Fachwerkhäuser vor Augen geführt wurde, hätte Gaßmann umschalten müssen.

Georg Gaßmann blieb auch nachdem er in seiner Partei die Mehrheit verloren hatte der Marburger SPD erhalten. Er wurde in den folgenden Jahren hoch geehrt. Bereits 1971 wurde ihm die Ehrenbürgerschaft verliehen, ebenso - neben weitern Auszeichnungen - 1972 das Große Bundesverdienstkreuz. Das Großsportfeld und die angrenzende Großsporthalle tragen mit „Georg-Gaßmann-Stadion“ und „Georg-Gaßmann-Halle“ seinen Namen.

Alle Daten und Statistiken:
Stadtarchiv Marburg, jährliche Verwaltungsberichte 1951/52 bis 1970

Weitere Informationen:
Tagesaktuelle Berichte aus der Lokalpresse

Literatur: Hanno Drechsler, Georg Gaßmann, (1910-1987), Marburg 1988, Stadtschriften dder Stadt Marburg, 27
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