Marburger Oberbürgermeister - Teil 10: Eugen Siebecke (1945-1946)

Marburg: Rathaus | Eugen Siebecke war in der äußerst schwierigen Zeit nach dem Zusammenbruch 1945 für ein knappes Jahr Oberbürgermeister von Marburg. Aus dem Amt heraus wurde er Anfang 1946 von den Amerikanern verhaftet und zu einer Haftstrafe von 2 Jahren verurteilt worden. Aus der Haft entflohen, flüchtete er in die sowjetisch besetzte Zone (SBZ). Er kam 1949 nach Marburg zurück und kämpfte um seine Rehabilitierung. Später widmete er sich der Malerei. Er verstarb am 15. Oktober 1959.

Zum Lebenslauf

Eugen Siebecke wurde am 11. Juni 1891 in Rothenditmold bei Kassel als Sohn eines Kaufmanns geboren. Nach dem Schulbesuch in Frankenberg bestand er auf dem Lehrerseminar in Frankenberg die Lehrerprüfung. Anschließend nahm er eine Lehrerstelle in Erdhausen an. (Angaben aus Stadtarchiv Marburg, Personalakte Pa 828, Eugen Siebecke)

Vermerkt ist, dass Siebecke den Lehrerberuf aufgab und in Düsseldorf Kommunalpolitik studierte und in Kassel zusätzlich die Kunstakademie besuchte. Seine erste Ehefrau, die er in Düsseldorf geheiratet hatte, verstarb 1922. Aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor.

1928 ging Siebecke in Worms eine zweite Ehe ein mit insgesamt fünf Kindern. Er war in mehreren Verwaltungen tätig, u. a. in Biedenkopf und Dillenburg. Wegen seiner Mitgliedschaft in der SPD wurde er 1933 aus dem Dienst im Kreisjugend- und Wohlfahrtsamt im Biedenkopf entlassen. Für einige Zeit kam er 1933 in Haft. Während der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft lebte Siebecke ab Oktober 1934 in Marburg (Bismarckstraße 11).

1945 wurde Eugen Siebecke zum Oberbürgermeister von Marburg ernannt

Begründungen dafür, dass die amerikanische Militärregierung in Marburg nur wenige Tage nach dem Einmarsch Siebecke zum kommissarischen Oberbürgermeister der Universitätsstadt einsetzten, sind nicht überliefert. Am 1. April 1945 erfolgte seine offizielle Ernennung durch die Amerikaner. Siebecke hatte jedoch offensichtlich aus früheren Jahren Verbindungen zu Amerikanern gehabt. Später rühmte sich Siebecke dieser Beziehungen. Zudem dürften ihm englische Sprachkenntnisse geholfen haben.

In der Bewältigung der auf die Verwaltung einstürzenden Probleme, die in einer Vielzahl von Akten des Stadtarchivs Marburg nachzulesen sind, war Siebecke abhängig von den Anordnungen und Befehlen der amerikanischen Besatzung. Im Vordergrund der Verwaltungsarbeit standen die Versorgung der Bevölkerung, die Unterbringung der Flüchtlinge, die Bereitstellung von Wohnraum für die amerikanischen Truppen, die Beseitigung der Kriegsschäden und Aufbauarbeiten, die Entnazifizierung, eine Wiedergutmachung an den Juden und neben weiteren nicht aufschiebbaren Regelungen die Einleitung einer politischen Neuordnung.

Erste Maßnahmen auf Wiederherstellung der Ordnung

In den ersten Tagen nach dem Zusammenbruch waren viele städtische Betriebe verwaist. Dies hatten Diebe ausgenutzt und in unbewachten Gebäuden ungehemmt alles mitgehen lassen, was nicht niet- und nagelfest war. Dazu kamen Verwüstungen durch umher streunende Gruppen.

So beklagte das Deutsche Rote Kreuz in einer Nachbetrachtung von 1955 ("50 Jahre Deutsches Rotes Kreuz (DRK) Marburg"), dass sich in den Tagen nach Kriegsende jeder am Eigentum des DRK bereichert hätte: die Bestände der Kleiderkammer, in den Luftschutz-Einsatzstellen, in der Rettungsstelle verschwanden, sogar Krankenwagen und der Unfall-Hilfswagen wurden abtransportiert. Ebenso wären die Bestände an Verbandsmaterial, Medikamenten, ärztlichen Gerätschaften usw. verteilt worden.

Die Amerikaner hatten für die festgesetzten deutschen Soldaten mehrere Lager eingerichtet. So wurden die Baracken im Feld vor Cappel - ehemals genutzt für die in Marburg im Krieg beschäftigten „Ausländer“ - etwas 4.000 Gefangene untergebracht. Weitere Barackenlager befanden sich auf dem ehemaligen Juxplatz hinter Weidenhausen.

Um in das entstandene Chaos von deutscher Seite aus Ordnung hinein zu bringen, wurden einige Bürger aktiv. So schrieb Lehrer Mütze an den Oberbürgermeister, dass auf dem Schulhof der Nordschule Bänke, Tische, Stühle, Tafeln usw. stehen würden und Axthieben preisgegeben seien. An den Straßen wurden Aushänge angebracht, dass alle aufgefordert würden, für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen. Weiterhin sollten Pferdewagen wieder zugelassen werden, um die Müllabfuhr in Gang zu bringen.

Gründung des „Staatspolitischen Ausschusses“

Nicht von den Amerikanern berücksichtigt wurden für die Position des Oberbürgermeisters bekannte Nazigegner wie Hermann Bauer und andere. Diese fanden sich jedoch sehr bald in einer Gruppe zusammen, die sich „Staatspolitischer Ausschuss“ nannte. Eine ähnliche Eigeninitiative von demokratisch gesinnten Kräften ist aus anderen vergleichbaren Städten nicht überliefert.

So bat Ludwig Mütze den von der Besatzungsmacht eingesetzten Oberbürgermeister Siebecke, die Arbeit des Ausschusses zu bestätigen. Der Ausschuss sei zusammengesetzt aus politisch unbedingt zuverlässigen Männern, sämtlich Gegner der Nationalsozialisten. Im Ausschuss tätig waren zumeist Vertreter von vor 1933 in Marburg aktiven Parteien. Der anfänglich von zwanzig „demokratischen und sozialistischen Männern und Frauen“ gebildete Ausschuss (mehrheitlich Kommunisten) musste sich auf Anordnung der Militär-Regierung auf fünf Personen reduzieren. Zusammenkünfte von mehr als fünf Personen wurden 1945 von den Amerikanern nicht genehmigt.

Den „Staatspolitischen Ausschuss“ bildeten: Gärtner Theo Abel, Druckereibesitzer Hermann Bauer, Lehrer Ludwig Mütze, Elektromonteur Ludwig Peter, Buchhändler Otto Roppel. Studiendirektor Robert Treut wurde Vorsitzender des Ausschusses. Hermann Bauer gab Oberbürgermeister Siebecke am 11. September 1945 bekannt, dass er wegen Arbeitsüberlastung aus dem Ausschuss zurücktrete. Bauer war von den Amerikanern die Herausgabe einer Zeitung genehmigt worden. Die „Marburger Presse“ erschien ab 15. September 1945, zunächst nur zweimal wöchentlich.

Vertreter des Oberbürgermeisters wurde der Lehrer Ludwig Mütze. Für kulturelle Angelegenheiten war Schulrat Hans Schwedes und auf allen anderen Gebieten der Kommunalverwaltung war Bürgermeister a. d. Friedrich Dickmann vorgesehen, angestellt auf der Stelle des Stadtsyndikus´.

Zusätzlich zu dem Ausschuss arbeitete in der Stadt noch eine „Sonderabteilung U“ aus Polizeikreisen. Mitlieder waren vorrangig junge Kommunisten. Im Konkurrenzkampf der beiden Gruppierungen siegte der Ausschuss. Im Juni 1945 wurde die Abteilung U aufgelöst.

Aufrechterhaltung der Grundversorgung der Stadt

Vorrangig war der Erhalt der Struktur der Stadt. Für die städtischen Betriebe musste der notwendige Brennstoff organisiert werden. Elektrizitätswerk und Gaswerk wie die anderen Betreibe mussten beliefert werden. Die Stromversorgung der Bevölkerung musste ebenso gewährleistet sein, wenn auch oft nur für Stunden, ebenso wie die Wiederaufnahme des Straßenbahnverkehrs.

Oberbürgermeister Siebecke standen für die Verwaltung der Stadt in den einzelnen Ämtern und zusätzlich in den städtischen Betrieben Gas-, Wasser-, Elektrizitätswerk sowie Straßenbahn laut einem Monatsbericht von 1946 insgesamt nur 24 Beamte, 277 Angestellte, 18 Lehrlinge und 2 Anwärter zur Verfügung. Die Amerikaner hatten umgehend nach Kriegsende 75 % der städtischen Beamten entlassen - so berichtet in Marburg stationiert gewesene amerikanische Offizier John Gimbel in seiner Dokumentation der Situation in Marburg nach dem Einmarsch der amerikanischen Truppen (John Gimbel, Eine deutsche Stadt unter amerikanischer Besatzung, Berlin, Köln 1964).

Schwierige Entnazifizierung

Neben der Regelung der Not musste die Verwaltung der Stadt den Anordnungen der Amerikaner folgen, die Naziführer und „Nazischreihälse“ aus den Betrieben zu entfernen. Baracken am Krekel wurden zum Inhaftierungslager der Marburger Nazi-Führer. Etwa 400 bis 500 Marburger Nazis waren zu Aufräumarbeiten eingeteilt worden und mussten meist ungewohnte körperliche Arbeiten verrichten. Aber schon Monate später wurde bemängelt, dass sich viele dieser Nazis aus der Arbeit entfernt hätten mit Bescheinigungen von Krankheit und anderen Gebrechen.

Sowohl an den Oberbürgermeister als auch an den Staatspolitischen Ausschuss wurde - so weisen es die Akten im Stadtarchiv aus - eine Vielzahl von anonymen oder auch mit Unterschrift versehenen Schreiben gerichtet. Diese wiesen immer wieder auf „nicht hinnehmbare“ Weiterbeschäftigung von angeblich verbohrten Nazis und fanatischen Kämpfern der NSDAP hin. Deren Entlassung und Beschäftigung mit Aufräumarbeiten wurde gefordert.

So schrieb Mütze am 19. Mai 1945 an die Militär-Regierung, dass durch Verwaltungsanordnungen „geschworene Gegner des Nazismus und charakterlich hochstehende Männer zur Entlassung gekommen sind, ausgesprochene Anhänger des Hitlerismus und charakterliche Wetterfahnen sind dagegen im Amt verblieben“. Es drängten sich wieder Männer in den Vordergrund, „die ausgesprochene Günstlinge der Nazipartei waren und in den Jahren der Parteiherrschaft große Gewinne einheimsen konnten“. Vor allem die Rolle, die Siebecke bei diesen Anordnungen spielt, wird mehrfach angegriffen. Wenig später heißt es in einem Schreiben an Siebecke weiter: „werden Nazis noch immer von Ihnen gedeckt“. An den Oberbürgermeister sandte der Ausschuss eine Liste mit Nazis, die noch immer in ihren Positionen arbeiteten „wie früher“. Mütze selbst stellt ein Anforderungsprofil auf für die Beurteilung von ehemaligen Pg.

Bereitstellung von Wohnraum für die Amerikaner

Die Militär-Regierung ließ nach einer Liste von Pg. und SA-Führern der Stadt deren Häuser und Wohnungen von den Nazi-Familien räumen. Insgesamt waren für 3.000 amerikanische Besatzungssoldaten und 2.300 Zivilpersonen (auch Familienangehörige) Wohnraum zu beschaffen, zuerst vorrangig in den Kasernen der Stadt.

Die amerikanischen Offiziere mit Familien rekrutieren Häuser, vorrangig Villen in der Stadt. Die Liste lautete lauf 7 Siebenzimmerhäusern, 55 Fünfzimmerhäuser, 375 Dreizimmerwohnungen, dazu eine Schule, ein Theater (Stadtsäle) sowie ein Gebäude für den Offiziersclub.

Bei der Beschlagnahme von Nazi-Häusern kam es manchmal dazu, dass auch angrenzende Häuser und Wohnungen beschlagnahmt wurden, wenn eine größere Anzahl von Räumen benötigt wurde. Deshalb trafen Häuserbeschlagnahmungen manchmal auch Nicht-Pg. Diese Härten führten zu Beschwerden, die mehrfach vom Staatspolitischen Ausschuss aufgenommen wurden.

Die Bevölkerung wurde durch Anschläge informiert, Zeitungen waren verboten. So kursierten Gerüchte, dass sogar General Eisenhower in Marburg eine Nacht verbracht haben soll in der von Professor Uffenorde beschlagnahmten Villa am Spiegelslustweg 24. Diese Villa war später angeblich das letzte beschlagnahmte Gebäude Marburgs, das erst fast zehn Jahre nach Kriegsende der Witwe des Besitzers zurückgegeben wurde.

Bereitstellung von Wohnraum für Flüchtlinge

Die Stadt Marburg hatte in kürzester Zeit eine Vielzahl von Flüchtlingen aufnehmen müssen. Die Einwohnerzahl war dadurch von 28.000 auf etwa 50.000 gestiegen. Die Bedingungen waren katastrophal. Die Zuweisung in bestehende Wohnungen führte mehrfach zu Protesten. Auch hier sollten vor allem Häuser und Wohnungen von führenden Nazis den Notleidenden zur Verfügung gestellt werden. So enthält eine Liste von Oberbürgermeister Siebecke Wohnungsadressen in „Elisabethstraße 15, Steinweg 30, Wörthstraße 20, Moltkestraße 11, Deutschhausstraße 28 und 42, Frankfurter Straße 42, Bunsenstraße 2 und 9“. Zudem wurden Flüchtlingsfamilien zwangsweise in einzelne Zimmer in Wohnungen einquartiert.

Aus dem Staatspolitischen Ausschuss ging an die Militärverwaltung die Anregung, aus Gründen der Stadtplanung und Verbesserungen im Angebot von Wohnraum die sog. „Hausdörfer“ Marbach, Wehrda, Cappel und Gisselberg nach Marburg einzugemeinden, wozu es allerdings nicht kam.

Notlage bei der Grundversorgung

Die Ausgabe der rationierten Lebensmittel durch die Verwaltung wurde schnell zu einem Problem. Immer wieder kam es zu Kürzungen bei den Lebensmittelrationen. Unterstützung der Stadtverwaltung mit dem Wohlfahrtsamt leisteten karitative Einrichtungen wie „Christliche Nothilfe“ oder die Arbeiterwohlfahrt. Später brachten Care-Pakete, die in Schulen und in den Kirchen verteilt wurden, etwas Linderung.

Das Elend der Zeit konnte jedoch damit nicht behoben, allenfalls gemildert werden. Betteln war an der Tagesordnung. Viele der Marburger Bürger, die kaum etwas zu essen hatten, sahen mit Neid auf die Rationen der Besatzungssoldaten. Vor allem die Küche der Amerikaner, die im Untergeschoss der Stadtsäle eingerichtet war, verströmte Gerüche, in deren Genuss die Deutschen nicht kommen konnten.

Auf den Straßen wurden nicht nur von Kindern die Zigarettenkippen aufgesammelt, die von den Soldaten weggeworfen wurden. Zigaretten wurden später zur Währung. Der Schwarzhandel blühte schon bald.

Um an Milch beispielsweise für die Kinder zu kommen, marschierten viele in die umliegenden Dörfer. Wer genug Tauschobjekte hatte, erhielt von den Bauern Lebensmittel. Doch gruben sich auch dabei negative Erlebnisse bei vielen ein. So wurden in Gisselberg Flüchtlingen, die im Ort untergebracht waren, beim ortsansässigen Bauern gesagt: „Flüchtlinge bekommen bei uns nichts!“ So musste der Vater, um Milch für seine Kinder zu bekommen, ins Nachbardorf laufen, um dann glücklich mit einer halben Kanne Milch zurückzukehren.

Nicht bei allen war Solidarität groß geschrieben. Jeder musste sehen, wie er zurechtkam. Außer den Bauern lebten lange Zeit alle in großer Not. Die Verhältnisse waren - so erlebte es die Bevölkerung - versorgungsmäßig schlechter als zu Kriegszeiten. Zu Lasten der besetzten Gebiete war das Deutsche Reich im Krieg lange Zeit relativ gleichmäßig versorgt worden trotz Knappheit bei Lebensunterhalt und Ernährung.

So machten 1945 und auch noch später Sprüche wie folgt bei den Deutschen die Runde (zitiert von John Gimbel):

Gott schenke uns das fünfte Reich,
das vierte ist dem dritten gleich.

Oder

Bei diesem Frieren und diesem Fressen
können wir Hitler nicht vergessen.

Straßenumbenennungen

Noch 1945 wurden den von der NSDAP ab 1933 umbenannten Straßen und weiteren Straßennamen, welche teils schon vor 1900 bestimmt worden waren, denen man jedoch revanchistisches Gedenken unterstellte, neue, aber auch zum Teil alte Bezeichnungen gegeben.

Admiral-Scheer-Straße - Pestalozzistraße
Adolf-Hitler-Platz - Friedrichsplatz
Bernhard-Rust-Straße - Uferstraße
Straße der SA - Biegenstraße
Danziger Straße - August-Bebel-Straße
Elsässer Straße - Hans-Sachs-Straße
Ferdinand-Fenner-Straße - Ubbelohdestraße
Heinrich-Abel-Straße - Schillerstraße
Egerländer Straße - Fichtestraße
Herbert-Norkus-Straße - Goethestraße
Hermann-Göring-Straße - Gutenbergstraße
Hindenburgring - Krummbogen
Horst-Wessel-Straße - Brüder-Grimm-Straße
Kolmarstraße - Lessingstraße
Langemarckstraße - Heinrich-Heine-Straße
Lothringerstraße - Dürerstraße
Metzerstraße - Uhlandstraße
Moltkestraße - Stresemannstraße
Ludendorffstraße - Lessingstraße
Orleanstraße - Friedrich-Naumann-Straße
Otto-Böckler-Straße - Schulstraße
von Richthofen Straße - Bantzer Straße
Sedan Straße - Radestraße
Weißenburger Straße - Schückingstraße
Wörthstraße - Liebigstraße

Differenzen zwischen Ausschuss und Oberbürgermeister

Ende 1945 kam es zu großen Differenzen zwischen dem Ausschuss und dem Oberbürgermeister. Während bei der Militärregierung bei den leitenden Offizieren mehrmals ein Wechsel eintrat, hatte sich Siebecke offensichtlich in eine Position gebracht, die er offensiv vertreten hatte. Dies wurde von einigen als arrogant angesehen.

So hatte der Ausschuss - der Ausschuss war zu dieser Zeit bereits offizielle zurückgetreten, arbeitete aber offenbar weiter - den Oberbürgermeister darüber informiert, dass in der Verwaltung eingesetzte Bürgermeister A. D. Dickmann eine Verfügung zugunsten seines Bruders erlassen hatte. Entgegen des bestehenden Zuzugsverbots nach Marburg sollte der Bruder von Dickmann die Praxis eines entnazifizierten Marburger Zahnarztes übernehmen können.

Dickmann, von Siebecke über dieses Schreiben in Kenntnis gesetzt, konterte scharf. Er formulierte, dass der „inzwischen aufgelöste Ausschuss … in den berechtigten Verdacht gekommen ist, der Unsachlichkeit und dem Querulantentum Vorschub geleistet zu haben“. Er schließt sein Schreiben mit den Worten:

„In einem derartigen Fall gibt es nur eine Verständigung auf sachlicher Basis oder Kampf bis aufs Messer. Ich bin zu beidem bereit.“ Auch aus diesen Worten kann man erkennen, dass sich die Männer der ersten Stunde teils mit harten Bandagen bekämpften.

Ausschussvorsitzender Treut wird von den Amerikanern entlassen

Die starken Differenzen zwischen dem Oberbürgermeister und dem Ausschuss führten in der zweiten Jahreshälfte 1945 offenbar dazu, dass sich Siebecke bei den Amerikanern erfolgreich für ein Zurückstutzen der Kompetenzen des Ausschusses durchsetzen konnte.

Noch im September 1945 hatte der Ausschuss gedacht, sich mit einem Schreiben an die Militär-Regierung gegenüber Siebecke durchsetzen zu können:

„Obwohl der Staatspolitische Ausschuss von der Amerikanischen Militär-Regierung offiziell als Glied der Marburger kommunalen Verwaltung anerkannt, wird er von Herrn Oberbürgermeister Siebecke negiert, ja geradezu brüskiert, zumindest glaubt der Herr Oberbürgermeister den Ausschuss mit einem Lächeln abtun zu können: `Der Ausschuss mag da oben tagen, doch anerkannt ist er nicht; bestimmen werde ich, nur ich allein!´“

Zeitungsverleger Hermann Bauer äußerte zum Verhalten Siebeckes, dieser sei diktatorisch und herrschsüchtig und würde sich in seiner Tätigkeit als Oberbürgermeister “an das infame Führerprinzip der Nationalsozialisten“ halten.

Zu den Beurteilungen ehemaliger Nazis waren der Oberbürgermeister und der Ausschuss befasst. Unterschiede in der Entnazifizierungspolitik wurden deutlich. Siebecke selbst war in seinen Beurteilungen zu ehemaligen NSDAP-Mitgliedern nicht immer sicher. Alleine in Marburg mussten im Jahr 1945 die Zahl von 11.500 Fragebögen zur Entnazifizierung ausgefüllt und bearbeitet werden. Von Siebecke ist dazu über die Parteizugehörigkeit des Volksschullehrers Adam Eckel (später Landrat des Landkreises Marburg) der Vermerk zu lesen „Die Gründe, die ihn veranlasst haben, nach 1933 in die NSDAP einzutreten, sind mir nicht bekannt.“ (Stadtarchiv, D 1816, S. 33)

Mindestens seit November 1945 gab es eine massive Konfrontation zwischen dem Ausschuss und den Amerikanern. Man glaubte, dass die Amerikaner Beobachter auf den Ausschuss eingesetzt hatten. Am 5. Dezember schrieb Capt. Tedick an den Oberbürgermeister: „In Zukunft wird der Staatspolitische Ausschuss nur mehr eine beratende Stellung einnehmen. Sie haben keine Macht irgendetwas zu tun außer Handlungen zu empfehlen …“ Nur wenige Tage später wurde der Ausschuss-Vorsitzende Robert Treut im Dezember 1945 von den Amerikanern entlassen.

Das Leben in der Stadt kam langsam in Gang

Eröffnung von Geschäften war „Mitgliedern der Nazipartei“ nicht erlaubt. Mehrere Geschäftsleute versuchten, eine günstige Beurteilung ihrer Angaben im Fragebogen zu erreichen. Bei der Einstufung von „minderbelastet“ bzw. „Mitläufer“ war mehrfach gegen eine oft geringe Geldstrafe die Weiterführung des Betriebes gestattet worden.

Die Straßenbahn fuhr Ende des Jahres 1945 wieder bis zum Hauptbahnhof, der Besuch des Hallenbades wurde wieder gestattet. So lautet eine Aufstellung vom 3. Januar 1946 über Besucher und Einnahmen des Städtischen Hallenbades (Luisabad):

Besucher aus der Bevölkerung = 6.893 Personen (Einnahmen: 3.549,70 RM)
Aus USA-Einheiten = 9.059 Personen, keine Einnahmen

Auch das Kinotheater „Capitol“ eröffnete wieder im Dezember 1945. Es war für acht Jahre an die Herren Bolitta und Herlitz verpachtet worden.

Anschuldigungen wegen Missbrauch und Bevorzugungen von Nazis

Was die ehemaligen und natürlich stadtbekannten Nazis nach Kriegsende taten, war unter besonderer Beobachtung und führte zu Einwänden. So protestierte Hermann Bauer in einem Schreiben an den Ausschuss:

„Der alte Nazi Kr. Erhält laut Regelung Gehrmanns 1.500 Zeitungen zum Verkauf und verdient daran in 1 ½ Stunden 60 RM.“ Und er fragt, ob noch weitere Nazis mit solchen Verdienstquellen dotiert werden. „Jedenfalls bedarf diese Regelung sofortiger Revision.“

Im August lag dem Ausschuss ein Schreiben an die Polizeiverwaltung vor mit der Frage, was mit den postfrischen Briefmarken geschehen sei, die „der Polizei vor der Besetzung von Marburg durch amerikanische Truppen zugeleitet worden“ waren (Wert: 50.000 RM).

Auch sollte der Ausschuss einer Eingbe nachgehen, dass vor Kriegsende am 24. März 1945 das Zigarettengeschäft Vo. 900.000 Zigaretten in Lich, Fa. Reetsma, geholt habe. Diese seien als gestohlen gemeldet, aber es gäbe täglich lange Schlangen vor dem Geschäft.

Nach Angriffen von Arbeitern im Arbeitsamt gegen einen alten Nazi, der immer noch im Amt beschäftigt war, empfahl der Ausschuss, diesen Nazi zu entlassen. Zudem sei sein Sohn Hauptsturmführer bei der SS gewesen.

Schon im Mai 1945 sollte der Ausschuss folgendem Gerücht nachgehen: Der Lebensmittelgroßhändler Le. habe kürzlich Kandiszucker auswärts geholt zur Verteilung an weitere Geschäfte, ebenso Kaffee. Aber die Verteilung sei nicht erfolgt.

Besondere Unterstützung erhielten die Juden, die nach Kriegsende nach Marburg kamen

Für KZ-Häftlinge und rassisch und politisch Verfolgte war in Marburg eine Betreuungsstelle eingerichtet worden. Diese Verfolgten, vor allem zurückkehrende Juden, sollten bevorzugt behandelt werden. Eine besondere Rolle spielte hier das Ehepaar Rosenberg. Diese hatten offensichtlich besondere Wertschätzung bei Oberbürgermeister Siebecke gefunden.

Herr Rosenberg wurde von Siebecke als Leiter der Reichsbankstelle vorgeschlagen und übernommen worden. Seine Frau erhielt vom amerikanischen Stadtkommissariat durch Oberstleutnant Brown den Auftrag, sich für die „in Bälde zu erwartenden d e u t s c h e n (Anm: im Original gesperrt gedruckt) Juden einzusetzen. Als „Präsidentin“ eines Ausschusses organisierte Frau Ala (?) Rosenberg die Ausgabe von Kleidung und Wäschestücken usw. an Juden, die sich in Marburg gemeldet hatten (Auszug aus der Aufstellung: 172 Handtücher, 254 Kniewärmer, 7. Pelzwesten, 23 RAD-Maiden-Röcke …).

Allerdings sollte unterschieden werden zwischen in Marburg ankommenden polnische Juden und den deutschen Juden. Polnische Juden sollten als Polen geführt werden. Bevorzugt behandelt wurden nur deutsche Juden.

Zusätzlich wurde Frau Rosenberg vom Oberbürgermeister im November 1945 die Machtbefugnis zugeteilt, Naziwohnungen und früherer Judenhäuser zu beschlagnahmen mit „erforderlicher schnellster Räumung“. Die Einweisungen sollten „zur Wahrung der Interessen zurückkehrender deutscher Juden“ geschehen. In all den Fällen, die Frau Rosenberg anging, „handelte es sich um Häuser, die ehemalig jüdischer Besitz waren oder aber von prominenten Nazis bewohnt wurden“ - so die Formulierungen in den Schreiben, zusammengestellt in der Akte „jüdische Rückkehrer“ (Stadtarchiv Marburg, D 1054).

Die Beschlagnahmungen erfolgten zum Teil in rigoroser Form. Innerhalb von zwei Stunden mussten die Wohnungen verlassen werden, Gegenstände außer ihrer persönlichen Wäsche und Schmuck konnten nicht mitgenommen werden. In einem Bericht heißt es:

„Müttern von kleinen Kindern wurde nicht mal das Recht zugesprochen, das nötige Bettzeug für die Kleinen mitzunehmen. … Wäschestücke wurden auf ihre Güte sortiert, das Minderwertige den ehemaligen Besitzern vor die Füße geworfen.“ Dies führte zum Teil zu starker Verbitterung.

Bei einigen Versuchen der Beschlagnahmung von Häusern scheiterte Frau Rosenberg allerdings am Widerstand der Bewohner. So gelang es ihr nicht, das Haus Heusingerstraße 1 zu räumen. Auch bei dem Versuch, in der Schwanallee 21 Juden wieder unterzubringen, gab es keinen Erfolg.

Da angeblich auch Wohnungen von Nicht-Pg. von den Beschlagnahmungen betroffen waren, wurde die Tätigkeiten von Frau Rosenberg argwöhnisch verfolgt.

So endete schon Ende 1945 die Tätigkeit des Ehepaares Rosenberg. Zuerst wurde Herr Rosenberg beschuldigt, an einem Tabakdiebstahl bei der Firma Niderehe beteiligt gewesen zu sein. In seiner Wohnung fanden sich Beweisstücke. Zudem geriet seine Frau unter Druck, als sie sich von den zu beschlagnahmenden Wohnungen eine „gute“ Wohnung für eigene Zwecke zuweisen wollte.

Auf den Staatspolitischen Ausschuss folgte der „Bürgerrat“

Nach der Entlassung von Treut als Vorsitzenden des Staatspolitischen Ausschusses gibt der Ausschuss in einem Schreiben an den Oberbürgermeister mit Unterschrift aller Mitglieder seinen Rücktrittsbeschluss bekannt: „Die Entlassung des Herrn Treut aus formalen Gründen und auf diese Weises betrachtet der Staatspolitische Ausschuss gleichzeitig als eine Desavouierung seines eigenen politischen Urteils und seines politischen Verantwortungsbewusstsein.“

Die Nachfolge des Ausschusses trat am 17. Dezember 1945 ein neunköpfiger „Bürgerrat“ an. Die sechs ehemaligen Mitglieder des Staatspolitischen Ausschusses gingen im Bürgerrat auf. Die Mitglieder des Bürgerrats waren Angehörige der vier in Marburg zugelassen Parteien (SPD, CDU, LDP und KPD). Nachdem bald Treut von den ihn angeblich belastenden Vorwürfen freigesprochen war, stellte ihn der Bürgerrat als Geschäftsführer ein.

Nicht nur die Vertreter der Bürgerschaft hatten mit Schwierigkeiten bei ihrer vielfältigen Arbeit zu kämpfen. Auch Oberbürgermeister Siebecke brachte nicht nur die Bewältigung der kaum überschaubaren Probleme der Stadt immer wieder Streit, sondern auch die Gemengelage zwischen der Besatzungsmacht und dem Ausschuss.

So findet sich in den Akten des Stadtarchivs Marburg ein Schreiben Siebeckes vom 1. Februar1946 an einen ihm gut bekannten Ministerialrat: „Werde Ihnen später alles erzählen“ - „Mein Leben auf diesem reaktionären Pflaster war aber in den vergangenen Monaten so schwer, dass ich genötigt war, immer und zur gleichen Zeit gegen zwei Partner zu kämpfen.“

Der Kampf sollte nicht mehr lange dauern.

Oberbürgermeister Siebecke wird am 5. Februar 1946 verhaftet und kam vor das Militärgericht

Nach Verhaftung im Februar 1946 wurde er beschuldigt, in den von ihm ausgefüllten Fragebögen zur Entnazifizierung falsche Angaben gemacht zu haben. Zusätzlich wurde ihm versuchte Einschüchterung amerikanischer Offiziere vorgeworfen.

Das Mittlere Militärgericht Kassel tagte zum Fall Siebecke vom 12. bis 14. Mai in Marburg. Siebecke wurde für schuldig gesprochen, in zwei von den Amerikanern ausgegebenen Fragebögen zur Tätigkeit während des Dritten Reichs falsche Angaben gemacht zu haben. Verschwiegen hatte er die Mitgliedschaft in der DAF (Deutsche Arbeitsfront) und seine Referententätigkeit.

Mit Hinweis auf Eintragungen Siebeckes auf Fragebögen der NSDAP mit Angabe der Mitgliedschaft im NSV (Nationalsozialistische Volkswohlfahrt) erklärte Siebecke, diese Angaben seien „Tarnung“ gewesen. Außerdem soll er versucht haben, einen amerikanischen Offizier einzuschüchtern. Zudem kamen weitere Anschuldigungen zur Sprache, die jedoch für die Verurteilung keine Rolle spielten. Er wurde zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren verurteilt, die in einem Zuchthaus zu verbüßen war.

Auf eine Kaution von 5.000 Mark wurde er freigelassen. Siebecke jedoch entkam im Sommer 1946 aus der Haft und flüchtete in die sowjetisch besetzte Zone (SBZ). Seine Familie ließ er zurück in der Universitätsstadt. In den nächsten Monaten gab Frau Siebecke mehrmals der Polizei zur Kenntnis, dass sie in Kürze mit der Rückkehr ihres Mannes rechne. Dies trat jedoch nicht ein.

Im Februar 1948 wird in einer Kolumne in der Marburger Presse mit der Überschrift „Wo ist Eugen Siebecke?“ auf die bereits fast zwei Jahre zurückliegende Flucht des ehemaligen Oberbürgermeister eingegangen. Es wird darin von „zuverlässigen Quellen“ geschrieben, die angeben sollen, dass sich Siebecke in Dresden befinden würde und unter dortiger SED-Herrschaft als Ministerialrat beschäftigt sei.

Zusätzlich werden Gerüchte genannt, dass sich Siebecke vor kurzem anonym in Marburg aufgehalten habe: „Bei dem schwer berechenbaren Charakter Siebeckes mochte diese Nachricht bei manchen Glauben finden.“ Doch der Redakteur beantwortet die selbstgestellte Frage, wo sich Siebecke aufhält, am Ende seines Artikels mit den Worten: „In Dresden!“

Am 14. Mai 1949 vermeldet die Marburger Presse: „Eugen Siebecke ist verhaftet!“ Es heißt weiter: „Seine Ehefrau informierte gestern die Militär-Regierung, dass Siebecke aus seinem freiwilligen Exil zurückgekehrt und bereit sei, sich der Polizei zu stellen.“ Im September 1949 bat Frau Tilly Siebecke um Unterstützung für ihre Familie, da ihr Mann in Haft sei und sie kaum noch finanzielle Mittel hätten.

Nach seiner Rückkehr aus der SBZ bezeichnete er sich als politischen Flüchtling und beantragte die Anerkennung. In den folgenden Monaten und Jahren stellte Siebecke beim Magistrat der Stadt Marburg und beim Regierungspräsidenten in Kassel mehrere Anträge auf Bewilligung einer Pension..

Mehrmals wurden seine Anträge auf Pension abgelehnt, zuletzt am 10. April 1950 von Oberbürgermeister Gaßmann. Später jedoch wurde ihm eine Pension zugestanden für seine Tätigkeit vor 1933 u. a. als Direktor des Kreiswohlfahrtsamtes in Biedenkopf und Anerkennung von Diskriminierungen durch die Herrschaft der NSDAP.

Nach seiner Rückkehr aus der SBZ zog sich Siebecke ins Privatleben zurück und widmete sich der Malerei. Er organisierte mehrere Ausstellungen seiner Gemälde und war Mitbegründer des Marburger Kunstvereins.

John Gimbel, der die Entwicklung in Marburg in der Nachkriegszeit dargestellt hat, war bei Eugen Siebecke gewesen und hatte diesen zu den Auseinandersetzungen um dessen Person befragt. John Gimbel zeigte die Diskrepanz der gegenseitigen Beschuldigungen auf, unter denen Siebecke stand.

Einerseits sei er „verdächtig, in mehrere Vergehen, Schiebungen und Verbrechen, darunter zwei Morde“ verwickelt zu sein. Zu diesen Verdächtigungen gab es keinerlei Beweise. Andererseits, aber auch dazu gab es keine Bestätigungen, war Siebecke überzeugt, dass ihn 1946 die amerikanischen Offiziere „abschießen wollten, weil er zuviel über Korruption in den Kreisen der Militär-Regierung gewusst habe“.

Eugen Siebecke starb am 13. Oktober 1959. Sein Wille war es gewesen, dass er in Oberasphe (damals Kreis Frankenberg) bestattet wurde. In einer Würdigung, welche die Oberhessische Presse zum Tode Siebeckes brachte, geht der Redakteur Rainer Zimmermann nur mit einem kurzen Satz auf die Tätigkeit Siebeckes als Oberbürgermeister von Marburg ein.

Er formulierte, dass er sich in der kurzen Zeit als Oberbürgermeister von Marburg „in den turbulenten Machenschaften der Nachkriegstage nicht zu etablieren vermochte“. Umso länger widmete sich Zimmermann in dem Rückblick den künstlerischen Arbeiten Siebeckes und seiner Entwicklung als „abstrakter Maler“.
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2 Kommentare
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Volker Beilborn aus Marburg | 07.07.2016 | 10:47  
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Karl-Heinz Gimbel aus Marburg | 07.07.2016 | 12:26  
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